Fueskichelcher – Karnevalsgebäck

Alaaf! Heute zeige ich euch mal wieder ein typisch luxemburgisches Traditionsrezept. Letztes Wochenende habe ich zwei verschiedene Sorten „Fueskichelcher“ ausprobiert. Beide Rezepte habe ich in der Rezeptesammlung meiner Oma gefunden. Zuerst habe ich die sogenannten „Nonnefäscht – Nonnenfürze“ ausprobiert. Danach gab es noch Teigknoten, „Verwuerelter“ genannt, was so viel wie „Verdrehte“ heißt. Die Nonnenfürze werden mit frischer Hefe gemacht und schmecken besonders luftig. Die Knoten haben eine festere Konsistenz und sind mit Backpulver gemacht. Ich kann mich bisher noch nicht so richtig entscheiden, welche besser sein sollen. Beide schmecken sehr lecker, aber völlig unterschiedlich und gehören hier in Luxemburg auf jeden Fall zur Karnevalszeit hinzu.

Nonnefäscht

Zutaten:

  • 500 g Mehl
  • 5 Eier (getrennt)
  • 250 ml lauwarme Milch
  • 120 – 160 g Zucker (je nach Geschmack, ich bevorzuge 160 g)
  • 2 Würfel frische Hefe
  • 2 EL Speiseöl (geschmacksneutral)
  • Prise Salz
  • Puderzucker zum Bestreuen
  • Frittierfett

Zubereitung:

  1. Die Hefe zusammen mit einem Esslöffel Zucker in der Hälfte der Milch (125 ml) verrühren. Dann zugedeckt an einen warmen Ort (neben die Heizung/Ofen) stellen.
  2. Mehl, Eigelb, Zucker, Öl, Salz und den Rest Milch zu einem glatten Teig verrühren.
  3. Eiweiß zu Schnee schlagen.
  4. Nachdem die Hefe etwa 15 Minuten geruht hat, kann man sie zum Teig geben.
  5. Zum Schluss noch vorsichtig den Eiweißschnee unterheben.
  6. Den Teig an einem warmen Ort hochgehen lassen, bis er Blasen wirft (etwa 1 Stunde).
  7. Danach das Frittierfett in der Fritteuse oder in einem Topf erwärmen. Das Fett soll etwa 170°-180° heiß sein. Um zu wissen ob das Fett heiß genug ist, kann man einen Schaschlikspieß oder einen Holzlöffelstiel ins Fett stecken. Das Fett ist heiß, wenn sich kleine Blasen bilden.
  8. Den Teig mit einem Esslöffel portionsweise ins Fett tauchen. Die Kugeln goldbraun backen (ggf. drehen), herausnehmen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen.
  9. Noch lauwarm mit Puderzucker bestreuen.

Verwuerelter

Zutaten:

  • 500 g Mehl
  • 3 Eier
  • 125 ml Sahne
  • 125 g Butter
  • 125 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 3/4 Päckchen Backpulver
  • Puderzucker zum Bestreuen
  • Frittierfett

Zubereitung:

  1. Die Eier mit dem Zucker schaumig rühren.
  2. Sahne und weiche Butter hinzufügen.
  3. Mehl, Backpulver und Vanillezucker hinzugeben und zu einem glatten Teig kneten. Der Teig sollte nicht zu fest, aber auch nicht zu klebrig sein. Man muss ihn ohne Kleben gut ausrollen können.
  4. Den Teig dann etwa 1 cm dick ausrollen und Steifen von 12 x 1,5 cm schneiden. Diese dann leicht rollen und zu einem Knoten verschlingen.
  5. Das Fett auf 170°-180° erhitzen und die Knoten goldbraun backen.
  6. Die Knoten herausnehmen und auf Küchenkrepp abkühlen lassen.
  7. Noch lauwarm mit Puderzucker bestreuen.

Rooibos Chai Latte

Vor knapp einem Jahr habe ich in Deutschland meinen ersten Chai Latte probiert. Seitdem hat mich das Chai Latte- Fieber gepackt und ich habe sowohl in Cafés als auch zuhause schon einige Sorten ausprobiert. Heute habe ich erstmals versucht den Tee ohne Fertigteemischung herzustellen.

