Mariniertes Trockenfleisch

Vor einigen Wochen hatte ich das Glück, Ralph Müller kennenzulernen. Er war bei uns zu Besuch, da er mit meinem Mann eine Fortbildung für wildnis.lu angeboten hat. Ralph Müller ist Vogelsprachenexperte und Wildnislehrer und hat zudem eine eigene Wildnis- und Naturschule gegründet. Es gibt wahrscheinlich unendlich viel über ihn zu erzählen, macht euch jedoch am besten selbst ein Bild über ihn auf https://www.natur-wildnis-schule.de/ oder https://www.vogelsprache.de/.

Während seines Aufenthalts bei uns, hat Ralph mir ein Rezept von seiner Reise nach Kanada gezeigt. Er war damals ein halbes Jahr in der kanadischen Wildnis unterwegs. Dieses Trockenfleisch hat sich auf seinen Touren bewährt und schmeckt auch uns hier zu Hause sehr gut. Probiert es unbedingt mal aus.

Das Rezept findet ihr zudem in Ralphs Buch „Raus in die Wildnis“- ein tolles Buch für alle die gerne draußen in der Wildnis unterwegs sind.

Zutaten

  • 500 g dünn geschnittenes Rindfleisch für Rouladen
  • 1/2 Tasse Sojasoße
  • 4 kleine Zwiebeln
  • 6 Knoblauchzehen
  • 1/2 EL Tabasco
  • 2 EL Essig
  • 1 Tasse Smoked Barbecue Soße

Zubereitung

  1. Das Fleisch in etwa 3 cm breite Streifen schneiden.
  2. Ziebeln und Knoblauch schälen und fein pürieren.
  3. Zusammen mit den weiteren Zutaten zu einer Marinade verrühren.
  4. Dann in eine Glasschüssel etwas Marinade geben und auf dem Boden verteilen.
  5. Eine erste Schicht Fleisch hineinlegen. Dann weitere Schichten Fleisch und Marinade hinzugeben und das Fleisch am Ende mit der restlichen Marinade übergießen.
  6. Im Kühlschrank über Nacht ziehen lassen.
  7. Die Soße vom Fleisch abstreifen.
  8. Das Fleisch in einem Dörrgerät oder im Backofen bei 50 Grad etwa 7 Stunden trocknen. Wer im Backofen dörrt sollte den Stiel eines Kochlöffels in die Ofentür klemmen, damit die entstehende Feuchtigkeit entweichen kann.

Weihnachtsmenü 2020 Steckrüben-Tagliatelle mit Trüffelsauce und Parmesanchips

Nach dem Fingerfood und der Vorspeise stellen wir euch heute die Hauptspeise des Weihnachtsmenüs 2020 vor. Bei mir gibt es dieses Jahr eine vegetarische Hauptspeise, die zudem glutenfrei ist. Es handelt sich nämlich hier nicht um Tagliatelle aus Weizen- oder anderem Mehl, sondern um Gemüsetagliatelle aus Steckrüben. Das Gericht ist sehr speziell, aber Gemüsefans werden auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen. Alle anderen können die Gemüsetagliatelle natürlich auch durch richtige Tagliatelle ersetzen oder die Steckrüben-Tagliatelle als Beilage zu anderen Gerichten zubereiten. Die Steckrüben schmecken leicht nussig und harmonieren perfekt mit der Trüffelsauce.

