Quittengelee und Quittenbrot

Dieses Jahr bin ich zum ersten Mal in meinem Leben dazu gekommen, mich etwas näher mit dem wunderbaren Obst Quitte vertraut zu machen. Vor kurzem habe ich neben meinem Schulgebäude zwei Quittenbäume entdeckt, die dieses Jahr zahlreiche Früchte trugen und so bin ich nicht umher gekommen, mir einige davon zu pflücken. Abgesehen davon, dass Quitten einen herrlichen Duft im ganzen Haus verbreiten, kann man mit etwas Geduld daraus u.a. ein leckeres Gelee oder auch Quittenbrot zaubern. Hierbei handelt es sich um Quittenmus, welches mit Zucker vermischt auf ein Backblech gestrichen wird und dann nach dem Trocknen zu kleinen Fruchtpralinen geschnitten wird. In Portugal und Spanien, aber auch in Frankreich ist diese Nascherei sehr beliebt. Das Gelee habe ich mit weihnachtlichen Gewürzen zubereitet und habe so bereits meine ersten Gechenke für unter den Baum 😉

Heute zeige ich euch, wie ihr dieses leckere Konfekt und Quittengelee zubereiten könnt. Ihr könnt mit einer Ladung Quitten beides machen und habt sozusagen ein Zero-Waste-Rezept, bei dem ihr alles vom Obst verwerten könnt.

Quittengelee

Anmerkung: Ich habe in zahlreichen Artikeln gelesen, dass Quitten von Natur aus, v.a. im Kerngehäuse, viel Pektin enthalten und dass man Quittensaft statt mit Gelierzucker auch mit normalem Haushaltszucker zu Gelee verarbeiten kann. Bei mir hat dies leider nicht geklappt, obwohl ich den Saft mit dem Zucker und Zitronensaft sehr lange gekocht habe und auch extra die Kerngehäuse beim Kochen mitverwendet habe. Daher hier nur das Rezept mit Gelierzucker, welches beim 2. Anlauf perfekt gelang, um euch diese Panne zu ersparen;)

Zutaten

  • Quitten
  • Zitronensaft
  • Gelierzucker
  • fakultativ: Zimtstange, Sternanis, Gewürznelken

Vorbereitung des Quittensafts

  1. Wascht zunächst eure Quitten und reibt sie, wenn nötig, mit einem Küchentuch ab um den Flaum zu entfernen.
  2. Dann viertelt ihr die Quitten und entfernt nur den Stiel und den Blütenansatz.
  3. Die Quitten sofort in einen Topf mit Wasser und etwas Zitrone (etwa 2 EL pro kg) geben. Das Wasser sollte die Quitten knapp bedecken.
  4. Nun kocht ihr die Quitten 45 Minuten lang.
  5. Ihr habt nun die Möglichkeit den Saft gleich aufzufangen oder ihr lasst das Ganze noch für 12 bis 24 Stunden stehen um einen intensiveren Geschmack zu bekommen.
  6. Zum Auffangen könnt ihr Siebe mit einem angefeuchteten Mulltuch auslegen und den Saft in einem Topf auffangen. (Auf keinen Fall die gekochten Quittenviertel wegwerfen, die werdet ihr für das Quittenbrot brauchen.)

Vom Saft zum Gelee

  1. Einen Teil des Saftes habe ich zu einem Weihnachtsgelee verarbeitet, indem ich den Saft kurz mit 1 Zimtstange, 1 Anisstern und 1 Gewürznelke (in einem Gewürzsäckchen) aufgekocht und dann 10 Minuten ziehen gelassen habe.
  2. Den Saft kann man dann gewürzt oder ungewürzt mit Gelierzucker nach Packungsanweisung aufkochen. Je nach gewünschter Süße, könnt ihr Gelierzucker im Verhältnis 3 zu 1, 2 zu 1 oder 1 zu 1 wählen. Wobei ich persönlich die 2 zu 1 Variante bevorzuge.
  3. Macht unbedingt eine Gelierprobe, indem ihr etwas Gelee auf einen kalten Teller gibt und schaut ob er schnell fest wird und füllt dann das fertige, noch heiße Gelee in saubere, ausgekochte Gläser.

