Zu Gast bei Monika Fuchs im Wohnzimmer-Restaurant

Beim Räumen meiner Fotos auf dem Rechner bin ich auf Bilder von einem Hamburgtrip aus dem Jahr 2018 gestoßen. Damals war ich nicht dazu gekommen, gleich etwas zu schreiben.

Deshalb habe ich mir heute endlich die Zeit genommen, um euch von einem ganz besonderen Erlebnis zu erzählen, einem Abend, den wir immer noch in wundervoller Erinnerung behalten haben.

Im August 2018 hatten meine Mutter und ich eine Städtereise nach Hamburg geplant. Wie es sich für einen Foodie gehört, habe ich mich bereits im Vorfeld über die kulinarischen Highlights der Stadt informiert. Durch Zufall bin ich dabei im Internet auf das Wohnzimmerrestaurant von Monika Fuchs gestoßen. Eine (damals) 80-jährige Frau, die jeden Freitagabend von 18 bis 23 Uhr ihr Wohnzimmer öffnet und in ein Restaurant verwandelt. Da musste ich hin. Ich hatte wenig Hoffnung noch einen Platz zu bekommen, da im Internet teilweise stand, dass man Monate im Voraus buchen sollte. Doch wir hatten Glück und wir bekamen eine positive Antwort auf meine Anfrage. Selten hatte ich mich so über eine E-Mail gefreut und ich kann euch sagen, es war völlig zu Recht.

Endlich war der besagte Freitagabend gekommen und wir betraten gegen 18 Uhr eine großartige Altbauwohnung mit zahlreichen netten Dekorationen. Monika empfing uns sehr herzlich und sogleich wurde auch schon ein Aperitif serviert. Als Servicekräfte hatte Monika ihre Freundin sowie ihre Enkelin engagiert. Langsam füllte sich der Raum und man kam ins Gespräch mit den anderen Gästen. Ganze 20 Personen hatten sich eingefunden und nahmen an zwei großen Tischen im Wohnzimmer Platz. Monika begrüßte die Gäste noch einmal alle und verschwand dann in der Küche. Nach und nach wurde uns dann ein 5-Gänge-Menü serviert. Zuerst gab es einen asiatischen Nudelsalat als Amuse-Gueule. Die Vorspeise bestand aus unterschiedlichen Salaten und Garnelen. Anschließend folgte die Hauptspeise. Soweit ich mich noch erinnern kann und den Bildern nach zu beurteilen, war es Hähnchen mit einer Erdnusssoße.

Der Abend verlief wundervoll und wer nun dachte, besser könnte es nicht mehr werden, der sollte sich irren. Nach dem Hauptgang gesellte sich Monika nämlich zu uns und wir durften erfahren, dass sie nicht nur eine wundervolle Köchin, sondern auch eine ganz besondere und wundervolle Person ist. Sie erzählte uns nämlich unter anderem, dass sie die Einnahmen von den Abenden für einen guten Zweck spendet (https://www.waldpiraten.de/home.html).  Nach einigen Anekdoten aus ihrem Leben, folgte dann ein sehr interessantes Mitmachspiel. Jeder sollte erzählen, was er früher einmal werden wollte, was er jetzt ist und was er eigentlich noch gerne werden würde. Was für ein Glück wir hatten: Einer der Gäste wollte Zauberer werden und ist es Gott sei Dank auch geworden! So durften wir auch noch einer wahnsinnigen Zaubershow beiwohnen, die uns Christian (https://www.christianknudsen.de/) darbot.

Der Zauberer Christian Knudsen

Nach all diesen Emotionen wurde das Dessert, eine herrliche Mousse mit frischen Beeren, aufgetischt. Zum Abschluss gab es noch eine Käseplatte mit leckerem Feigensenf. Leider verrannte die Zeit wie im Flug. Wir hätten gerne noch mehr Zeit an diesem besonderen Ort verbracht, doch um 23 Uhr war es Zeit sich zu verabschieden. Sich zu verabschieden von einem besonderen Abend, von netten Menschen und von Monika. Einer besonderen Frau, die einen dazu ermutigt weiter zu machen, auch wenn es nicht immer einfach ist, an das Positive zu denken und sich selbst zu verwirklichen.

Jeia zusammen mit Monika Fuchs

Falls ihr mehr über Monika erfahren und ihre Rezepte kennenlernen möchtet, schaut euch doch auf http://monika-fuchs-kocht.de/ um.