Bevor es losgeht, hier noch die Rezepte meiner Kolleginnen:

Liebe mit Biss: Hähnchenfilet mit Geflügelfarce Kürbispüree und Pfifferlingen

Kleines Kuliversum: Polenta mit Portwein Schalotten

Zutaten

  • 500 g Steckrüben (oder 500 g Tagliatelle)
  • 1 Schalotte
  • 2 EL Butter
  • 75 ml Gemüsebrühe
  • 25 ml Weißwein
  • 200 ml Sahne
  • 2 EL Parmesan gerieben
  • 20 g schwarzer Trüffel

für die Parmesanchips

  • 80 g Parmesankäse gerieben

Zubereitung

  1. Für die Parsmesanchips den Ofen auf 180° Umluft vorheizen. Auf einem Backpabier jeweils einen gehäuften Teelöffel geriebenen Parmesan geben und flach drücken. Die Chips sollten etwas Abstand zueinander haben. Dann etwa 5 Minuten backen und abkühlen lassen.
  2. Die Steckrüben schälen und mit einem Schäler zu Tagliatelle schneiden. Ich habe meinen Schälaufsatz von der Kichtenaid benutzt.
  3. Die Hälfte der Trüffel fein hacken. Den Rest hobeln.
  4. Die Schalotte fein hacken.
  5. Butter in einer Pfanne erhitzen und die Schalotte darin glasig anschwitzen. Mit Brühe und Wein ablöschen und 2–3 Minuten etwas einköcheln lassen.
  6. Dann die Tagliatelle etwa 3-4 Minuten bissfest kochen.
  7. Nun die gehackten Trüffel, den Parmesan und die Sahne zur Sauce geben und nochmals auf kleiner Flamme etwa 5 Minuten köcheln lassen.
  8. Die Steckrübentagliatelle vorsichtig unterheben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  9. Auf Tellern anrichten und zusammen mit den Parmesanchips und den gehobelten Trüffeln servieren.

Quittengelee und Quittenbrot

Dieses Jahr bin ich zum ersten Mal in meinem Leben dazu gekommen, mich etwas näher mit dem wunderbaren Obst Quitte vertraut zu machen. Vor kurzem habe ich neben meinem Schulgebäude zwei Quittenbäume entdeckt, die dieses Jahr zahlreiche Früchte trugen und so bin ich nicht umher gekommen, mir einige davon zu pflücken. Abgesehen davon, dass Quitten einen herrlichen Duft im ganzen Haus verbreiten, kann man mit etwas Geduld daraus u.a. ein leckeres Gelee oder auch Quittenbrot zaubern. Hierbei handelt es sich um Quittenmus, welches mit Zucker vermischt auf ein Backblech gestrichen wird und dann nach dem Trocknen zu kleinen Fruchtpralinen geschnitten wird. In Portugal und Spanien, aber auch in Frankreich ist diese Nascherei sehr beliebt. Das Gelee habe ich mit weihnachtlichen Gewürzen zubereitet und habe so bereits meine ersten Gechenke für unter den Baum 😉

Heute zeige ich euch, wie ihr dieses leckere Konfekt und Quittengelee zubereiten könnt. Ihr könnt mit einer Ladung Quitten beides machen und habt sozusagen ein Zero-Waste-Rezept, bei dem ihr alles vom Obst verwerten könnt.

Quittengelee

Anmerkung: Ich habe in zahlreichen Artikeln gelesen, dass Quitten von Natur aus, v.a. im Kerngehäuse, viel Pektin enthalten und dass man Quittensaft statt mit Gelierzucker auch mit normalem Haushaltszucker zu Gelee verarbeiten kann. Bei mir hat dies leider nicht geklappt, obwohl ich den Saft mit dem Zucker und Zitronensaft sehr lange gekocht habe und auch extra die Kerngehäuse beim Kochen mitverwendet habe. Daher hier nur das Rezept mit Gelierzucker, welches beim 2. Anlauf perfekt gelang, um euch diese Panne zu ersparen;)

Zutaten

  • Quitten
  • Zitronensaft
  • Gelierzucker
  • fakultativ: Zimtstange, Sternanis, Gewürznelken

