Gefüllte Brezel

Am Sonntag ist es wieder so weit. Es ist Halbfasten und wir feiern hier in Luxemburg Brezelsonntag. So wie es die Tradition will, schenkt der Mann an diesem Tag seiner Geliebten eine Brezel. Falls diese seine Gefühle erwidert, schenkt sie ihm zu Ostern Ostereier, meist ein mit Pralinen gefülltes Schokoladenei. Aber aufgepasst, in Schaltjahren ist der Brauch umgekehrt. Dann schenkt die Frau dem Mann eine Brezel und bekommt hoffentlich an Ostern ein Ei zurück. Also Mädels denkt daran, auch 2020 ist ein Schaltjahr!

Das Rezept ist gar nicht so schwer, also traut euch ruhig ran. Bei der Füllung könnt ihr variieren und zum Beispiel auch eine Nuss-Marzipanmischung nehmen.

Zutaten für den Teig

  • 500 g Mehl + Mehl zum Ausrollen
  • 200 ml Milch (Zimmertemperatur)
  • 1 Würfel Hefe (Zimmertemperatur)
  • 40 g Zucker
  • 50 g weiche Butter
  • 2 Eier
  • 1/2 TL Salz
  • Abrieb von einer kleinen Zitrone
  • 250 g gefrorene Butter (legt die Butter etwa 30 Minuten in den Gefrierschrank)

Zum Bestreichen

  • 50 g flüssige Butter
  • 30 g gehobelte Mandeln
  • Zuckerguss: 120 g Puderzucker mit 2 EL Wasser verrühren

Für die Füllung

  • 150 g Haselnusscrème
  • 50 g Haselnüsse (gemahlen oder gehackt)

Die Angaben ergeben 2 große Brezeln (2 Bleche)

Zubereitung

  1. Die Hefe zusammen mit dem Zucker in der Milch auflösen und etwa 10 Minuten stehen lassen.
  2. Nun alle weiteren Zutaten bis auf die gefrorene Butter etwa 4 Minuten zu einem glatten Teig verkneten.
  3. Den Teig zugedeckt etwa 30 Minuten im Kühlschrank gehen lassen.
  4. Den Teig in 6 teilen und jedes Teil auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem etwa 1 cm dicken Rechteck (ca. 22 x 17 cm) ausrollen.
  5. Nun das erste Rechteck nehmen und gefrorene Butter drüber raspeln bis alles bedeckt ist. Das nächste Rechteck drauflegen und wieder mit geraspelter Butter bestreuen. So weiterfahren mit den nächsten Stücken. Auf das letzte kommt jedoch keine Butter mehr. Tipp: Ihr müsst schnell arbeiten, damit alles schön kalt bleibt. Ggf. die Butter nochmal kurz in der Gefriertruhe kühlen. (Bild 1)
  6. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche nun längs ausrollen (ca. 40 x 20 cm) und das untere Ende zur Mitte falten, nun das obere Ende ganz nach unten falten. (Bild 2)
  7. Dann den Teig für etwa 15 Minuten in Frischhaltefolie eingewickelt in den Kühlschrank legen.
  8. In der Zwischenzeit den Ofen auf 160° Umluft vorheizen.
  9. Nun den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 5 mm dick zu einem Rechteck ausrollen (ca. 55×30 cm)
  10. Dann den Teig längs teilen und beide Teile mit der Nussnougatcrème mittig bestreichen und mit den gemahlenen Haselnüssen bestreuen. (Bild 3)
  11. Nun werden beide Brezeln einzeln geformt. Dazu jeden Streifen längs aufrollen. Nun jede Rolle einzeln verdrehen und gleichzeitig lang ziehen bis ihr eine etwa 1 m lange Teigrolle habt. Dann auf zwei mit Backpapier belegten Blechen den Teig zu Brezeln formen. (Bild 4). Bedenkt bitte, dass die Brezel im Ofen noch aufgehen und macht ruhig etwas größere Löcher. Bei mir haben sich die Löcher nämlich beim Backen etwas verschlossen;)
  12. Die Brezeln nun mit der flüssigen Butter bestreichen und mit den gehobelten Mandeln bestreuen.
  13. Im Ofen bei 160° Umluft die Brezeln einzeln jeweils 25-30 Minuten backen.
  14. Die fertigen Brezeln etwas abkühlen lassen und dann zum weiteren Abkühlen auf ein Gitter geben.
  15. Die noch warmen Brezeln mit Zuckerguss beträufeln.
  16. Nun nur noch die Brezel dem Liebsten schenken oder selbst aufessen;)