Osternester – Osterbrunch 2020 Teil 2

Hier nun das 2. Rezept vom Osterbrunch 2020. Ich wünsche euch schöne Feiertage (auch wenn sie dieses Jahr wohl anders ausfallen werden). Bleibt zu Hause und bleibt gesund.

Schaut euch auch unbedingt die Rezepte der anderen teilnehmenden Blogs an.

Die Osternester könnt ihr nach Wunsch entweder herzhaft oder süß zubereiten. Ich persönlich mag am liebsten die herzhafte Version mit Rosmarin. Dieses esse ich dann lauwarm mit Frischkäse oder etwas Butter, mmmmmmhhhh…. Die Osternester lassen sich ruckzuck zubereiten und da sie keine Hefe enthalten, muss der Teig nicht noch längere Zeit gehen. Sie schmecken am besten frisch aus dem Ofen, können aber auch einen Tag lang in einer Dose aufbewahrt werden und dann wieder kurz im Ofen aufgefrischt werden.

Tipp: Zur Frage ob das Ei roh oder gekocht, gefärbt oder ungefärbt in die Nester kommt, bevor sie in den Ofen wandern, gibt es zahlreiche Meinungen. Von zu durch über abfärbende Farbe bis hin zu gerissenen Eiern usw. . Ich persönlich habe einfach leere Eierschalenhälften in den Teig gegeben und diese dann nach dem Backen mit meinen fertigen Ostereiern ausgewechselt. So hat man ein perfekt gekochtes Ei und man hat schöne Osternester, in die die Eier perfekt reinpassen.

Falls ihr noch ein Rezept zum Ostereier-natürlich-färben braucht, schaut euch doch mal hier um.

Zutaten für den Grundteig

  • 300 g Mehl (Weizen oder 150 g Weizen /150 g Dinkel)
  • 2 TL Backpulver
  • 150 g Magerquark
  • 6 EL Milch
  • 6 EL Öl (geschmacksneutral z.B. Rapsöl)
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz

Für die süße Variante

  • 60 g Zucker und 1/2 – 1 Päckchen Vanillezucker
  • eventuell noch Schokotropfen

Alternativ für die herzhafte Variante

  • 2 – 3 EL getrocknete oder frische Kräuter nach Wunsch
  • 1 TL Salz

Zum Besteichen

  • 1 Eigelb
  • 1 EL Milch

Zum Dekorieren

  • 6 gefärbte Eier (6 Eierschalenhälften zum Backen siehe Tipp oben)
  • eventuell Hagelzucker, Mandeln…

Die Zutaten reichen für 6 kleine Osternester.

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 180° Umluft vorheizen.
  2. Alle Zutaten für den Grundteig plus die Zutaten für eure gewählte Variante (süß oder herzhaft) zu einem glatten Teig rühren. Nicht zu lange rühren, sonst wird der Teig zu zäh und lässt sich nicht so gut verarbeiten.
  3. Den Teig dann in 6 teilen.
  4. Nun ein Teil nehmen und dieses wiederum in 2 (wenn ihr den Teig nur drehen wollt) oder 3 (wenn ihr Zöpfe machen wollt) teilen.
  5. Diese Teile dann zu etwa 20 cm langen Strängen rollen.
  6. Die Stränge zu einem Zopf verknoten oder miteinander verdrehen.
  7. Dann zu einem Nest formen und eine Eierschalenhälfte reindrücken. Lasst ruhig ein etwas größeres Loch in der Mitte, da der Teig im Ofen noch aufgehen wird.
  8. Die weiteren Teile auch zu Nestern formen.
  9. 1 Eigelb mit 1 EL Milch verrühren und die Nester damit einpinseln. Ggf. mit Hagelzucker oder Deko nach Wahl bestreuen.
  10. Die Nester etwa 20 Minuten bei 180° Umluft backen.        

Osterbrunch 2020

Dieses Jahr hat das Magazin Revue uns Blogger zum Osterbrunch eingeladen.

Entstanden sind viele tolle Rezepte, von herzhaft bis süß. Auf unseren Blogs findet ihr ab heute alle Rezepte aus der Revue sowie einige weitere Brunchideen.

Und nun zu den Rezepten und teilnehmenden Blogs.

Bei mir gibt es Karottenkuchen und Osternester.

Spiffing Ideas lädt euch zu einem Mocktail ein.

Kleines Kuliversum hat Deviled Eggs gezaubert.