Quittenbrot

Zutaten

  • gekochte Quittenviertel
  • Zucker

Zubereitung

  1. Nun kommen die gekochten Quitten zum Einsatz. Ich habe sie einfach in die Flotte Lotte gegeben und so das Quittenmus von den Kernen und Schalen getrennt. Falls ihr keine Flotte Lotte besitzt könnt ihr das Kerngehäuse und die Kerne auch mit einem Messer entfernen. Die Schale muss nicht abgemacht werden.Die geputzten Quittenstücke könnt ihr dann mit einem Pürierstab zu Mus pürieren.
  2. Das Quittenmus abwiegen und mit der gleichen Menge Zucker vermengen.
  3. Dann etwa 45 Minuten bei kleiner bis mittlerer Hitze unter ständigem Rühren einkochen. Ihr müsst wirklich ständig rühren, sonst brennt die Masse im Topf an. Wer einen Thermomix besitzt, ist hier deutlich im Vorteil und brauch weniger Muskelkraft. Einfach alles auf 100° Stufe 4 für 55 Minuten kochen.
  4. Die fertige Masse ist jetzt orange geworden und kann nun auf ein mit Backpapier belegtes Backblech gestrichen werden (etwa 1,5 cm hoch). Ihr könnt es nun entweder 3 bis 4 Tage an der Luft oder, wenn ihr es eilig habt, im Backofen trocknen. Dabei den Backofen auf 100° Umluft stellen und etwa 3 bis 4 Stunden bei leicht geöffneter Tür trocken. Natürlich funktioniert das auch prima im Dörrautomat.
  5. Wenn alles trocken ist könnt ihr das Quittenbrot mit einem Messer in Stücke schneiden oder mit Keksausstechern Formen ausschneiden. Die fertigen Stückchen dann in Zucker oder Kokosnussflocken wenden, damit sie nicht mehr kleben und in einer Blechdose aufbewahren.

Glutenfreier Apfel-Lavendel-Kuchen

Bisher habe ich den getrockneten Lavendel aus dem eigenen Garten nur für Lavendelsäckchen benutzt, aber seit kurzem experimentiere ich auch in der Küche etwas mit Lavendel rum. Vor allem Apfel und Lavendel haben sich als tolle Kombination erwiesen und so ist dieses leckeres Rezept entstanden. Falls ihr Lavendel ernten wollt, passt bitte auf, dass die Pflanzen Bioqualität haben oder bereits seit einigen Jahren im Garten stehen. Die meisten neu erworbenen Pflanzen aus dem Baumarkt sind stark gespritzt und sollten daher schon etwas länger stehen. Falls ihr keinen Lavendel auftreiben könnt, schmeckt dieser Kuchen auch hervorragend ohne.

Zutaten

  • 4 Äpfel
  • 200 g Mandeln
  • 4 Eier
  • 125 g weiche Butter plus Butter zum Einfetten der Form
  • 50 gr brauner Zucker plus etwas Zucker zum Bestreuen
  • 1 TL Zimt (optional)
  • 1 TL getrocknete Lavendelblüten
  • 1 gehäufter TL Backpulver
  • 1/2 Packung Vanillezucker
  • 1 Prise Salz

Zubereitung

1) Den Ofen auf 180° Umluft vorheizen.

2) Lavendelblüten im Mörser etwas zerstoßen.

3) Alle Zutaten (bis auf die Äpfel) zu einem glatten Teig verrühren.

4) Die Äpfel schälen und in Würfel schneiden und zu dem Teig geben.

5) Den Teig in eine gefettete Backform geben und mit braunem Zucker bestreuen.

5) Bei 180° Umluft ca. 40 Minuten backen.

6) Vor dem Herausnehmen abkühlen lassen.

Mirabellen-Schoko-Mandel Tarte

Dieses Jahr gibt es wieder besonders viele Mirabellen. Daher habe ich mir ein weiteres, etwas ungewohntes Rezept überlegt. Probiert es unbedingt aus, es ist sehr einfach und genau das richtige, um euch und eure Liebsten kulinarisch zu verwöhnen. Wer möchte kann noch Vanilleeis zur lauwarmen Tarte servieren, ein Traum…..

