Wäffelcher – rot-weiß-blau

In wenigen Tagen feiern wir hier in Luxemburg unseren Nationalfeiertag. Zu diesem Anlass stellen ein paar Bloggerkolleginnen und ich euch traditionelle (teils neu interpretierte) luxemburgische Rezepte vor.

Bei Liebe mit Biss gibt es: Gromperekichelcher mat Kachkéis

Bei Spiffing Ideas findet ihr: Kniddelen rot-weiß-blau

Und bei mir gibt es die berühmten „Wäffelcher“, welche ich passend zu den Farben der luxemburgischen Fahne mit roten Früchten, weißer Schokolade und blauem Zucker dekoriert habe. Hier in Luxemburg kennt wahrscheinlich jeder dieses Gebäck und erinnert sich an seine Oma, die sonntags immer diese Köstlichkeit serviert hat. Dünne Waffeln, die in einem speziellen Waffeleisen gebacken werden und dann noch heiß um ein Waffelholz oder einfach nur einen Kochlöffel gedreht werden. Falls ihr noch kein Eisen besitzt, solltet ihr mal darüber nachdenken. Ihr werdet auf jeden Fall in eurer Familie oder eurem Freundeskreis für die Waffeln zahlreiche Abnehmer finden. In Deutschland findet man sie übrigens unter dem Namen Hörncheneisen.

Und nun zum Rezept. Die Angaben ergeben etwa 12 Waffeln.

Zutaten für die Waffeln

  • 80 g Butter (Zimmertemperatur)
  • 80 g Zucker
  • 80 g Mehl
  • 2 Eier

Zutaten für die Füllung/Deko

  • 400-500 g rote Früchte
  • 100 g weiße Kuvertüre
  • Zucker und blaue Lebenmittelfarbe

Zubereitung

Den blauen Zucker am besten bereits am Vortag färben, damit er trocknen kann. Dazu einfach 5 EL Zucker mit einigen Tropfen Lebensmittelfarbe in ein Glas mit Deckel geben und kräftig schütteln.

  1. Für die Waffeln die Butter mit dem Zucker schaumig rühren.
  2. Eier hinzugeben und unterrühren.
  3. Dann das Mehl hinzugeben und unterrühren.
  4. 1 EL Teig in das Waffeleisen geben und backen.
  5. Dann zu Hörnchen rollen.
  6. Kuvertüre schmelzen und die Hörnchen von beiden Seiten in die Kuvertüre tränken.
  7. Den unteren Teil dann noch in den blauen Zucker tauchen.
  8. Alles abkühlen lassen.
  9. Rote Früchte waschen und schneiden.
  10. Die Waffeln mit den Früchten servieren.

Mini-Rhabarber-cheesecakes

Mmmmh endlich gibt es wieder Rhabarber. Wer mich kennt, weiß, dass ich jedes Jahr neue Rezepte mit dem leckeren Stangengemüse kreiere. Dieses mal sind Mini-Cheesecakes mit Rhabarber entstanden.

Tipp: Alternativ zum Rhabarber kann man je nach Saison anderes Obst nehmen (Erdbeeren, Himbeeren, Blaubeeren…). Außerdem kann man die Cheesecakes auch ohne Obstfüllung backen und mit frischem Obst und Schalsahne servieren.

Zutaten für die Böden

  • 120 g (Vollkorn)Butterkekse
  • 2 EL brauner Zucker
  • 50 g geschmolzene Butter

Zutaten für die Rhabarber-Füllung

  • 180 g Rhabarber
  • 2 EL brauner Zucker
  • Mark von 1/2 Vanilleschote

Zutaten für die Cheesecake-Creme

  • 220 g Frischkäse
  • 50 g Saure Sahne
  • 50 ml Sahne
  • 3 Eier
  • 140 g Zucker
  • 2 EL Mehl
  • Mark von 1/2 Vanilleschote