Vorbereitung des Quittensafts

  1. Wascht zunächst eure Quitten und reibt sie, wenn nötig, mit einem Küchentuch ab um den Flaum zu entfernen.
  2. Dann viertelt ihr die Quitten und entfernt nur den Stiel und den Blütenansatz.
  3. Die Quitten sofort in einen Topf mit Wasser und etwas Zitrone (etwa 2 EL pro kg) geben. Das Wasser sollte die Quitten knapp bedecken.
  4. Nun kocht ihr die Quitten 45 Minuten lang.
  5. Ihr habt nun die Möglichkeit den Saft gleich aufzufangen oder ihr lasst das Ganze noch für 12 bis 24 Stunden stehen um einen intensiveren Geschmack zu bekommen.
  6. Zum Auffangen könnt ihr Siebe mit einem angefeuchteten Mulltuch auslegen und den Saft in einem Topf auffangen. (Auf keinen Fall die gekochten Quittenviertel wegwerfen, die werdet ihr für das Quittenbrot brauchen.)

Vom Saft zum Gelee

  1. Einen Teil des Saftes habe ich zu einem Weihnachtsgelee verarbeitet, indem ich den Saft kurz mit 1 Zimtstange, 1 Anisstern und 1 Gewürznelke (in einem Gewürzsäckchen) aufgekocht und dann 10 Minuten ziehen gelassen habe.
  2. Den Saft kann man dann gewürzt oder ungewürzt mit Gelierzucker nach Packungsanweisung aufkochen. Je nach gewünschter Süße, könnt ihr Gelierzucker im Verhältnis 3 zu 1, 2 zu 1 oder 1 zu 1 wählen. Wobei ich persönlich die 2 zu 1 Variante bevorzuge.
  3. Macht unbedingt eine Gelierprobe, indem ihr etwas Gelee auf einen kalten Teller gibt und schaut ob er schnell fest wird und füllt dann das fertige, noch heiße Gelee in saubere, ausgekochte Gläser.

Quittenbrot

Zutaten

  • gekochte Quittenviertel
  • Zucker

Zubereitung

  1. Nun kommen die gekochten Quitten zum Einsatz. Ich habe sie einfach in die Flotte Lotte gegeben und so das Quittenmus von den Kernen und Schalen getrennt. Falls ihr keine Flotte Lotte besitzt könnt ihr das Kerngehäuse und die Kerne auch mit einem Messer entfernen. Die Schale muss nicht abgemacht werden.Die geputzten Quittenstücke könnt ihr dann mit einem Pürierstab zu Mus pürieren.
  2. Das Quittenmus abwiegen und mit der gleichen Menge Zucker vermengen.
  3. Dann etwa 45 Minuten bei kleiner bis mittlerer Hitze unter ständigem Rühren einkochen. Ihr müsst wirklich ständig rühren, sonst brennt die Masse im Topf an. Wer einen Thermomix besitzt, ist hier deutlich im Vorteil und brauch weniger Muskelkraft. Einfach alles auf 100° Stufe 4 für 55 Minuten kochen.
  4. Die fertige Masse ist jetzt orange geworden und kann nun auf ein mit Backpapier belegtes Backblech gestrichen werden (etwa 1,5 cm hoch). Ihr könnt es nun entweder 3 bis 4 Tage an der Luft oder, wenn ihr es eilig habt, im Backofen trocknen. Dabei den Backofen auf 100° Umluft stellen und etwa 3 bis 4 Stunden bei leicht geöffneter Tür trocken. Natürlich funktioniert das auch prima im Dörrautomat.
  5. Wenn alles trocken ist könnt ihr das Quittenbrot mit einem Messer in Stücke schneiden oder mit Keksausstechern Formen ausschneiden. Die fertigen Stückchen dann in Zucker oder Kokosnussflocken wenden, damit sie nicht mehr kleben und in einer Blechdose aufbewahren.

Radieschen-Rettich Kimchi

Kennt ihr eigentlich Kimchi? Kimchi ist eine typisch südkoreanische Gemüsebeilage, die überwiegend mit Chinakohl gemacht wird. Man findet aber auch zahlreiche andere Varianten (Gurken, Lauch, Rettich…). Das Gemüse wird dabei immer zuerst kurz in Salzlake eingelegt, dann abgespült und zusammen mit einer speziellen Paste aus u.a. koreanischem Chilipulver (Gochugaru) fermentiert. Diese Milchsäuregärung gibt dem Kimchi den typisch sauren Geschmack. Achtet bitte unbedingt darauf koreanisches Chilipulver zu nehmen, da auch dieses zum unverwechselbaren Geschmack beiträgt.