Liebe mit Biss zeigt euch wie ihr eine tolles Zucchini-Pesto-Blumenbrot backen könnt.

Und Passion meets creativity überrascht euch mit einem leckeren Salmon Cheesecake.

Mypickedfood auf dem Salon des Douceurs

Dieses Wochenende fand in der Luxexpo The Box die erste Ausgabe des „Salon des Douceurs“ statt. Neben Verkaufsständen mit unterschiedlichen Naschereien und allem was den Hobbyzuckerbäcker freut, gab es Workshops, Backvorführungen und sogar zwei Backwettbewerbe.

Auch wir Blogger durften mit dabei sein und so habe ich u.a. mit Malou von Liebe mit Biss und Claudia von Claudia vous régale, das Publikum mit selbstgemachten Leckereien verwöhnt.

An meinem Stand gab es am Samstag:

Die erste Ausgabe war auf jeden Fall ein toller Erfolg und ich hoffe, dass ich bei weiteren Ausgaben wieder dabei sein darf. Vielen Dank noch mal an The-Storm Group für die tolle Organisation.

Challenge: 36 Tage – 100 Kalender – 500 Euro Spenden

Nachtrag vom 22.12.2018

Alle Kalender sind ausverkauft. Da die Nachfrage groß war, hatte ich noch 25 Kalender nachbestellt. So wurden im Ganzen 125 Kalender zu Gunsten von Wäertvollt Liewen a.s.b.l. verkauft. VIELEN DANK AN ALLE DIE MITGEMAT HABEN.

Heute am 22. November beginnt meine Spenden-Challenge. Mein Ziel ist es, bis zum 31. Dezember 2018, 100 mypickedfood-Kalender zu verkaufen. Der gesamte Erlös von 500 Euro (5 Euro pro Kalender) soll dann im Januar 2019 an Wäertvollt Liewen a.s.b.l. gespendet werden.

Wie kann man seinen Kalender bestellen?

Wer den Kalender bestellen möchte, sollte eine Mail an jeia@mypickedfood.lu machen.

Der Verkaufspreis pro Kalender beträgt 10 Euro. Für 2 Euro zusätzlich kann der Kalender auch verschickt werden.

Warum gerade Wäertvollt Liewen a.s.b.l.?

Im Jahre 2008 hat mein Vater den Kampf gegen ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) leider verloren.

Es handelt sich dabei um eine eine neurodegenerative Krankheit, die sich in einer Schwächung, gefolgt von einer Lähmung der Arm- und Beinmuskulatur sowie der Atem-, Sprech- und Schluckmuskeln äußert. Vielleich ist euch der Ice-Bucket-Challenge, bei dem es darum ging sich einen Eimer mit eiskaltem Wasser über den Kopf zu schütten, ein Begriff. Dieser machte auf die Krankheit aufmerksam und sammelte Spenden für die Forschung.

Die Jahre von der Diagnose bis zum Tod meines Vaters waren für unsere ganze Familie eine schwere Zeit, in der wir glücklicherweise einige Personen kennengelernt haben, die uns unterstützt haben. So haben wir auch Nathalie (die jetzige Präsidentin vun Wäertvollt Liewen a.s.b.l.) und ihren Mann Jean-Marc kennengelernt. Nathalie, die selbst an ALS erkrankt ist, und ihr Mann waren damals schon sehr bemüht an ALS erkrankten Personen und deren Familien Unterstützung anzubieten.

Im Jahre 2012 wurde dann Wäertvollt Liewen a.s.b.l. gegründet. Neben der Unterstützung insbesondere im Zusammenhang mit persönlicher Assistenz und häuslicher Intensivpflege, wollen sie vor allem am Aufbau eines nationalen Referenz- und Kompetenznetzwerks für Patienten mitwirken, die an einer Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) oder einer ähnlichen Pathologie erkrankt sind. Die Vereinigung « Wäertvollt Liewen » e.V. dient als Bindeglied zwischen Personen, die an ALS oder einer ähnlichen Pathologie erkrankt sind, und den Autoritäten im sozialen, medizinischen und assoziativen Bereich. (c.f. www.waertvollt-liewen.lu/)

Schaut euch unbedingt auf ihrer Webseite um. Es gibt unteranderem einen tollen Film über die Krankheit ALS. Ausserdem könnt ihr auch Nathalies Kochbuch Wäertvollt Iessen über die Internetseite bestellen.