Ofen-Berliner

Zu Karneval gehören kleine Naschereien einfach dazu. Heute zeige ich euch, wie ihr ganz schnell leckere Berliner zubereiten könnt. Und das ganz einfach im Ofen. Füllen könnt ihr die Berliner entweder mit Marmelade, Zwetschgenmus, Schokoaufstrich oder auch Pudding.

Weitere Rezepte passend zum Karneval findet ihr hier: http://www.mypickedfood.lu/fueskichelcher-karnevalsgebaeck/

Zutaten

  • 500 g Mehl
  • 250 ml Milch
  • 60 g Zucker
  • 80 g Butter + Butter zum Einfetten der Formen
  • 2 Eier
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 1 Prise Salz
  • Puderzucker
  • Füllung nach Wahl
Ofenberliner aus der Muffinform

Zubereitung

  1. Milch leicht erwärmen und die Hefe darin auflösen.
  2. Mehl, Eier, 50 g Butter in Stückchen, Zucker, Salz und die Milch mit der Hefe in eine Schüssel geben und alles gut verrühren.
  3. Den Teig mit einem Tuch abdecken un d etwa 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.
  4. Eine Muffinform einfetten und den Teig auf die Mulden (4/5 voll) verteilen. Den Teig weitere 20 Minuten gehen lassen. (Alternativ könnt ihr auch mit bemehlten Händen und mit Hilfe von 2 EL Kugeln formen und diese auf zwei mit Backpapier belegte Bleche legen. Falls der Teig zu klebrig ist, ruhig noch etwas Mehl hinzunehmen. Legt die Bällchen nicht zu nah beieinander, da sie im Ofen noch aufgehen.)
  5. Den Ofen auf 160° Umluft vorheizen.
  6. Die restliche Butter (30 g) schmelzen und die Berliner damit bepinseln.
  7. Etwa 17 – 20 Minuten im Ofen backen.
  8. Die abgekühlten Berliner mit einem Messer durchschneiden und mit gewünschter Füllung bestreichen oder die Füllung mit einer Küchenspritze/Spritztülle in die Berliner geben.
  9. Mit Puderzucker bestreuen und servieren.
Ofenberliner vom Backblech

Vegane ApfelPfannkuchen

Wie ihr wahrscheinlich wisst, ist am kommenden Sonntag „Liichtmëssdag“. Bei unseren französischen und belgischen Nachbarn ist es ein Brauch an diesem Tag Crêpes (Pfannkuchen) zu servieren. Die runde Form sowie die gelbe Farbe der Pfannkuchen sollen an ein baldiges Ende des Winters und an den herannahenden Frühling erinnern. Bei uns in Luxemburg gibt es diese Tradition der Pfannkuchen am 2. Februar zwar (noch) nicht, aber warum sollten wir uns nicht auch zu „Liichtmëssdag“ einen leckeren Pfannkuchen gönnen.

Ich denke jeder hat bereits sein eigenes Lieblingspfannkuchen Rezept, daher stelle ich euch heute eine leckere Alternative ohne tierische Produkte vor, die den traditionellen Pfannkuchen in nichts nachsteht.

Wer es lieber herzhafter mag, sollte sich meine Koreanischen Gemüsepfannkuchen nicht entgehen lassen.

Viel Spass beim Nachkochen, Essen und „Liichte goen“.

Zutaten

  • 200 g Dinkelmehl (oder anderes Mehl)
  • 150 ml Dinkeldrink (oder alternativen Milchersatz)
  • 150 ml Apfelsaft
  • 1 Apfel
  • 2 EL Zucker oder Sirup
  • 2 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • Pflanzenöl zum Braten
  • Topping nach Wahl: Zucker, getrocknete Früchte, Nüsse, Sirup….

Die Zutaten ergeben 4 mittelgroße Pfannkuchen.