Zutaten für den Teig

  • 200 g Mehl
  • 75 g Zucker
  • 75 g weiche Butter
  • 1 Ei
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Päckchen Vanillezucker

Zutaten für den Belag

  • 350 g Mirabellen
  • 150 g dunkele Kochschokolade
  • 2 Eier
  • 100 g weiche Butter
  • 100 g Zucker
  • 125 gemahlene Mandeln

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 180° Umluft vorheizen.
  2. Die Mirabellen waschen, halbieren und entsteinen.
  3. Alle Zutaten für den Teig vermischen und kneten. Den Teig anschließend ausrollen und in einer gebutterten Form auslegen. Den Rand mit den Fingern festdrücken. Damit er besser ausgerollt werden kann, könnt ihr den Teig auch in Folie gewickelt für 45 Minuten in den Kühlschrank legen.
  4. Die Schokolade im Wasserbad oder in der Mikrowelle schmelzen.
  5. Für die Mandelcreme Mandeln, Zucker, Butter und Eier in einer Schüssel vermengen.
  6. Die geschmolzene Schokolade auf dem Teig verteilen.
  7. Dann vorsichtig die Creme auftragen.
  8. Zum Schluss mit den Mirabellenhälften belegen und diese leicht festdrücken.
  9. Alles bei 180° Umluft ca. 40 Minuten backen. Nach der Hälfte der Zeit die Tarte mit Alufolie oder Backpapier abdecken, damit sie nicht zu dunkel wird.

Gazpacho

So einfach, aber so lecker. Diese kalte spanische Suppe ist perfekt für heiße Tage. Ihr braucht lediglich einen hochleistungsstarken Mixer und frisches Gemüse. Falls ihr Gazpacho mögt, schaut euch doch auch mein Erdbeer-Gazpacho Rezept an.

Zutaten

  • 1 kg Tomaten entkernt
  • 1 Paprika (grün, gelb oder rot)
  • 1/2 Salatgurke
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Scheiben Weißbrot
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 EL Essig (Sherry-Essig, oder anderen)
  • 1/2- 1 TL Salz
  • 1/2 TL Kreuzkümmel gemahlen
  • etwas Pfeffer
  • Topping nach Wahl: kleingeschnittenes Gemüse, Croutons, Kräuter…

Die Angaben reichen für 3-4 Portionen.

Zubereitung

  1. Das Brot entrinden und in etwas Wasser einweichen.
  2. Die Tomaten in Stücke schneiden.
  3. Die Paprika entkernen und in Stücke schneiden.
  4. Die Gurke schälen und in Stücke schneiden.
  5. Knoblauch und Zwiebel schälen und klein schneiden.
  6. Das Brot ausdrücken und nun alle Zutaten auf höchster Stufe mit dem Mixer pürieren.
  7. Die Suppe kaltstellen (etwa 3 Stunden im Kühlschrank) und mit Olivenöl und den gewünschten Toppings servieren.

Mirabellen-Soufflé

Vor knapp 2 Wochen war ich in Frankreich unterwegs und habe dort dieses leckere Mirabellen-Soufflé kennengelernt. Die Region Lothringen ist weltbekannt für ihre Mirabellen und in vielen Restaurants wird diese bekannte Spezialität angeboten. Am besten schmeckt das Soufflé mit einer Kugel Eis.

Das Soufflé muss sofort nach dem Backen serviert werden. Falls ihr das Soufflé im Voraus vorbereiten wollt, könnt ihr alles bis zu Schritt 7 bereits vorbereiten und dann im Kühlschrank aufbewahren. Ihr müsst dann später nur noch den Eischnee machen und alles verrühren.

Zutaten

  • 300 g Mirabellen
  • 60 g (brauner) Zucker
  • 4 Eiweiß
  • 1 Eigelb
  • 1 EL Mäisstärke
  • etwas Butter und 4 EL Zucker für die Formen

Die Angaben reichen für 4 Formen.