RTL – Reportage: Obst haltbar machen

Ende Oktober hat das luxemburgische RTL eine Reportage zum Thema „Obst haltbarmachen“ ausgestrahlt. Auch mypickedfood war mit 3 Rezepten dabei.

Die ganze Reportage findet ihr hier (meine Rezepte gibts ab Minute 1:30)

Vorgestellt wurden 3 verschiedene Möglichkeiten Obst haltbar zu machen.

1. Das Trocknen

Sowohl im Ofen, als auch an der Luft oder in einem speziellen Dörrapparat lässt sich Obst für den Winter haltbar machen.

Hier kommt ihr zum Rezept: ¨Äpfel und Birnen im Ofen trocknen

2. Das Einkochen

Am besten funktioniert das Einkochen mit einem Einkochautomaten. Aber auch in einem normalen Topf oder im Ofen lassen sich unterschiedliche Obstsorten perfekt einkochen.

Hier kommt ihr zum Rezept: „Eingekochete Birnen in Rotwein

3. Das Heiß-Einfüllen

Diese Methode eignent sich nur für Speisen mit einem hohen Zucker oder Essiganteil.

Wichtig ist es hierbei sehr sauber zu arbeiten und die Masse kochend heiß in die noch heißen Gläser zu geben. Die Gläser können entweder 15 Minuten im kochenden Wasser oder im Ofen bei 120° keimfrei gemacht werden. Die Deckel sollten nur im kochenden Wasser keimfrei gemacht werden.

Hier kommt ihr zum Rezept: „Zwetschgen-Ketchup

Unterwegs in Schottland – Teil 1

Seit knapp zwei Wochen sind wir nun zurück von unserer knapp zweiwöchigen Schottlandtour mit unserem neuen VW- California. Nun ist es an der Zeit euch einige Tipps für kommende Schottlandurlaube mitzugeben und meine besten Schottland-Food-Erinnerungen mit euch zu teilen. Auch wenn Schottland kulinarisch gesehen nicht zu meinen Lieblingszielen zählt. Das Essen ist oft sehr fettig, es gibt viel „Fish and Chips“ und „Burger“ und man ist froh, wenn man endlich etwas anderes gefunden hat. Schottland ist jedoch auf jeden Fall eine Reise wert, die Landschaften sind atemberaubend und es gibt eine Menge zu sehen.

 

  • Haggis zum Frühstück

Haggis ist eine der Hauptspezialitäten aus Schottland. Es handelt sich dabei um einen Schafsmagen der mit kleingeschnittenem Herz, Leber, Lunge und Nierenfett vom Schaf, sowie mit Zwiebeln und Hafermehl gefüllt wird. Ich muss zugeben das hört sich alles nicht sehr lecker an und das Rezept ist laut dem schottischen Kochbuchautor Paul Harris „nichts für schwache Nerven“, aber dennoch sollte man sich ran trauen. Der Geschmack erinnert einen an eine grobe Leberwurst, wobei der Hafer für eine krümelige Konsistenz sorgt. Haggis wird meist als Ganzes erst am Tisch aufgeschnitten und zusammen mit Steckrüben und Kartoffeln (Neeps and Tatties) serviert. Leider habe ich auf meiner Reise dieses Gericht nie als Hauptspeise probiert, sondern nur in einem Bed & Breakfast zum schottischen Frühstück und ich muss sagen, dass es sogar ziemlich lecker war.

Schottisches Frühstück gibt es in vielen Bed & Breakfasts, am besten hat es uns im Abertay Guest House in Dundee geschmeckt.

 

  • Das beste Eis in St. Andrews

Das beste Eis haben wir zufälligerweise in St. Andrews, dem Mekka des Golfsports, gefunden. Als wir in der Stadt an der Ostküste ankamen, haben wir einen Eisladen mit einer Menschenschlange von knapp 10 Metern vor dem Laden gesehen. Hier muss es wohl das beste Eis der Region geben. Nach dem Besuch der St. Andrews Cathedral und einem kleinen Spaziergang durch die Stadt ging es zurück zu Jeannettas Gelateria.

Die Schlange war mittlerweile nicht kürzer geworden und so stellten wir uns geduldig an, was sich aufgrund der Unmengen an Wespen als wahre Mutprobe erwies. Das ganze Warten lohnte sich jedoch. In dem seit 4 Generationen betriebenen Eiscafé gibt es wohl wirklich das beste Eis der Region. Aber nicht nur deshalb ist St. Andrews auf jeden Fall einen Besuch wert.