Der Chai Latte kommt aus Indien und ist seit einigen Jahren auch bei uns ein beliebtes Getränk. Es gibt unterschiedliche Rezepte, doch die Hauptzutaten, Tee, meistens Schwarztee, Milch, Gewürze und Honig, variieren meist lediglich in ihren Mengen. Da ich jedoch Schwarztee nicht gut vertrage,  habe ich mich für eine Variante mit Rotbusch (Rooibos) entschieden. Was die Milch angeht, kann man sowohl Kuhmilch als auch alternative Varianten, wie zum Beispiel Sojamilch nehmen. Zu den traditionellen Gewürzen gehören: Anis, Kardamom, Nelken, Ingwer und Zimt. Ich habe zudem etwas Pfeffer hinzugetan. Oft wird auch noch Fenchelsamen mitgekocht.

Zutaten:

  • 800 ml Wasser
  • 400 ml Milch
  • 4 grüne Kardamomkapseln
  • 4 Gewürznelken
  • 1 Sternanis
  • 5 schwarze Pfefferkörner
  • 1 Zimtstange
  • 2 Scheiben Ingwer
  • 2 EL oder 3 Beutel Tee
  • (Milchschaum und gemahlener Zimt als Deko)

Die Zutaten ergeben je nach Größe 3-4 Tassen.

Zubereitung:

  1. Alle Gewürze bis auf den Zimt und den Ingwer in einem Mörser grob zerstoßen.
  2. Die Gewürze aus dem Mörser und den Zimt in einer Pfanne leicht anrösten, damit sich der Geschmack besser entfalten kann.
  3. Alle Gewürze und den Ingwer in dem Wasser und der Milch kurz aufkochen lassen.
  4. Den Tee hinzugeben und weitere 15 Minuten köcheln lassen. (Falls ihr Schwarztee nimmt, gibt diesen erst nach 10 Minuten hinzu. Wenn er zu lange zieht, wird er bitter.)
  5. Mit Honig abschmecken.
  6. Den Tee abseihen.
  7. In einer Tasse servieren und mit Milchschaum und gemahlenem Zimt dekorieren.

Kürbis-Kartoffel-Gnocchi mit Grünkohl-Pesto

Dies ist das perfekte Gericht für kalte Winterabende. Passend zur Jahreszeit gibt es zu den Gnocchi ein leckeres Grühnkohl-Pesto. Auch wenn ihr kein Fan von Grünkohl seid, kann ich euch dieses Pesto wärmstens empfehlen. Man bemerkt kaum den Kohlgeschmack und es schmeckt super lecker zu allen Pastasorten oder Gnocchi.

Alle Angaben reichen für 4 Personen als Hauptspeise.

Kürbis-Kartoffel-Gnocchi

Zutaten:

  • 400 g Kürbisfleisch (Hokkaido oder Muskatkürbis)
  • 400 g Kartoffeln (mehlig kochend)
  • 275 g Mehl
  • 2 Eigelb
  • Salz
  • Muskat

Zubereitung:

  1. Den Kürbis in grobe Scheiben schneiden und mitsamt Schale bei 180° Umluft im Ofen 30 Minuten backen. Danach die Schale entfernen und das Kürbisfleisch mit dem Mixer pürieren.
  2. Die Kartoffeln kochen bis sie weich sind. Danach schälen und durch eine Kartoffelpresse drücken.
  3. Kürbis und Kartoffeln abkühlen lassen. Anschließend Mehl, Eigelb, Muskat und Salz hinzugeben und alles gut vermischen. Ihr solltet einen glatten Teig bekommen, der nicht mehr allzu sehr kleben sollte. Gegebenenfalls noch etwas Mehl hinzunehmen.
  4. Den Teig auf einer bemehlten Fläche zu etwa 2 cm dicken Rollen formen. Dann 1,5 cm große Gnocchistücke abschneiden.
  5. Die Gnocchi für ca. 5 Minuten in kochendes Salzwasser geben. Wenn sie an der Oberfläche schwimmen, kann man sie mit einem Schaumlöffel rausnehmen.
  6. Vor dem Servieren kann man sie, wenn man möchte, noch einmal schnell in einer heißen, gebutterten Pfanne schwenken.