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 200° (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
  2. Die Formen buttern und mit Zucker auskleiden.
  3. Die Mirabellen waschen und entsteinen.
  4. Die Mirabellen zusammen mit dem Zucker auf niedriger Temperatur 15 Minuten unter Rühren köcheln lassen.
  5. Alles sehr fein mixen.
  6. Dann das Eigelb und die Maisstärke hinzugeben und alles schnell verrühren.
  7. Nochmals kurz unter Rühren aufköcheln lassen.
  8. Das Eiweiß zu Schnee schlagen und vorsichtig mit dem Mirabellenpüree verrühren.
  9. Alles auf die Formen verteilen (es sollte bis knapp unter den Rand gehen) und bei 200° 10 Minuten backen.
  10. Den Ofen ausmachen und einen Spalt breit öffnen. 2 Minuten warten, bevor ihr die Soufflés herausnehmt, damit sie nicht gleich durch den Temperaturunterschied zusammenfallen. Sofort servieren.

Crème de Cassis

Crème de Cassis? Noch nie gehört? Dieser Likör aus schwarzen Johannisbeeren ist die Basiszutat von Kir oder Kir Royal.

Bisher habe ich Crème de Cassis immer gekauft, dieses Jahr habe ich sie zum ersten Mal selbst angesetzt. Falls ihr schwarze Johannisbeeren im Garten habt oder beim lokalen Händler erwerben könnt, solltet ihr dieses Rezept unbedingt ausprobieren. Der Kir Royal schmeckt noch besser als sonst und die Crème de Cassis verfeinert nicht nur Cocktails, sondern passt auch zu Eis oder anderen Speisen.

Kir Royal gehört definitiv zu meinen Lieblingssommeraperitifs und ist zudem auch im Nu gemacht. Ihr braucht lediglich etwas Crème de Cassis (1-2cl pro Glas) und Sekt oder Champagner. Für Kir nimmt man statt Sekt oder Champagner einfach Weißwein.

Zutaten

  • 750 g schwarze Johannisbeeren
  • 3 Blätter vom schwarzen Johannisbeerstrauch
  • 1 Flasche Rotwein
  • Zucker (ungefähr 1 kg)

Zubereitung

  1. Die Johannisbeeren und Blätter waschen, in eine große Schüssel geben und mit einem Kartoffelstampfer etwas zerdrücken.
  2. Dann den Wein hinzugießen und alles zugedeckt an einem kalten Ort (oder im Kühlschrank) 2 bis 3 Tage ziehen lassen. Dabei jeden Tag 1x umrühren.
  3. Dann alles durch ein feines Sieb (ggf. ein Tuch) pressen und den Saft auffangen.
  4. Den Rotwein-Johannisbeersaft abwiegen und mit der gleichen Menge an Zucker kurz aufkochen lassen.
  5. Noch heiß in ausgekochte Flaschen geben und kühl und dunkel aufbewahren.

Radieschen-Rettich Kimchi

Kennt ihr eigentlich Kimchi? Kimchi ist eine typisch südkoreanische Gemüsebeilage, die überwiegend mit Chinakohl gemacht wird. Man findet aber auch zahlreiche andere Varianten (Gurken, Lauch, Rettich…). Das Gemüse wird dabei immer zuerst kurz in Salzlake eingelegt, dann abgespült und zusammen mit einer speziellen Paste aus u.a. koreanischem Chilipulver (Gochugaru) fermentiert. Diese Milchsäuregärung gibt dem Kimchi den typisch sauren Geschmack. Achtet bitte unbedingt darauf koreanisches Chilipulver zu nehmen, da auch dieses zum unverwechselbaren Geschmack beiträgt.

Die Südkoreaner essen Kimchi zu jeder Mahlzeit. Probiert doch mal Kimchi zu Bulgogi oder zu koreanischen Pfannkuchen und schon könnt ihr etwas Südkorea-Feeling erleben;)

In den letzten Wochen habe ich mich etwas mehr mit demThema Milchsäuregärung auseinandergesetzt. Falls auch ihr einen Einblick in diese spannende Welt erhalten möchtet schaut euch unbedingt auf dem Blog Wilde Fermente um. Hier erfahrt ihr jede Menge Basiswissen und findet weitere Rezepte. Traut euch ran, es lohnt sich.