Zubereitung

  1. Mehl, Dinkeldrink, Apfelsaft, Zucker, Backpulver und Salz  mit einem Mixer zu einem glatten  Teig verrühren.
  2. Den Apfel entkernen und in dünne Scheiben schneiden. Die Scheiben vierteln.
  3. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und Teig in die Pfanne geben. Die Apfelstücke in den Teig drücken.
  4. Nach etwa 2 Minuten den Pfannkuchen wenden und weitere 2 Minuten erhitzen.

Ostereier natürlich gefärbt

Diese Rezepte sind im Rahmen der RTL Tele Lëtzebuerg Reportage (vom 17.04.2019) entstanden.

Bald ist Ostern und zu diesem Fest gehört bekanntlich das Ostereierfärben dazu. Warum nicht dieses Jahr auf künstliche Farben verzichten und die Eier mit selbstgemachten Farben färben?

Man kann die Ostereier kalt oder heiß färben. Ich bevorzuge das Kaltfärben, da bei dieser Methode die Eier nicht so lange in der heißen Farbe liegen müssen und so nicht zu trocken werden. Außerdem eignet sich das Kaltfärben besser für Kinder. Schließlich können die Eier auch eher reißen, wenn sie in das heiße Wasser gegeben werden.

Kaltfärben:

1. Eier 10 Minuten hart kochen. Damit die Eier nicht platzen, am besten Eier mit Raum-Temperatur benutzen und sie dann gleich in lauwarmes Wasser geben. Sobald das Wasser mit Kochen anfängt 10 Minuten rechnen. Dem Wasser 2 EL Essig pro Liter hinzufügen, dann nehmen die Eier die Farbe nachher besser an.

2. Nun werden die Farbsude vorbereitet. Für jeweils 1 Liter Wasser braucht man:

rot-braun: 250 g Rote Beete kleingeschnitten, 40 Minuten einkochen oder alternativ Rotebeete-Saft

blau: 250 g Rotkohl kleingeschnitten, 40 Minuten einkochen

gelb-orange:  3 EL Kurkumapulver, 10 Minuten einkochen

grün: 250 g Spinat, 40 Minuten einkochen

braun: 35 g rote Zwiebelschalen, 40 Minuten einkochen

Die Zutaten werden jeweils in Wasser eingekocht und der Sud anschließend durch ein Sieb gefiltert (Kurkumapulver muss nicht gefiltert werden).

gefärbt mit Zwiebelschalen, Rotkohl und Kurkuma (v.l.n.r.)

3. Die abgekühlten Eier mindestens 30 Minuten in den abgekühlten Sud geben. Für intensivere Farben kann man sie auch über Nacht ziehen lassen.

4. Damit die Farben nachher kräftiger und leuchtender werden, die getrockneten Eier mit etwas Speiseöl einreiben.

Heißfärben

Beim Heißfärben wird zuerst der Sud hergestellt (Punkt 2), dann werden die rohen Eier in den Sud gegeben und etwa 8 Minuten mitgekocht. Anschließend werden die Eier vom Herd genommen und bleiben bis zur gewünschten Farbintensität für mindestens weitere 20 Minuten im Sud.

Als Dekoration habe ich 4 verschiedene Techniken benutzt.

1. Zum einen habe ich auf die Eier vor dem Eintauchen in die Farbe Streifen aus Masking Tape (Washi Tape) geklebt, die nach dem Trocknen entfernt wurden (oben links).

2. Zum anderen habe ich Gummiband um die Eier gemacht, das auch nach dem Trocknen entfernt wurde (oben rechts).

3. Auf das Ei unten links wurde vor dem Eintauchen in die Farbe ein Blatt auf das Ei gelegt. Das Ei wurde dann in ein Stück Strumpfhose gelegt, welches auf beiden Seiten fest verknotet wurde, so dass das Blatt fest am Ei haften blieb.

4. Auf dem Ei unten rechts wurden nach dem Färben Punkte gemalt. Dazu habe ich Wattestäbchen mit Zitronensaft getränkt. Der Zitronensaft ätzt die Farbe weg, so dass man mit dieser Technik beliebige Muster auf die Eier malen kann.

BLING-BLING-Eier

Hier das Rezept von den Bling-Bling-Eiern aus der RTL Tele Lëtzebuerg Reportage vom 17.4.2019.