Grünkohl-Pesto

Zutaten:

  • 60 g Grünkohl geputzt (ohne Strunk)
  • 100 ml Olivenöl
  • 25 g Parmesan
  • 20 g Cashewkerne (ihr könnt auch Kürbiskerne oder Walnüsse nehmen)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Zitronensaft
  • 2 TL geriebene Zitronenschale
  • Salz und Pfeffer
  1. Den Grünkohl waschen und den harten Stunk entfernen.
  2. Den Knoblauch schälen und grob schneiden.
  3. Den Parmesan grob schneiden.
  4. Alle Zutaten in einen Becher geben und pürieren.
  5. Mit Salz und pfeffer abschmecken.

Die gebratenen Gnocchi mit dem Pesto mischen und beim Anrichten noch etwas frischen Parmesan über das Gericht reiben.

Kürbis-Hummus mit Fladenbrot

Endlich bin ich dazu gekommen meinen Hokkaido zu verarbeiten. Und ich kann euch sagen, es riecht gerade köstlich in meiner Küche nach geröstetem Kürbis mit Knoblauch und Rosmarin. Dies sind die Ausgangszutaten meines Kürbispürees, welcher mit Kichererbsen zu einem leckeren Kürbis-Hummus gemixt wurden. Passend dazu habe ich ein Fladenbrot gebacken.

Damit ich den Hummus im Kürbis servieren kann, habe ich den Kürbis ausgehöhlt. Das ist beim Hokkaido ein ziemlicher Kraftaufwand. Mit einem Kugelausstecher für Melonen habe ich es aber schlussendlich geschafft.

Bei solch leckerem Herbstgemüse ist der Herbst gar nicht so schlimm, wenn man mal vom Wetter draußen absieht. Euch viel Spaß beim Nachkochen und Schlemmern:)

Kürbis-Hummus

Zutaten:

  • 500 g Kürbisfleisch vom Hokkaidokürbis
  • 240 g gekochte Kichererbsen (entwerder aus dem Glas oder selbst eingewässert und gekockt)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 Zweige Rosmarin
  • 2 EL Olivenöl
  • etwas Thymian
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1.  Den Ofen auf 180° vorheizen.
  2. Den Knoblauch schälen und in Scheiben schneiden.
  3. Das Kürbisfleisch, den Knoblauch, die Rosmarinzweige und den Thymian in eine ofenfeste Form geben und mit 2 EL Olivenöl beträufelen. Alles für knapp 30 Minuten in dem Ofen rösten. Nach 15 Minuten eventuell umrühren.
  4. Danach aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.
  5. Wenn das Kürbisfleisch abgekühlt ist, die Rosmarinzweige entfernen und alles zusammen mit den Kichererbsen pürieren. Den gerösteten Rosmarin fein hacken und hinzugeben.
  6. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und eventuell Öl oder auch Wasser hinzugeben um die gewünschte Konsistenz zu erhalten.

Fladenbrot

  • 500 g Mehl
  • 320 ml lauwarmes Wasser
  • 2 EL Olivenöl
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 2 TL Salz
  • 1/2 TL Zucker
  • 1 Eigelb
  • Sesam
  1. Die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen. Zucker und Salz hinzugeben.
  2. Mehl und Öl hinzugeben und alles zu einem glatten Teig kneten.
  3. Den Teig zugedeckt mindestens eine halbe Stunde an einem warmen Ort aufgehen lassen.
  4. Den Teig in eine ovale Form bringen und auf ein mit Backpabier ausgelegtes Blech legen.
  5. Das Brot mit Eigelb bestreichen und mit Sesam bestreuen.
  6. Im vorgeheizten Ofen bei 200° knapp 20 Minuten backen.

Meine erste Pilzwanderung

Am Samstag habe ich an meiner ersten Pilzwanderung teilgenommen, welche  von den „Lëtzebuerger Guiden a Scouten“, genauer gesagt von ihrer „Native Village“ Gruppe, organisiert wurde. Knapp 20 Teilnehmer haben sich am Morgen in Neuhäusgen zusammengefunden und haben zusammen mit Christoph Postler (u.a. Pilz-Sachverständiger und Naturerlebnispädagoge) einen tollen Tag verbracht.

Zuerst haben wir einige Informationen zum Thema Pilze, sowie Ratschläge zum Pilzesammeln bekommen. Anschließend haben wir selbst Pilze gesammelt und mit Christoph bestimmt. Schnell haben wir erfahren, dass noch längst nicht alles essbar isst. Dennoch konnten wir genug essbare Pilze finden, welche wir später zu einem hervorragenden Mittagsmahl zubereiteten.