Zubereitung

  1. Den Rhabarber schälen und in kleine Stücke von etwa 2 cm schneiden.
  2. Zusammen mit dem Zucker und dem Vanillemark bei geringerr Hitze weich kochen.
  3. Den Ofen auf 180° Umluft vorheizen.
  4. Die Kekse in einem Gefrierbeutel mit einer Küchenrolle oder in einem Mixer fein zerbröseln.
  5. Die Krümel mit der Butter und dem Zucker verkneten.
  6. Papierförmchen in ein 12er Mini-Muffinblech legen und die Keksbuttermasse auf die Förmchen verteilen (ca. 1 gehäufter EL pro Form) und festdrücken.
  7. Die Böden bei  180° Umluft 5 Minuten vorbacken.
  8. Den Backofen anschließend auf 150° Umluft runterdrehen.
  9. Für die Creme alle Zutaten bis auf die Eier und die Sahne auf niedriger Stufe cremig rühren. Dann die Eier und schließlich die Sahne vorsichtig unterrühren.
  10. Die Creme auf die Formen verteilen und  1/2-1 EL Rhabarberstückchen pro Form hinzugeben.
  11. Die Küchlein bei 150° Umluft etwa 20 Minuten backen.  Die Mitte sollte noch leicht wabbelig sein.
  12. Etwa 1 Stunde bei Zimmertemperatur abkühlen lassen, dann zugedeckt für mindestens 3 Stunden in den Kühlschrank stellen, bevor man sie aus den Papierförmchen nimmt.
  13. Wer möchte kann auf die fertigen Cheesecakes noch die restliche Rhabarber-Marmelade geben.

Weihnachtsmenü 2020 Maronen-Fondant-Küchlein

Leider kommen wir heute auch schon zum letzten Teil unseres Weihnachtsmenü 2020. Ich habe für euch ein Maronen-Fondant-Küchlein ausgesucht, welches sehr schnell zubereitet ist und bestimmt jedem am Tisch schmecken wird. Ihr solltet die Küchlein noch lauwarm servieren und könnt dazu Eis oder Sahne reichen. Viel Spaß beim Backen und frohe Weihnachten (auch wenn sie dieses Jahr sicher anders als gewöhnlich ausfallen werden).

Auf den Blogs meiner Bloggerfreundinnen gibt es heute:

Kleines Kuliversum: Kokosnuss Panna Cotta mit Zitrusfrüchten

Liebe mit Biss: Apfellasagne mit Ingwereis

Zutaten für 6 kleine oder 4 etwas größere Muffinformen

  • 350 g Maronenpüree gesüßt (Crème de marrons vanillée)
  • 75 g dunkle Schokolade
  • 75 g Butter (plus Butter zum Einfetten der Formen)
  • 2 Eier
  • 4-6 glasierte Maronen
  • zum Anrichten (Puderzucker, Eis, Schlagsahne…)

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 200° Umluft vorwärmen.
  2. Die Schokolade zusammen mit der Butter im Wasserbad oder der Mikrowelle schmelzen.
  3. Das Maronenpüree mit den Eiern verrühren.
  4. Die warme Schokolade mit der Butter hinzugeben.
  5. Die Formen einfetten und jeweils eine glasierte Marone hineinlegen.
  6. Dann die Masse einfüllen und alles bei 200° Umluft 20-25 Minuten backen.
  7. Etwas abkühlen lassen und lauwarm servieren.