Man mag es kaum glauben, aber diese Eier kommen völlig ohne künstliche Farben aus. Ihr braucht nur Rotwein und Zucker und schon könnt ihr eure Freunde und Familie zum Osterfest mit diesen tollen Ostereiern überraschen.

Zutaten:

  • 1 Flasche Rotwein (0,75 l)
  • 100 g Zucker
  • 6 rohe Eier

Zubereitung:

  1. Den Wein und den Zucker in einen Topf geben und verrühren.
  2. Die Eier vorsichtig hinzugeben.
  3. Alles 10 Minuten kochen lassen.
  4. Den Topf vom Herd nehmen und die Eier noch 12 – 24 Stunden im Rotwein liegen lassen. Dabei gelegentlich mit einem Löffel umrühren.
  5. Die Eier mit einer Schaumkelle rausnehmen und auf einem Küchenkrepp oder besser noch im Eierbecher trocknen lassen (nicht mit den Fingern anfassen, da sich der Zucker sonst lösen kann).
  6. Die Eier beginnen erst nach dem Trocknen mit funkeln!

Fueskichelcher – Karnevalsgebäck

Alaaf! Heute zeige ich euch mal wieder ein typisch luxemburgisches Traditionsrezept. Letztes Wochenende habe ich zwei verschiedene Sorten „Fueskichelcher“ ausprobiert. Beide Rezepte habe ich in der Rezeptesammlung meiner Oma gefunden. Zuerst habe ich die sogenannten „Nonnefäscht – Nonnenfürze“ ausprobiert. Danach gab es noch Teigknoten, „Verwuerelter“ genannt, was so viel wie „Verdrehte“ heißt. Die Nonnenfürze werden mit frischer Hefe gemacht und schmecken besonders luftig. Die Knoten haben eine festere Konsistenz und sind mit Backpulver gemacht. Ich kann mich bisher noch nicht so richtig entscheiden, welche besser sein sollen. Beide schmecken sehr lecker, aber völlig unterschiedlich und gehören hier in Luxemburg auf jeden Fall zur Karnevalszeit hinzu.

Nonnefäscht

Zutaten:

  • 500 g Mehl
  • 5 Eier (getrennt)
  • 250 ml lauwarme Milch
  • 120 – 160 g Zucker (je nach Geschmack, ich bevorzuge 160 g)
  • 2 Würfel frische Hefe
  • 2 EL Speiseöl (geschmacksneutral)
  • Prise Salz
  • Puderzucker zum Bestreuen
  • Frittierfett

Zubereitung:

  1. Die Hefe zusammen mit einem Esslöffel Zucker in der Hälfte der Milch (125 ml) verrühren. Dann zugedeckt an einen warmen Ort (neben die Heizung/Ofen) stellen.
  2. Mehl, Eigelb, Zucker, Öl, Salz und den Rest Milch zu einem glatten Teig verrühren.
  3. Eiweiß zu Schnee schlagen.
  4. Nachdem die Hefe etwa 15 Minuten geruht hat, kann man sie zum Teig geben.
  5. Zum Schluss noch vorsichtig den Eiweißschnee unterheben.
  6. Den Teig an einem warmen Ort hochgehen lassen, bis er Blasen wirft (etwa 1 Stunde).
  7. Danach das Frittierfett in der Fritteuse oder in einem Topf erwärmen. Das Fett soll etwa 170°-180° heiß sein. Um zu wissen ob das Fett heiß genug ist, kann man einen Schaschlikspieß oder einen Holzlöffelstiel ins Fett stecken. Das Fett ist heiß, wenn sich kleine Blasen bilden.
  8. Den Teig mit einem Esslöffel portionsweise ins Fett tauchen. Die Kugeln goldbraun backen (ggf. drehen), herausnehmen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen.
  9. Noch lauwarm mit Puderzucker bestreuen.