 

  • The House of Bruar – Feinkosttempel

Das House of Bruar ist ein Shoppingparadies, in dem es neben Kleidung, Deko und Haushaltsartikeln auch einen Feinkostladen gibt, der das Herz eines jeden Foodies schneller schlagen lässt.

Hier findet man in einem tollen Ambiente von Spirituosen über Süssigkeiten bis zu Herzhaftem alles was Schottland zu bieten hat. Zudem gibt es noch ein Restaurant, welches wir leider nicht ausprobierten. Die „Fish and Chips“ die es vor dem Kaufhaus gab sind jedoch nicht zu empfehlen.

 

  • Die besten Cocktails in Inverness

Inverness, die Hauptstadt der Highlands, ist sehr touristisch, aber dennoch sollte man hier einen Abstecher einplanen und einen Spaziergang entlang des Flusses und bis zum Schloss machen. Im Zentrum der Stadt gibt es zudem zahlreiche Shoppingmöglichkeiten und Restaurants. Da wir mit dem Hund unterwegs waren landeten wir im Scotch&Rye , einem der wenigen Restaurants, die in Inverness Hunde erlauben. Es gab sehr leckere Burger, u.a. einen tollen vegetarischen Hallumi Burger und aussergewöhnliche Cocktails. Hier habe ich zum ersten Mal einen Cotton Candy (Zuckerwatte) Cocktail probiert. Die Zuckerwatte wird dabei in einem Glas serviert und der Cocktail anschließend darüber gegossen. Die Zuckerwatte schmilzt dabei, was für einen tollen Effekt sorgt.

Probiert doch mal solche Cocktails zu Hause aus. Einfach den Zucker aus dem Grundrezept durch Zuckerwatte ersetzen und ein bisschen rumexperimentieren. Garantiert der Knaller auf jeder Party. Zuckerwatte bekommt ihr im Moment übrigens haufenweise auf der „Schueberfouer“.

Für alle Geocaching-Fans: Hier haben wir auch den besten Cache unserer Schottlandreise gemacht. Ness Bridge

Dies war der erste Teil meiner Foodie-Erlebnisse. Im zweiten Teil gibt es u.a. Austern, Whisky und schottischen Karmellkuchen.

Kochkurs bei Terra – Teil 2

Hier findet ihr nun endlich den 2. Teil der Rezepte des tollen Kochkurses bei Terra. Den 1. Teil gibt es hier.

Kalte Fenchelsuppe mit Zitronen-Confit und Matcha-Tee

Diese Suppe passt perfekt zu heißen Sommertagen und schmeckt einfach köstlich. Das Zitronen-Confit (Salzzitronen) kann man einfach selbst machen, indem man geviertelte Zitronen für etwa 3-4 Wochen in einem geschlossenen Glas mit grobem Meersalz schichtet und gut festdrückt.

Zutaten:

  • 6 Fenchelknollen
  • 1 Zwiebel
  • 50 g Butter
  • 2 Knoblauchzehen
  • 100 ml Sahne
  • 2 l Gemüsebrühe
  • 1 Salzzitrone
  • Salz, Pfeffer, Kardamompulver
  • Matcha-Tee

Zubereitung:

  1.  Man benötigt später nur die Schale der Salzzitronen. Diese muss erst in Wasser entsalzt werden.
  2. Die Fenchelknollen (das Grün zum Anrichten behalten) und die Zwiebel putzen und grob schneiden.
  3. Beides dann im heißem Butter kurz anbraten (jedoch ohne Verfärbung).
  4. Mit Gemüsebrühe ablöschen, mit Salz und Pfeffer würzen und den Knoblauch hinzugeben.
  5. Etwa 1 Stunde köcheln lassen, dann pürieren und passieren.
  6. Die Sahne hinzugeben und mit Salz, Pfeffer und Kardamom abschmecken.
  7. Die Suppe kaltstellen.
  8. Zum Anrichten die Suppe in Suppenteller geben und mit Salzzitronenlamellen, Fenchelgrün und einer Prise Matcha-Tee garnieren.

Frühkartoffeln mit Dotterfüllung

Diese Kartoffeln sind ein Hingucker auf jedem Esstisch und sehr leicht zu machen. Einfach die Kartoffeln waschen und bürsten, dann in kaltes Wasser mit Kräutern (Rosmarin, Lorbeer) geben und aufkochen bis sie gar sind.