Quittengelee und Quittenbrot

Dieses Jahr bin ich zum ersten Mal in meinem Leben dazu gekommen, mich etwas näher mit dem wunderbaren Obst Quitte vertraut zu machen. Vor kurzem habe ich neben meinem Schulgebäude zwei Quittenbäume entdeckt, die dieses Jahr zahlreiche Früchte trugen und so bin ich nicht umher gekommen, mir einige davon zu pflücken. Abgesehen davon, dass Quitten einen herrlichen Duft im ganzen Haus verbreiten, kann man mit etwas Geduld daraus u.a. ein leckeres Gelee oder auch Quittenbrot zaubern. Hierbei handelt es sich um Quittenmus, welches mit Zucker vermischt auf ein Backblech gestrichen wird und dann nach dem Trocknen zu kleinen Fruchtpralinen geschnitten wird. In Portugal und Spanien, aber auch in Frankreich ist diese Nascherei sehr beliebt. Das Gelee habe ich mit weihnachtlichen Gewürzen zubereitet und habe so bereits meine ersten Gechenke für unter den Baum 😉

Heute zeige ich euch, wie ihr dieses leckere Konfekt und Quittengelee zubereiten könnt. Ihr könnt mit einer Ladung Quitten beides machen und habt sozusagen ein Zero-Waste-Rezept, bei dem ihr alles vom Obst verwerten könnt.

Quittengelee

Anmerkung: Ich habe in zahlreichen Artikeln gelesen, dass Quitten von Natur aus, v.a. im Kerngehäuse, viel Pektin enthalten und dass man Quittensaft statt mit Gelierzucker auch mit normalem Haushaltszucker zu Gelee verarbeiten kann. Bei mir hat dies leider nicht geklappt, obwohl ich den Saft mit dem Zucker und Zitronensaft sehr lange gekocht habe und auch extra die Kerngehäuse beim Kochen mitverwendet habe. Daher hier nur das Rezept mit Gelierzucker, welches beim 2. Anlauf perfekt gelang, um euch diese Panne zu ersparen;)

Zutaten

  • Quitten
  • Zitronensaft
  • Gelierzucker
  • fakultativ: Zimtstange, Sternanis, Gewürznelken

Vorbereitung des Quittensafts

  1. Wascht zunächst eure Quitten und reibt sie, wenn nötig, mit einem Küchentuch ab um den Flaum zu entfernen.
  2. Dann viertelt ihr die Quitten und entfernt nur den Stiel und den Blütenansatz.
  3. Die Quitten sofort in einen Topf mit Wasser und etwas Zitrone (etwa 2 EL pro kg) geben. Das Wasser sollte die Quitten knapp bedecken.
  4. Nun kocht ihr die Quitten 45 Minuten lang.
  5. Ihr habt nun die Möglichkeit den Saft gleich aufzufangen oder ihr lasst das Ganze noch für 12 bis 24 Stunden stehen um einen intensiveren Geschmack zu bekommen.
  6. Zum Auffangen könnt ihr Siebe mit einem angefeuchteten Mulltuch auslegen und den Saft in einem Topf auffangen. (Auf keinen Fall die gekochten Quittenviertel wegwerfen, die werdet ihr für das Quittenbrot brauchen.)

Vom Saft zum Gelee

  1. Einen Teil des Saftes habe ich zu einem Weihnachtsgelee verarbeitet, indem ich den Saft kurz mit 1 Zimtstange, 1 Anisstern und 1 Gewürznelke (in einem Gewürzsäckchen) aufgekocht und dann 10 Minuten ziehen gelassen habe.
  2. Den Saft kann man dann gewürzt oder ungewürzt mit Gelierzucker nach Packungsanweisung aufkochen. Je nach gewünschter Süße, könnt ihr Gelierzucker im Verhältnis 3 zu 1, 2 zu 1 oder 1 zu 1 wählen. Wobei ich persönlich die 2 zu 1 Variante bevorzuge.
  3. Macht unbedingt eine Gelierprobe, indem ihr etwas Gelee auf einen kalten Teller gibt und schaut ob er schnell fest wird und füllt dann das fertige, noch heiße Gelee in saubere, ausgekochte Gläser.