Zutaten

  • 1 kg Radieschen/Rettich gemischt
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1/2 Apfel
  • 3 EL Fischsauce
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 kleines Stück Ingwer
  • 50 ml Wasser
  • 1 EL Reismehl
  • 3-4 EL Koreanisches Chilipulver
  • 2 EL unraffiniertes/jodfreies Meersalz
  • 2 EL Zucker

Zubereitung

  1. Die Radieschen in kleine Würfel/Stücke (ca. 2cm) schneiden.
  2. Die Radieschen mit Zucker und Salz in eine Schüssel geben und etwa 1 Stunde ziehen lassen.
  3. Die Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden.
  4. Apfel und Zwiebel schälen und vierteln. Knoblauch und Ingwer schälen. Dann alles zusammen mit der Fischsauce sehr fein pürieren.
  5. Das Reismehl mit dem Wasser vermischen und unter Rühren etwa eine Minute erhitzen (oder in der Mikrowelle erwärmen).
  6. Den Reismehlbrei zur Basispaste (Siehe Punkt 4 ) geben und zusammen mit den Chiliflocken gut verrühren.
  7. Nach etwa 1 Stunde die Radieschen in ein Sieb geben (2 EL Salzlake auffangen) und unter fließendem Wasser gut abspülen. Sie sollten angenehm salzig schmecken.
  8. Nun die Radieschen zusammen mit den Frühlingszwiebeln und den 2 EL Lake zur Paste geben und gut vermengen (am besten mit Einweghandschuhen).
  9. Alles in ein Bügel- oder Fermentierglas geben und gut festdrücken, es sollten keine Freiräume mehr zwischen den Radieschen sein und 2-4 Tage bei Raumtemperatur an einem dunklen Ort fermentieren lassen.
  10. Anschließend im Kühlschrank aufbewahren.

Rhabarber-Erdbeer- Clafoutis

Heute gibt es bei mir einen leckeren Rhabarber-Erdbeer-Clafoutis, bei dem die leichte Säure des Rhabarbers, sowie die Süße der Erdbeeren perfekt miteinander harmonieren. Das Rezept könnt ihr im aktuellen Magazin Revue (Heft 24) finden.

Clafoutis? Was ist das eigentlich? Bei einem Clafoutis handelt es sich um einen traditionellen französischen Nachtisch, einer Mischung aus Kuchen und Auflauf, der meist mit Kirschen zubereitet wird. Aber auch mit anderen Obstsorten schmeckt dieses Dessert hervorragend und so könnt ihr je nach Jahreszeit die Früchte variieren, wobei das Basisrezept immer gleich bleibt.  Gerne nutze ich dieses Rezept auch zur Resteverwertung und verwerte so Obst, welches nicht mehr so frisch und schön ist. Am besten schmeckt der Clafoutis (lau)warm aus dem Ofen mit einer Kugel Vanilleeis. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Zutaten

  • 300 g Erdbeeren
  • 100 g Rhabarber
  • 150 g Mehl
  • 100 g Rohrzucker
  • 4 Eier
  • 75 ml Milch
  • Butter für die Form

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 180° Umluft vorheizen
  2. Rhabarber schälen und in 3 cm lange Stücke schneiden.
  3. 1 EL von dem Zucker zum Rhabarber geben. Nach 10 Minuten das Zuckerwasser abgießen.
  4. Die Erdbeeren putzen und vierteln.
  5. Mehl, Zucker, Eier und Milch zu einem Teig verrühren.
  6. Eine ofenfeste Form mit Butter einfetten.
  7. Die Hälfte des Obstes in der Form verteilen.
  8. Teig in die Form gießen.
  9. Das restliche Obst auf dem Teig verteilen und leicht eindrücken.
  10. Etwa 35 Minuten bei 180° Umluft backen.