Die Südkoreaner essen Kimchi zu jeder Mahlzeit. Probiert doch mal Kimchi zu Bulgogi oder zu koreanischen Pfannkuchen und schon könnt ihr etwas Südkorea-Feeling erleben;)

In den letzten Wochen habe ich mich etwas mehr mit demThema Milchsäuregärung auseinandergesetzt. Falls auch ihr einen Einblick in diese spannende Welt erhalten möchtet schaut euch unbedingt auf dem Blog Wilde Fermente um. Hier erfahrt ihr jede Menge Basiswissen und findet weitere Rezepte. Traut euch ran, es lohnt sich.

Zutaten

  • 1 kg Radieschen/Rettich gemischt
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1/2 Apfel
  • 3 EL Fischsauce
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 kleines Stück Ingwer
  • 50 ml Wasser
  • 1 EL Reismehl
  • 3-4 EL Koreanisches Chilipulver
  • 2 EL unraffiniertes/jodfreies Meersalz
  • 2 EL Zucker

Zubereitung

  1. Die Radieschen in kleine Würfel/Stücke (ca. 2cm) schneiden.
  2. Die Radieschen mit Zucker und Salz in eine Schüssel geben und etwa 1 Stunde ziehen lassen.
  3. Die Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden.
  4. Apfel und Zwiebel schälen und vierteln. Knoblauch und Ingwer schälen. Dann alles zusammen mit der Fischsauce sehr fein pürieren.
  5. Das Reismehl mit dem Wasser vermischen und unter Rühren etwa eine Minute erhitzen (oder in der Mikrowelle erwärmen).
  6. Den Reismehlbrei zur Basispaste (Siehe Punkt 4 ) geben und zusammen mit den Chiliflocken gut verrühren.
  7. Nach etwa 1 Stunde die Radieschen in ein Sieb geben (2 EL Salzlake auffangen) und unter fließendem Wasser gut abspülen. Sie sollten angenehm salzig schmecken.
  8. Nun die Radieschen zusammen mit den Frühlingszwiebeln und den 2 EL Lake zur Paste geben und gut vermengen (am besten mit Einweghandschuhen).
  9. Alles in ein Bügel- oder Fermentierglas geben und gut festdrücken, es sollten keine Freiräume mehr zwischen den Radieschen sein und 2-4 Tage bei Raumtemperatur an einem dunklen Ort fermentieren lassen.
  10. Anschließend im Kühlschrank aufbewahren.

Fichtenspitzen-Sirup

Der Mai ist der ideale Monat um Fichtensirup zuzubereiten. Die giftgrünen Nadelspitzen, auch Maiwipfel genannt, können nun leicht erkannt und geerntet werden. Passt auf, dass es auch wirklich Fichten sind und verwechselt sie nicht mit der giftigen Eibe, welche weichere und biegsamere Nadeln hat als die Fichte. Bitte erntet nicht alles von einem Baum, sondern immer ein bisschen von verschiedenen Fichten, damit ihr dem Baum keinen großen Schaden zufügt.

Der Sirup ist ideal gegen Husten und kann sowohl pur als auch im Tee eingenommen werden. Er kann auch zum Verfeinern und Süßen von Desserts, Eis oder Dressings benutzt werden.