Quittenbrot

Zutaten

  • gekochte Quittenviertel
  • Zucker

Zubereitung

  1. Nun kommen die gekochten Quitten zum Einsatz. Ich habe sie einfach in die Flotte Lotte gegeben und so das Quittenmus von den Kernen und Schalen getrennt. Falls ihr keine Flotte Lotte besitzt könnt ihr das Kerngehäuse und die Kerne auch mit einem Messer entfernen. Die Schale muss nicht abgemacht werden.Die geputzten Quittenstücke könnt ihr dann mit einem Pürierstab zu Mus pürieren.
  2. Das Quittenmus abwiegen und mit der gleichen Menge Zucker vermengen.
  3. Dann etwa 45 Minuten bei kleiner bis mittlerer Hitze unter ständigem Rühren einkochen. Ihr müsst wirklich ständig rühren, sonst brennt die Masse im Topf an. Wer einen Thermomix besitzt, ist hier deutlich im Vorteil und brauch weniger Muskelkraft. Einfach alles auf 100° Stufe 4 für 55 Minuten kochen.
  4. Die fertige Masse ist jetzt orange geworden und kann nun auf ein mit Backpapier belegtes Backblech gestrichen werden (etwa 1,5 cm hoch). Ihr könnt es nun entweder 3 bis 4 Tage an der Luft oder, wenn ihr es eilig habt, im Backofen trocknen. Dabei den Backofen auf 100° Umluft stellen und etwa 3 bis 4 Stunden bei leicht geöffneter Tür trocken. Natürlich funktioniert das auch prima im Dörrautomat.
  5. Wenn alles trocken ist könnt ihr das Quittenbrot mit einem Messer in Stücke schneiden oder mit Keksausstechern Formen ausschneiden. Die fertigen Stückchen dann in Zucker oder Kokosnussflocken wenden, damit sie nicht mehr kleben und in einer Blechdose aufbewahren.

Glutenfreier Apfel-Lavendel-Kuchen

Bisher habe ich den getrockneten Lavendel aus dem eigenen Garten nur für Lavendelsäckchen benutzt, aber seit kurzem experimentiere ich auch in der Küche etwas mit Lavendel rum. Vor allem Apfel und Lavendel haben sich als tolle Kombination erwiesen und so ist dieses leckeres Rezept entstanden. Falls ihr Lavendel ernten wollt, passt bitte auf, dass die Pflanzen Bioqualität haben oder bereits seit einigen Jahren im Garten stehen. Die meisten neu erworbenen Pflanzen aus dem Baumarkt sind stark gespritzt und sollten daher schon etwas länger stehen. Falls ihr keinen Lavendel auftreiben könnt, schmeckt dieser Kuchen auch hervorragend ohne.

Zutaten

  • 4 Äpfel
  • 200 g Mandeln
  • 4 Eier
  • 125 g weiche Butter plus Butter zum Einfetten der Form
  • 50 gr brauner Zucker plus etwas Zucker zum Bestreuen
  • 1 TL Zimt (optional)
  • 1 TL getrocknete Lavendelblüten
  • 1 gehäufter TL Backpulver
  • 1/2 Packung Vanillezucker
  • 1 Prise Salz

Zubereitung

1) Den Ofen auf 180° Umluft vorheizen.

2) Lavendelblüten im Mörser etwas zerstoßen.

3) Alle Zutaten (bis auf die Äpfel) zu einem glatten Teig verrühren.

4) Die Äpfel schälen und in Würfel schneiden und zu dem Teig geben.

5) Den Teig in eine gefettete Backform geben und mit braunem Zucker bestreuen.

5) Bei 180° Umluft ca. 40 Minuten backen.

6) Vor dem Herausnehmen abkühlen lassen.

Mirabellen-Schoko-Mandel Tarte

Dieses Jahr gibt es wieder besonders viele Mirabellen. Daher habe ich mir ein weiteres, etwas ungewohntes Rezept überlegt. Probiert es unbedingt aus, es ist sehr einfach und genau das richtige, um euch und eure Liebsten kulinarisch zu verwöhnen. Wer möchte kann noch Vanilleeis zur lauwarmen Tarte servieren, ein Traum…..