Fichtenspitzen-Sirup

Der Mai ist der ideale Monat um Fichtensirup zuzubereiten. Die giftgrünen Nadelspitzen, auch Maiwipfel genannt, können nun leicht erkannt und geerntet werden. Passt auf, dass es auch wirklich Fichten sind und verwechselt sie nicht mit der giftigen Eibe, welche weichere und biegsamere Nadeln hat als die Fichte. Bitte erntet nicht alles von einem Baum, sondern immer ein bisschen von verschiedenen Fichten, damit ihr dem Baum keinen großen Schaden zufügt.

Der Sirup ist ideal gegen Husten und kann sowohl pur als auch im Tee eingenommen werden. Er kann auch zum Verfeinern und Süßen von Desserts, Eis oder Dressings benutzt werden.

Zutaten

  • Fichtenspitzen (z.B. 200 g)
  • die doppelte Menge an (Rohr)Zucker (z.B. 400 g)

Zubereitung

  1. Die Fichtenspitzen waschen und etwas an der Luft trocknen lassen.
  2. Dann Fichtenspitzen und Zucker in einem Einmachglas schichten. Zuerst eine Schicht Nadeln, dann Zucker und so weiter. Die Zuckerschichten sollten etwa doppelt so hoch wie die Nadelschichten sein. Als obere Schicht kommt Zucker.
  3. Etwa 2 bis 3 Wochen (bis der Zucker zu Sirup wurde) an einem warmen Ort ziehen lassen.
  4. Nun könnt ihr den Sirup filtern und in einer dunklen Flasche lagern.

Waldmeister-Sirup

In Mutters Garten wächst der Waldmeister wie wild. Dank dem „Zuhause-bleiben-müssen“ konnte ich mir dieses Jahr endlich einmal Zeit nehmen und diese Pflanze etwas näher studieren. Ich habe viel darüber gelesen, v.a. dass Waldmeister in hohen Dosen schädlich sei, richtig dosiert aber eine tolle Heilpflanze ist. Die meisten von euch werden den Waldmeister von dem grünen Wackelpudding her kennen, wobei hier künstlich erzeugte Aromen und Farbstoffe für Farbe und Geschmack sorgen. Der Geruch und Geschmack von natürlichem Waldmeister wird durch das Cumarin, welches im Waldmeister erhalten ist, erzeugt. Dieser verstärkt sich, wenn ihr den Waldmeister etwas trocknet. Cumarin in hoher Dose kann jedoch zu Kopfschmerzen und Schwindel führen. Man sollte daher Waldmeister immer sparsam verwenden und am besten kurz vor der Blüte ernten, da dann der Cumaringehalt noch nicht so hoch ist. Bei diesem Rezept braucht ihr euch jedoch keine Sorgen zu machen, da sehr wenig Waldmeister verwendet wird und ihr den Sirup nicht pur trinkt. Dennoch würde ich euch abraten Kleinkindern zu viel von diesem Sirup zu geben.

Der Sirup kann einfach mit Wasser verdünnt werden, schmeckt aber auch im Sekt oder Cocktail und kann zudem Süßspeisen und sogar Salate verfeinern. Probiert es doch einfach mal selbst aus!

Zutaten

  • 20 g Waldmeister (mindestens 12 Stunden an der Luft getrocknet)
  • 1 Liter Wasser
  • 1 kg Zucker
  • 1 Bio Zitrone

Zubereitung

  1. Den Zucker mit dem Wasser in einen Topf geben und unter Rühren solange kochen lassen, bis der Zucker sich aufgelöst hat.
  2. Die Zitrone in Scheiben schneiden.
  3. Den Sirup etwa 30 Minuten abkühlen lassen und zusammen mit dem Waldmeister und der Zitrone in ein großes Glas füllen.
  4. Den Sirup an einem kühlen Ort (Kühlschrank) für 2-3 Tage ziehen lassen. Ihr solltet ihn jeden Tag einmal kurz umrühren.
  5. Nach dem Ziehen den Sirup durch ein feines Sieb gießen und nochmals kurz aufkochen.
  6. Zum Schluss den Sirup in noch heiße, ausgekochte Flaschen füllen.