Zutaten

  • Fichtenspitzen (z.B. 200 g)
  • die doppelte Menge an (Rohr)Zucker (z.B. 400 g)

Zubereitung

  1. Die Fichtenspitzen waschen und etwas an der Luft trocknen lassen.
  2. Dann Fichtenspitzen und Zucker in einem Einmachglas schichten. Zuerst eine Schicht Nadeln, dann Zucker und so weiter. Die Zuckerschichten sollten etwa doppelt so hoch wie die Nadelschichten sein. Als obere Schicht kommt Zucker.
  3. Etwa 2 bis 3 Wochen (bis der Zucker zu Sirup wurde) an einem warmen Ort ziehen lassen.
  4. Nun könnt ihr den Sirup filtern und in einer dunklen Flasche lagern.

SchnittlauchKnospen – „Kapern“

Dieses Jahr bin ich endlich dazu gekommen die Schnittlauchknospen zu „Kapern“ einzulegen, bevor sie zu blühen beginnen. Das Rezept ist super einfach und ihr habt einen tollen Kapernersatz aus dem heimischen Garten.

Zutaten

  • eine handvoll Schnittlauchblütenknospen
  • 80 ml Essig (Weißwein oder Apfelessig)
  • 1/2 TL Senfkörner
  • 4 Pfefferkörner
  • 1 TL Honig
  • 1 kleines Lorbeerblatt
  • 1 gute Prise Salz

Die Angaben beziehen sich auf ein kleines Glas von 100 ml.

Zubereitung

  1. Die Schnittlauchknospen waschen.
  2. Gläser vorbereiten (Deckel und Glas auskochen).
  3. Alle Zutaten bis auf die Schnittlauchknospen kurz aufkochen lassen.
  4. Die Knospen in das Glas geben und mit dem heißen Essiggemisch übergießen.
  5. Das Glas verschließen und kühl und trocken lagern.
  6. Nach ca. 3 Wochen könnt ihr die „Kapern“ verwenden und genießen. Geöffnete Gläser sollt ihr im Kühlschrank aufbewahren.

Osternester – Osterbrunch 2020 Teil 2

Hier nun das 2. Rezept vom Osterbrunch 2020. Ich wünsche euch schöne Feiertage (auch wenn sie dieses Jahr wohl anders ausfallen werden). Bleibt zu Hause und bleibt gesund.

Schaut euch auch unbedingt die Rezepte der anderen teilnehmenden Blogs an.

Die Osternester könnt ihr nach Wunsch entweder herzhaft oder süß zubereiten. Ich persönlich mag am liebsten die herzhafte Version mit Rosmarin. Dieses esse ich dann lauwarm mit Frischkäse oder etwas Butter, mmmmmmhhhh…. Die Osternester lassen sich ruckzuck zubereiten und da sie keine Hefe enthalten, muss der Teig nicht noch längere Zeit gehen. Sie schmecken am besten frisch aus dem Ofen, können aber auch einen Tag lang in einer Dose aufbewahrt werden und dann wieder kurz im Ofen aufgefrischt werden.

Tipp: Zur Frage ob das Ei roh oder gekocht, gefärbt oder ungefärbt in die Nester kommt, bevor sie in den Ofen wandern, gibt es zahlreiche Meinungen. Von zu durch über abfärbende Farbe bis hin zu gerissenen Eiern usw. . Ich persönlich habe einfach leere Eierschalenhälften in den Teig gegeben und diese dann nach dem Backen mit meinen fertigen Ostereiern ausgewechselt. So hat man ein perfekt gekochtes Ei und man hat schöne Osternester, in die die Eier perfekt reinpassen.

Falls ihr noch ein Rezept zum Ostereier-natürlich-färben braucht, schaut euch doch mal hier um.

Zutaten für den Grundteig

  • 300 g Mehl (Weizen oder 150 g Weizen /150 g Dinkel)
  • 2 TL Backpulver
  • 150 g Magerquark
  • 6 EL Milch
  • 6 EL Öl (geschmacksneutral z.B. Rapsöl)
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz

Für die süße Variante

  • 60 g Zucker und 1/2 – 1 Päckchen Vanillezucker
  • eventuell noch Schokotropfen

Alternativ für die herzhafte Variante

  • 2 – 3 EL getrocknete oder frische Kräuter nach Wunsch
  • 1 TL Salz

Zum Besteichen

  • 1 Eigelb
  • 1 EL Milch

Zum Dekorieren

  • 6 gefärbte Eier (6 Eierschalenhälften zum Backen siehe Tipp oben)
  • eventuell Hagelzucker, Mandeln…

Die Zutaten reichen für 6 kleine Osternester.