Zutaten für den Teig

  • 200 g Mehl
  • 75 g Zucker
  • 75 g weiche Butter
  • 1 Ei
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Päckchen Vanillezucker

Zutaten für den Belag

  • 350 g Mirabellen
  • 150 g dunkele Kochschokolade
  • 2 Eier
  • 100 g weiche Butter
  • 100 g Zucker
  • 125 gemahlene Mandeln

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 180° Umluft vorheizen.
  2. Die Mirabellen waschen, halbieren und entsteinen.
  3. Alle Zutaten für den Teig vermischen und kneten. Den Teig anschließend ausrollen und in einer gebutterten Form auslegen. Den Rand mit den Fingern festdrücken. Damit er besser ausgerollt werden kann, könnt ihr den Teig auch in Folie gewickelt für 45 Minuten in den Kühlschrank legen.
  4. Die Schokolade im Wasserbad oder in der Mikrowelle schmelzen.
  5. Für die Mandelcreme Mandeln, Zucker, Butter und Eier in einer Schüssel vermengen.
  6. Die geschmolzene Schokolade auf dem Teig verteilen.
  7. Dann vorsichtig die Creme auftragen.
  8. Zum Schluss mit den Mirabellenhälften belegen und diese leicht festdrücken.
  9. Alles bei 180° Umluft ca. 40 Minuten backen. Nach der Hälfte der Zeit die Tarte mit Alufolie oder Backpapier abdecken, damit sie nicht zu dunkel wird.

Mirabellen-Soufflé

Vor knapp 2 Wochen war ich in Frankreich unterwegs und habe dort dieses leckere Mirabellen-Soufflé kennengelernt. Die Region Lothringen ist weltbekannt für ihre Mirabellen und in vielen Restaurants wird diese bekannte Spezialität angeboten. Am besten schmeckt das Soufflé mit einer Kugel Eis.

Das Soufflé muss sofort nach dem Backen serviert werden. Falls ihr das Soufflé im Voraus vorbereiten wollt, könnt ihr alles bis zu Schritt 7 bereits vorbereiten und dann im Kühlschrank aufbewahren. Ihr müsst dann später nur noch den Eischnee machen und alles verrühren.

Zutaten

  • 300 g Mirabellen
  • 60 g (brauner) Zucker
  • 4 Eiweiß
  • 1 Eigelb
  • 1 EL Mäisstärke
  • etwas Butter und 4 EL Zucker für die Formen

Die Angaben reichen für 4 Formen.

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 200° (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
  2. Die Formen buttern und mit Zucker auskleiden.
  3. Die Mirabellen waschen und entsteinen.
  4. Die Mirabellen zusammen mit dem Zucker auf niedriger Temperatur 15 Minuten unter Rühren köcheln lassen.
  5. Alles sehr fein mixen.
  6. Dann das Eigelb und die Maisstärke hinzugeben und alles schnell verrühren.
  7. Nochmals kurz unter Rühren aufköcheln lassen.
  8. Das Eiweiß zu Schnee schlagen und vorsichtig mit dem Mirabellenpüree verrühren.
  9. Alles auf die Formen verteilen (es sollte bis knapp unter den Rand gehen) und bei 200° 10 Minuten backen.
  10. Den Ofen ausmachen und einen Spalt breit öffnen. 2 Minuten warten, bevor ihr die Soufflés herausnehmt, damit sie nicht gleich durch den Temperaturunterschied zusammenfallen. Sofort servieren.

Rhabarber-Erdbeer- Clafoutis

Heute gibt es bei mir einen leckeren Rhabarber-Erdbeer-Clafoutis, bei dem die leichte Säure des Rhabarbers, sowie die Süße der Erdbeeren perfekt miteinander harmonieren. Das Rezept könnt ihr im aktuellen Magazin Revue (Heft 24) finden.