Die Kartoffelenden an beiden Seiten abschneiden. Eine Seite mit einem Löffel aushöhlen, so dass genau ein Eidotter Platz hat. Dann ein Eidotter in das Loch geben und bei 180° 1 Minute im Ofen garen.

Serviert werden sie mit Schnittlachsahne (Schnittlauch und Sahne mixen), Sommertrüffeln und gerösteten Baguettestreifen.

Knollensellerie in Salzkruste

Der Sellerie wird bei diesem Rezept im Salzmantel gebacken. Der Geschmack des Selleries ist nachher wunderbar erdig und unvergleichbar. Ihr solltet es unbedingt mal ausprobieren.

Ihr braucht für 3 Knollen etwa 3 kg grobes graues Meersalz. Der Sellerie wird nicht geschält, sondern nur gewaschen und mit einer Büste gut geputzt. Anschließend muss er getrocknet werden. Dann nehmt ihr eine Form und bestreut den Boden mit Salz. Die Knollen legt ihr nun darauf und bedeckt sie dann komplett mit dem restlichen Salz. Dann kommen sie für etwa 1,5 Stunden bei 200° in den Ofen. Danach etwa eine Stunde abkühlen lassen.

Zum Anrichten das Fruchtfleisch mit einem Löffel herausnehmen und mit etwas Butter, Pfeffer und einer Balsamico-Reduktion servieren.

Auch Rote Beete kann auf dieselbe Art und Weise gegart werden.

Kulinarisch unterwegs auf der Springbreak 2018

Letztes Wochenende fand in den Hallen der Luxexpo die Springbreak 2018 statt. Die Messe, die einst als „Fréijoersfoire“ (Frühlingsmesse) bekannt war, hat seit letztem Jahr nicht nur einen neuen Namen, sondern auch ein leicht verändertes Konzept.

Für jeden Foodblogger und Kochbegeisterten ist die Messe dieses Jahr jedoch ein besonderes Erlebnis gewesen. Neben den üblichen interessanten Messeangeboten von Produzenten und Händlern von Wein und andern lokalen sowie internationalen Lebensmitteln, ist vor allem das Angebot an Workshops in der Springkichten hervorzuheben. So wurden,  verteilt auf die 5 Tage, in der Springkitchen nicht weniger als 24 Workshops mit vielen bekannten Köchen zu unterschiedlichen Themen angeboten. Im Urban Food Village wurden die neusten Streetfoodtrends aus den Küchen der Welt angeboten. Mein persönliches Highlight der Messe war jedoch die Kochshow vom Sternekoch Frank Rosin, der am ersten Messetag gleich zwei sehr sympathische Auftritte hatte. Frank Rosin unterhielt sein Publikum mit zahlreichen Anekdoten und teilte auch einige Küchentipps und -tricks mit den begeisterten Zuschauern. Ganz nebenbei präparierte er auch noch herrliche Dumplings, welche vom Publikum gekostet werden konnten. Er antwortete geduldig auf alle Fragen und hatte nach der Show auch noch sehr viel Zeit für Selfies und Autogramme.

Nun meine Eindrücke von den 3 Workshops, an denen ich teilgenommen habe.

Am ersten Tag zauberte der Koch Ernesto Prosperi aus dem Restaurant Baron in Osweiler herzhafte Antipasti. Obwohl ich eigentlich dachte, dass wir als Teilnehmer selbst kochen könnten, war es dennoch eine großartige Erfahrung. Ernesto hatte sehr viele nützliche Tipps und konnte uns viele Anregungen geben. Mit Witz und Charme erklärte er alle Arbeitsschritte sehr genau und gab dem Publikum alle Kreationen zu kosten.

Hier findet ihr die zubereiteten Antipasti mit einigen Erklärungen:

Thunfisch-Tatar

Für das Tatar den Thunfisch würfeln. Zwiebeln, etwas Knoblauch, Kapern, Olivenöl, Balsamicoessig, Zitronensaft, weißen Pfeffer und Salz hinzugeben und vermischen.

 

gebratener Tintenfisch

Zuerst den Tintenfisch kochen. Damit er die perfekte Konsistenz bekommt, sollte man wie folgt vorgehen: Den ganzen Tintenfisch in kaltes, gesalzenes Wasser geben. 1 Minute aufkochen lassen, dann wieder vom Herd nehmen und im Wasser abkühlen lassen.