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 180° Umluft vorheizen.
  2. Alle Zutaten für den Grundteig plus die Zutaten für eure gewählte Variante (süß oder herzhaft) zu einem glatten Teig rühren. Nicht zu lange rühren, sonst wird der Teig zu zäh und lässt sich nicht so gut verarbeiten.
  3. Den Teig dann in 6 teilen.
  4. Nun ein Teil nehmen und dieses wiederum in 2 (wenn ihr den Teig nur drehen wollt) oder 3 (wenn ihr Zöpfe machen wollt) teilen.
  5. Diese Teile dann zu etwa 20 cm langen Strängen rollen.
  6. Die Stränge zu einem Zopf verknoten oder miteinander verdrehen.
  7. Dann zu einem Nest formen und eine Eierschalenhälfte reindrücken. Lasst ruhig ein etwas größeres Loch in der Mitte, da der Teig im Ofen noch aufgehen wird.
  8. Die weiteren Teile auch zu Nestern formen.
  9. 1 Eigelb mit 1 EL Milch verrühren und die Nester damit einpinseln. Ggf. mit Hagelzucker oder Deko nach Wahl bestreuen.
  10. Die Nester etwa 20 Minuten bei 180° Umluft backen.        

Gebackener Rotkohl mit Ziegenkäse

Rotkohl ist ein typisches Herbst- und Wintergemüse und wird meist gekocht als Beilage zu deftigen Fleischgerichten serviert. Auch im Rohkostsalat schmeckt Rotkohl vorzüglich. Wusstet ihr aber auch, dass ihr ihn im Ofen zubereiten könnt? Gebackener Rotkohl mit Ziegenkäse ist mein absolutes Lieblingsrotkohlgericht und auch ihr solltet es unbedingt mal ausprobieren.

Zutaten

  • ein kleiner Rotkohl
  • 4 Scheiben Ziegenkäse
  • 8 Walnüsse
  • 4 EL Honig (flüssig)
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 EL Zitronensaft
  • Kräuter nach Wunsch (z.B. Thymian, Rosmarin, …)
  • Salz, Pfeffer

Die Zutaten ergeben 4 Portionen. Ein Rotkohl reicht je nach Größe für 6 bis 8 Scheiben.

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 160° Umluft vorheizen.
  2. Die äußeren Blätter des Rotkohls entfernen.
  3. Vom Rotkohl 4 Scheiben abschneiden.
  4. Die Scheiben auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
  5. Öl, Zitronensaft und Kräuter mischen und die Rosenkohlscheiben damit bestreichen.
  6. Die Scheiben salzen und pfeffern und bei 160° Umluft im Ofen etwa 20 Minuten backen.
  7. Nach 20 Minuten den Ziegenkäse auf die Scheiben legen und weitere 5-10 Minuten backen.
  8. Vor dem Servieren die Scheiben mit Honig beträufeln und mit Nüssen garnieren.



Birnen und Feigen auf Radicchio mit Blauschimmelkäse überbacken

Kennt ihr eigentlich Radicchio? Radicchio ist eine Salatsorte die ursprünglich aus Italien kommt und wie Chicorée oder Endivien eine Kulturform der Zichorie ist. Seine rot-weißen Blätter haben einen leicht bitteren, etwas nussigen Geschmack und schmecken sowohl roh im Salat als auch gegart. Radicchio ist ein typisches Herbst-Wintergemüse und wird meist im Oktober-November geerntet.

Da der Radicchio einen eher bitter-herben Geschmack hat, passen die süßen Birnen und Feigen perfekt dazu. Der Blauschimmelkäse rundet das Gericht perfekt ab.