Clafoutis? Was ist das eigentlich? Bei einem Clafoutis handelt es sich um einen traditionellen französischen Nachtisch, einer Mischung aus Kuchen und Auflauf, der meist mit Kirschen zubereitet wird. Aber auch mit anderen Obstsorten schmeckt dieses Dessert hervorragend und so könnt ihr je nach Jahreszeit die Früchte variieren, wobei das Basisrezept immer gleich bleibt.  Gerne nutze ich dieses Rezept auch zur Resteverwertung und verwerte so Obst, welches nicht mehr so frisch und schön ist. Am besten schmeckt der Clafoutis (lau)warm aus dem Ofen mit einer Kugel Vanilleeis. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Zutaten

  • 300 g Erdbeeren
  • 100 g Rhabarber
  • 150 g Mehl
  • 100 g Rohrzucker
  • 4 Eier
  • 75 ml Milch
  • Butter für die Form

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 180° Umluft vorheizen
  2. Rhabarber schälen und in 3 cm lange Stücke schneiden.
  3. 1 EL von dem Zucker zum Rhabarber geben. Nach 10 Minuten das Zuckerwasser abgießen.
  4. Die Erdbeeren putzen und vierteln.
  5. Mehl, Zucker, Eier und Milch zu einem Teig verrühren.
  6. Eine ofenfeste Form mit Butter einfetten.
  7. Die Hälfte des Obstes in der Form verteilen.
  8. Teig in die Form gießen.
  9. Das restliche Obst auf dem Teig verteilen und leicht eindrücken.
  10. Etwa 35 Minuten bei 180° Umluft backen.

Osternester – Osterbrunch 2020 Teil 2

Hier nun das 2. Rezept vom Osterbrunch 2020. Ich wünsche euch schöne Feiertage (auch wenn sie dieses Jahr wohl anders ausfallen werden). Bleibt zu Hause und bleibt gesund.

Schaut euch auch unbedingt die Rezepte der anderen teilnehmenden Blogs an.

Die Osternester könnt ihr nach Wunsch entweder herzhaft oder süß zubereiten. Ich persönlich mag am liebsten die herzhafte Version mit Rosmarin. Dieses esse ich dann lauwarm mit Frischkäse oder etwas Butter, mmmmmmhhhh…. Die Osternester lassen sich ruckzuck zubereiten und da sie keine Hefe enthalten, muss der Teig nicht noch längere Zeit gehen. Sie schmecken am besten frisch aus dem Ofen, können aber auch einen Tag lang in einer Dose aufbewahrt werden und dann wieder kurz im Ofen aufgefrischt werden.

Tipp: Zur Frage ob das Ei roh oder gekocht, gefärbt oder ungefärbt in die Nester kommt, bevor sie in den Ofen wandern, gibt es zahlreiche Meinungen. Von zu durch über abfärbende Farbe bis hin zu gerissenen Eiern usw. . Ich persönlich habe einfach leere Eierschalenhälften in den Teig gegeben und diese dann nach dem Backen mit meinen fertigen Ostereiern ausgewechselt. So hat man ein perfekt gekochtes Ei und man hat schöne Osternester, in die die Eier perfekt reinpassen.

Falls ihr noch ein Rezept zum Ostereier-natürlich-färben braucht, schaut euch doch mal hier um.

Zutaten für den Grundteig

  • 300 g Mehl (Weizen oder 150 g Weizen /150 g Dinkel)
  • 2 TL Backpulver
  • 150 g Magerquark
  • 6 EL Milch
  • 6 EL Öl (geschmacksneutral z.B. Rapsöl)
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz

Für die süße Variante

  • 60 g Zucker und 1/2 – 1 Päckchen Vanillezucker
  • eventuell noch Schokotropfen

Alternativ für die herzhafte Variante

  • 2 – 3 EL getrocknete oder frische Kräuter nach Wunsch
  • 1 TL Salz

Zum Besteichen

  • 1 Eigelb
  • 1 EL Milch

Zum Dekorieren

  • 6 gefärbte Eier (6 Eierschalenhälften zum Backen siehe Tipp oben)
  • eventuell Hagelzucker, Mandeln…

Die Zutaten reichen für 6 kleine Osternester.