Für die Antipasti den gekochten Tintenfisch putzen und in Stücke schneiden. In Olivenöl von beiden Seiten braten. Mit Knoblauch, Salz und Chili würzen.

Thunfischtoast mit Sauerrahm und Kaviar

Der Toast ist superschnell gemacht und hat uns alle begeistert. Einfach frisches Thunfischfilet in dünne Scheiben schneiden, auf ein getoastetes Brot geben, mit Sauerrahm oder Schmand und anschließend mit Kaviar bestreichen.

Gemüseantipasti

Gemüse (z.B. Paprika, Zucchini, Pilze) schneiden und einzeln in Olivenöl bissfest braten. Erst am Ende der Bratzeit mit Salz, Chili, Rosmarin und Knoblauchpulver würzen und vermischen.

 

Rinderfilet-Tatar

Ernesto schneidet sein Tatar immer von Hand. So bleibt die Struktur des Fleisches erhalten und das Fleisch bleibt saftiger. Es war tatsächlich sehr lecker. Olivenöl, Balsamicoessig, Zitronensaft, Rosmarin, Salz und Pfeffer runden das Gericht ab.

Wer möchte kann auch noch Kapern und Zwiebeln hinzugeben, wobei dies absolut nicht nötig ist und den Fleischgeschmack eventuell zu viel überdeckt.

Cremige Polenta mit Salsiccia

Die meisten kennen vor allem die gebratenen Polentataler. Die cremige Polenta ist jedoch zumindest genau so gut, wenn nicht besser, vor allem wenn man sie mit Parmesan verfeinert. Damit die Polenta besonders cremig wird sollte man sie mit 15% Sahne kochen. Die Sahne sollte keine höhere Fettstufe haben, da ansonsten das Fett nach oben aufsteigt. Wenn die Polenta weich ist, wird sie mit Butter und viel geriebenem Parmesan verfeinert und mit Salz abgeschmeckt.

Das Rezept für die selbstgemachte Salsiccia hat Ernesto uns leider nicht verraten?

Mein zweiter Workshop wurde von Sandrine Pingeon geleitet. Dieser war im Gegensatz zum ersten, ein wortwörtlicher „Workshop“. Hier wurde selbst Hand angepackt und jeder Teilnehmer konnte sich einen eigenen kleinen Kräutergarten pflanzen. Sandrine erklärte uns die verschiedenen Kräuter und stellte ihren Betrieb „Les paniers de Sandrine“ vor. Auf 4 ha baut Sandrine zusammen mit 9 Arbeitern zahlreiche Obst- und Gemüsesorten an, unter anderem alleine 30 verschiedene Tomaten- und 20 unterschiedliche Karottensorten. Aktuell beschäftigt sie sich zunehmend mit dem Thema Aquaponik, einer geschlossenen Kreislaufanlage zur Fischproduktion und Gemüse- und Kräuterzucht.

Wer die angeblich besten Tomaten der Welt einmal probieren will, kann “„Les paniers de Sandrine“ dienstags oder freitags zwischen 15.00 und 19.00 in Munsbach besuchen und dort seine Einkäufe tätigen. Zudem hat man die Möglichkeit einen Gemüsekorb zu abonnieren. Alles Infos findet ihr hier http://www.lespaniersdesandrine.lu/

Leider besuchte ich am Samstag schon meinen letzten Workshop. Der Koch Carlo Sauber gab uns eine Einführung in das Thema „Fermentation“. Durch Fermentierung, können zahlreiche Gemüsesortern wie zum Beispiel Kohl, Karotten, Rüben…haltbar gemacht werden. Zudem sind fermentiere Lebensmittel auch sehr gesund. Dabei ist das Fermentieren gar nicht schwer, man muss lediglich aufpassen, dass das eingelegte Gemüse komplett mit Salzwasser bedeckt ist, damit es nicht schimmelt.

Durch die Einführung habe ich auf jeden Fall Lust bekommen so einiges in meiner Küche auszuprobieren und hoffe, dass ich euch demnächst mehr davon auf meinem Blog erzählen kann. Bis dahin, könnt ihr euch über 2 ausgewählte Blogs weiter zum Thema informieren:

https://nicrunicuit.com/ (ein auf Fermentation spezialisierter Blog auf Französisch)                                        https://www.wildefermente.de/ (ein toller Blog mit passender Facebook-Austauschgruppe https://www.facebook.com/groups/wildefermente/)