Zutaten

  • 1 Radicchio
  • 1 Birne
  • 2 Feigen
  • 100 g Blauschimmelkäse
  • Olivenöl
  • 1 Prise Salz, Pfeffer, Zucker

Die Angaben reichen für 2 Personen als Vorspeise oder Beilage

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 200° Umluft vorheizen.
  2. Den Radicchio putzen und die Blätter in etwas Öl kurz anschwitzen.
  3. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.
  4. Die Birnen achteln und die Feigen vierteln.
  5. Die Radicchioblätter in eine ofenfeste Form geben. Birnen und Feigen darüber verteilen und mit kleingeschnittenem Blauschimmelkäse bestreuen.
  6. Bei 200° etwa 15 Minuten backen.

Kalte Blumenkohlsuppe

Dieses Rezept ist im Rahmen des Blogevents von Jill von Kleines Kuliversum entstanden. Anlässlich ihres 3-jährigen Blogjubiläums hat sie ein Event zum Thema „vegetarisch grillen“ organisiert. Zu ihrer vegetarischen Grillparty gehören für die passionierte Bloggerin neben „Leckereien, die auf dem Grill landen auch Getränke, Beilagen, Salate und Desserts“. Wie wäre es also mit einem kleinen Süppchen zum Aperitif.

Die Suppe könnt ihr ganz leicht am Vortag vorbereiten, indem ihr den Blumenkohl kocht und die Brühe und den fertigen Blumenkohl über Nacht abkühlen lasst. Am kommenden Tag müsst ihr nur noch alle Zutaten pürieren und schon habt ihr eine leckere Erfrischung für heiße Grillfeiern. Ich habe der Suppe etwas Holunderblütensirup hinzugefügt und war überrascht, wie sehr der Blumenkohl hiermit harmoniert. Wenn ihr jedoch Holunderblütensirup nicht mögt oder keinen habt, könnt ihr die Suppe auch problemlos ohne diesen zubereiten. Bei den Flüssigkeiten könnt ihr auch variieren, entweder ihr nehmt Sojasahne oder normale Sahne oder ihr nehmt „Crème frâiche“ und etwas mehr Brühe. Auch könnt ihr weitere Kräuter mitpürieren oder unter die Suppe mischen, wenn ihr wollt.

Zutaten

  • 1 kleiner Blumenkohl oder 1/2 großer
  • Gemüsebrühe (das Rezept für selbstgemachte Würzpaste findet ihr hier)
  • 1 Zwiebel
  • 100 ml Sojasahne/Schlagsahne
  • 2-3 EL Holunderblütensirup (das Rezept gibts hier)
  • 1 Zitrone
  • Salz, Pfeffer
  • Basilikumblätter zur Deko

Zubereitung

  1. Den Blumenkohl in kleine Röschen zerteilen und waschen.
  2. Die Zwiebel schälen und vierteln.
  3. Alles in einen Topf geben und mit Gemüsebrühe bedecken.
  4. Etwa 10 Minuten garen bis der Blumenkohl weich ist.
  5. Dann die Brühe auffangen und die Brühe und den Blumenkohl kaltstellen.
  6. Wenn alles kalt ist, den Blumenkohl mit einem Teil der Brühe pürieren. Ich hatte 400 g Blumenkohl (gekocht) und habe 300 ml Brühe genommen. Dann Sahne hinzugeben. Falls es euch noch zu dickflüssig ist, könnt ihr noch etwas Brühe hinzugeben.
  7. Die Zitrone reiben und den Abrieb aufbewahren. Dann den Saft auspressen.
  8. Nun die Suppe abschmecken. Ich habe 3 EL Holunderblütensirup, 2 EL Zitronensaft, Salz und Pfeffer genommen.
  9. Die Suppe sehr kühl in kleinen Gläsern mit den Basilikumblättern und dem Zitronenabrieb servieren.