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 180° Umluft vorheizen.
  2. Alle Zutaten für den Grundteig plus die Zutaten für eure gewählte Variante (süß oder herzhaft) zu einem glatten Teig rühren. Nicht zu lange rühren, sonst wird der Teig zu zäh und lässt sich nicht so gut verarbeiten.
  3. Den Teig dann in 6 teilen.
  4. Nun ein Teil nehmen und dieses wiederum in 2 (wenn ihr den Teig nur drehen wollt) oder 3 (wenn ihr Zöpfe machen wollt) teilen.
  5. Diese Teile dann zu etwa 20 cm langen Strängen rollen.
  6. Die Stränge zu einem Zopf verknoten oder miteinander verdrehen.
  7. Dann zu einem Nest formen und eine Eierschalenhälfte reindrücken. Lasst ruhig ein etwas größeres Loch in der Mitte, da der Teig im Ofen noch aufgehen wird.
  8. Die weiteren Teile auch zu Nestern formen.
  9. 1 Eigelb mit 1 EL Milch verrühren und die Nester damit einpinseln. Ggf. mit Hagelzucker oder Deko nach Wahl bestreuen.
  10. Die Nester etwa 20 Minuten bei 180° Umluft backen.        

Karottenkuchen – Osterbrunch 2020 Teil 1

Hier nun das 1. Rezept vom Osterbrunch 2020. Ich wünsche euch schöne Feiertage (auch wenn sie dieses Jahr wohl anders ausfallen werden). Bleibt zu Hause und bleibt gesund.

Schaut euch auch unbedingt die Rezepte der anderen teilnehmenden Blogs an.

Zutaten für den Teig

  • 350 g fein geriebene Karotten
  • 225 g weiche Butter (plus Butter zum Einfetten)
  • 200 g Rohrzucker
  • 175 g (Vollkorn)Mehl
  • 4 Eier (getrennt)
  • 150 g gemahlene Walnüsse/Mandeln/Haselnüsse
  • 1/2 Orange (Saft und abgeriebene Schale)
  • 2 TL Backpulver
  • 1-2 TL Zimt
  • 1 Messerspitze Muskat
  • 1 Prise Salz

Zutaten für den Frischkäseüberzug

  • 250 g Frischkäse
  • 125 g weiche Butter
  • 50 g Puderzucker
  • 1/2 Orange (Saft und abgeriebene Schale)

Deko nach Wunsch

  • getrocknete Blüten, geraspelte Karotten, Orangenzeste, Marzipan, Schokoeier…

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 180° (160° Umluft) vorheizen.
  2. Eine Springform (Ø 26 cm) einfetten und mit Backpapier auslegen.
  3. Die Butter mit dem Zucker schaumig rühren.
  4. Eigelb, Organgensaft und Organgenabrieb hinzugeben und alles verrühren.
  5. Mehl, Backpulver, Salz, Gewürze und Nüsse hinzugeben und alles gut vermengen.
  6. Das Eiweiß zu Schnee schlagen und vorsichtig unterheben.
  7. Zum Schluss die Karotten hinzugeben und alles gut verrühren.
  8. Den Teig in die vorbereitete Backform geben und den Kuchen bei 180° (160° Umluft) etwa 50-60 Minuten backen.
  9. Für das Frosting alle Zutaten miteinander verrühren und dann auf dem abgekühlten Kuchen verstreichen. Vor dem Servieren nochmal 20 Minuten kaltstellen.
  10. Den Kuchen nach Wunsch dekorieren.