Verwuerelter

Zutaten:

  • 500 g Mehl
  • 3 Eier
  • 125 ml Sahne
  • 125 g Butter
  • 125 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 3/4 Päckchen Backpulver
  • Puderzucker zum Bestreuen
  • Frittierfett

Zubereitung:

  1. Die Eier mit dem Zucker schaumig rühren.
  2. Sahne und weiche Butter hinzufügen.
  3. Mehl, Backpulver und Vanillezucker hinzugeben und zu einem glatten Teig kneten. Der Teig sollte nicht zu fest, aber auch nicht zu klebrig sein. Man muss ihn ohne Kleben gut ausrollen können.
  4. Den Teig dann etwa 1 cm dick ausrollen und Steifen von 12 x 1,5 cm schneiden. Diese dann leicht rollen und zu einem Knoten verschlingen.
  5. Das Fett auf 170°-180° erhitzen und die Knoten goldbraun backen.
  6. Die Knoten herausnehmen und auf Küchenkrepp abkühlen lassen.
  7. Noch lauwarm mit Puderzucker bestreuen.

Ostereier färben mit Naturfarben

In knapp einer Woche ist Ostern und zu diesem Fest gehören nun mal auch die buntgefärbten Ostereier. Dieses Jahr habe ich erstmals versucht Eier mit natürlichen Farben aus Gemüse und anderen Pflanzen zu färben. Nach einigen Fehlversuchen hat es auch schließlich gut geklappt. Das Problem war, dass ich anfangs nur braune Eier hatte, diese aber vor allem die grüne und gelbe Farben kaum angenommen haben und lediglich etwas dunkler wurden.

Meinen ersten Versuch startete ich mit braunen Eiern und verschiedenen Farbsuden (Giersch aus Mutters Garten, Karotten, Rotkohl und  Löwenzahnblüten). Der Giersch und die Löwenzahnblüten färbten die braunen Eier jedoch kaum, auch die weißen Eier hatten nachher keine schöne Färbung. Der Rotkohl gab sowohl auf den weißen als auch auf den braunen Eiern eine schöne blaue Farbe. Zum Karottensud habe ich noch etwas Kurkuma gegeben, so dass sich dieser Sud auch gut zum Färben eignet.

Schließlich habe ich noch einen Sud aus Rote Beete und einen weiteren aus Spinat gemacht. Rote Beete ist auf beiden Eiersorten super schön geworden. Spinat eignet sich nur für weiße Eier.

Als Dekoration habe ich 4 verschiedene Techniken benutzt.

Zum einen habe ich auf die Eier vor dem Eintauchen in die Farbe Streifen aus Masking Tape (Washi Tape) geklebt, die nach dem Trocknen entfernt wurden (oben links).

Zum anderen habe ich Gummiband um die Eier gemacht, das auch nach dem Trocknen entfernt wurde (oben rechts).

Auf das Ei unten links wurde vor dem Eintauchen in die Farbe ein Blatt auf das Ei gelegt. Das Ei wurde dann in ein Stück Strumpfhose gelegt, welches auf beiden Seiten fest verknotet wurde, so dass das Blatt fest am Ei haften blieb.

Auf dem Ei unten rechts wurden nach dem Färben Punkte gemalt. Dazu habe ich Ohrstäbchen mit Zitronensaft getränkt. Der Zitronensaft ätzt die Farbe weg, so dass man mit dieser Technik beliebige Muster auf die Eier malen kann.

Hier nochmal alle Schritte im Detail.

  1. Eier 10 Minuten hart kochen. Damit die Eier nicht platzen, am besten Eier mit Raum-Temperatur benutzen und sie dann gleich in lauwarmes Wasser geben. Sobald das Wasser mit Kochen anfängt 10 Minuten rechnen. Dem Wasser 2 EL Essig hinzufügen, dann nehmen die Eier die Farbe nachher besser an.
  2. Nach dem Kochen die Eier unter kaltem Wasser abschrecken.
  3. Die Sude werden mit unterschiedlichen Gemüsen, Pflanzen oder anderen natürlichen Zutaten gemacht. Die Pflanzenteile werden in Wasser eingekocht und der Sud anschließend durch ein Sieb gefiltert wird.
  4. Hier die Zutaten welche ich benutzt habe und welche ich weiterempfehlen kann. Natürlich gibt es noch ganz viele andere natürliche Zutaten mit denen ihr färben könnt (Tee, Gemüse, Zwiebelschalen,…).
    für 1 L Wasser:
    rot-braun: 250 g Rote Beete kleingeschnitten, 40 Minuten einkochen
    blau: 250 g Rotkohl kleingeschnitten, 40 Minuten einkochen
    gelb-orange: 250 g Karotten kleingeschnitten, 2 EL Kurkuma, 40 Minuten einkochen
    grün: 250 g Spinat, 40 Minuten einkochen
  5. Die abgekühlten Eier mindestens 30 Minuten in den abgekühlten Sud geben. Für intensivere Farben kann man sie auch über Nacht ziehen lassen.
  6. Damit die Farben nachher kräftiger und leuchtender werden, die getrockneten Eier mit etwas Speiseöl einreiben.

Und nun viel Spaß beim Eiertitschen (lux. „Eeërtécken), einem Brauch, den es unter anderem in Luxemburg gibt, bei dem es darum geht, das Ei seines Mitspielers mit seinem eigenen Ei durch Zusammenstoßen zu zerbrechen.

Dreikönigskuchen

In 3 Tagen ist es wieder soweit. Auch wenn in Luxemburg, im Gegensatz zu einigen anderen Ländern, der Dreikönigstag kein gesetzlicher Feiertag ist, werden auch hier in vielen Familien Dreikönigskuchen auf den Tisch kommen. Woher der Brauch genau stammt ist nicht ganz klar. Man geht davon aus, dass  bereits in der römischen Antike im 5. Jahrhundert vor Christus anlässlich eines Volksfestes zu Ehren des Gottes Saturn Kuchen mit einer versteckten Bohne verteilt wurden.  Auch wenn wir heute in den Kuchen keine Bohnen mehr finden, sondern meist unterschiedliche Figuren, war der Brauch der gleiche. Wer die Bohne fand, konnte sich einen Tag als König feiern lassen. Heute gibt es in den verschiedenen Ländern unterschiedliche Kuchen. In Luxemburg und im Nordfrankreich gibt es die „galette des rois“ eine Torte aus Blätterteig mit Marzipanfüllung. Im Süden Frankreich gibt es einen Kuchen der aus Briocheteig hergestellt wird und mit kandierten Früchten dekoriert wird. Ähnliche Kuchen gibt es auch in Portugal und in Spanien. In der Schweiz gibt es einen blütenförmigen Kuchen aus Hefeteig. Selbst in Griechenland und in Mexiko kann man Dreikönigskuchen finden. Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Dreikönigskuchen

Ich habe mich für den in Luxemburg typischen Kuchen aus Blätterteig mit Marzipanfüllung entschieden. Das Rezept ist kinderleicht und der Kuchen schmeckt wahrlich besser als jener aus dem Supermarkt. Falls ihr noch eine Krone brauch könnt ihr diese Vorlage benutzen. Die Vorlage entspricht einem Kinderkopfumfang, für Erwachsene einfach einige Zacken mehr aufzeichnen. Ich habe meine mit Klettband verschlossen, so dass man die Größe individuell anpassen kann.

Viel Spaß beim Nachbacken!

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Zutaten:

  • 2 runde Blätterteige
  • 200 g gemahlene Mandeln
  •  120 g Zucker
  • 100 g weiche Butter
  • 2 Eier
  • 2 EL Rum
  • 1 EL Amaretto
  • 1 Eigelb
  • 1 Figur

Die Angaben ergeben einen Kuchen von 8-10 Portionen.

Zubereitung:

  1. Den Ofen auf 210° Umluft vorheizen.
  2. Einen Blätterteig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und mit einer Gabel Löcher in den Teig stechen.
  3. Mandeln, Zucker, Butter, 2 Eier, Rum und Amaretto in einer Schüssel vermengen.
  4. Die Masse auf den Blätterteig geben und einen Rand von 2 cm frei lassen. Zur Mitte hin etwas höher ziehen.  dreikoenigskuchen3
  5. Die Figur in die Masse drücken. Am besten am Rand, so ist die Chance kleiner sie beim schneiden zu treffen.
  6. Den 2. Teig drauflegen und die Ränder gut festdrücken und anschließend einrollen.dreikoenigskuchen-4
  7. Die Ränder wieder glatt drücken und mit einer Gabel verzieren.
  8. Mit einem Messer den Kuchen dekorieren. Zum Beispiel eine Sonne. dreikoenigskuchen-5
  9. Das Eigelb mit etwas Wasser verdünnen und den Kuchen mit einem Pinsel damit einstreichen.
  10. Mit einer Gabel kleine Löcher in den Kuchen stechen und bei 210° etwa 30 Minuten backen.

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