 

Wir haben an dem Tag sehr viele Informationen bekommen und wir konnten ganz klar nicht alles behalten. Auch Christoph war sich dem bewusst und hat uns geraten, uns etwa 4 Pilze genauer zu merken und dieses Wissen bei weiteren Pilzwanderungen zu vertiefen und zu erweitern.

Diesem Rat will ich nun folgen und hier meine wichtigsten Erkenntnisse dieses Tages mit euch teilen:

Im Wald findet man nicht nur essbare Pilze, sondern ein großer Teil der Pilze ist ungenießbar oder sogar giftig. Daher sollte man Pilze vor dem Essen einem Pilz-Sachverständigen zeigen und niemals etwas essen von dem man sich nicht 100% sicher ist.

Nun erstmals ein paar Begriffsklärungen:

Es gibt einen Unterschied zwischen ungenießbar und giftig. Wenn ein Pilz als ungenießbar eingestuft wird, schmeckt er einfach nicht, d.h. er ist bitter oder scharf, er ist jedoch nicht giftig. Giftige Pilze hingegen soll man auf keinen Fall essen, da ihr Verzehr tödlich enden kann.

Pilz ist nicht gleich Champignon! Während im Luxemburgischen und Französischen der Begriff Champignon als Oberbegriff benutzt wird und alle Pilzgattungen einschließt, wird  im Deutschen der Begriff Pilze als Oberbegriff verwendet. Die Champignons sind hier nur eine von vielen Pilzgattungen. Zu den Champignons gehören zum Beispiel die Wiesenchampignons.

Was das Sammeln angeht sollte man die Pilze stets locker in einem luftdurchlässigen Korb tragen. In Tüten können sie gequetscht werden und verderben. Man kann die Pilze abschneiden oder auch rausdrehen, wenn man den Fuß des Pilzes zum korrekten Bestimmen braucht.

Und hier noch einige interessante und teils lustige Fakten, bevor ich euch ein paar Pilze im Detail vorstelle und die Rezepte verrate:

– Wusstet ihr, dass es Pilze gibt, die nur in Verbindung mit Alkohol giftig sind? So zum Beispiel der graue Faltentintling.

– Wusstet ihr, dass Schnecken auch auf Giftpilzen zu finden sind? Sie können keine Leberschädigung bekommen, da sie keine Leber haben. Auch Wildschweine und andere Tiere können an Pilzen knabbern, ohne dass sie vergiftet werden. Fraßstellen sind also niemals ein Beweis dafür, dass die Pilze auch für den Menschen essbar sind.

– Wusstet ihr, dass der Hallimasch von etwa jedem 7. im gegarten Zustand doch nicht vertragen wird und es zu Übelkeit und Durchfall kommen kann? Also 1, 2, 3, 4, 5, 6, wer ist der 7.?;) Roh ist er übrigens immer giftig.

Und nun meine Top 6; die Pilze, die ich mir auf jeden Fall merken will.

  •  Saitenstieliger Knoblauchschwindling

Der Saitenstielige Knoblauchschwindling wird  aufgrund seines starken und aufdringlichen Knoblauchgeschmacks als ungenießbar eingestuft. Zudem verursacht er in großen Mengen Magen-Darm Probleme.  In Pilzgerichten kann man ihn aber als Würzpilz nehmen, jedoch nicht zu viel, etwa 1 Hut pro 1 kg Pilze.

 

  • Parasol

Der Parasol gehört zu den Riesenschirmlingen. Ein gutes Unterscheidungsmerkmal ist der genatterte Stiel. Zu verwechseln ist er mit dem Safranschirmling, welcher keinen genatterten Stiel hat und bei Verletzung rot wird. Der Parasol wird oft als Schnitzel zubereitet.

Foto: Safranschirmling (links) und Parasol (rechts)

  •  Maronenröhrling

 

Der Maronenröhrling soll einfach zu bestimmen sein. Seine Röhren sind unten grünlich und werden auf Druck blau. Der Maronenröhrling ist ein hervorragender Speisepilz, wobei man ihn laut Internetrecherchen aufgrund seiner teils hohen Cäsiumwerte (nach Tschernobyl) nicht in großen Mengen essen soll.

Foto: Maronenröhrling mit blauen Fingerabrücken durch Druck

 

  • Steinpilz

Ein weiterer Röhrling ist der Steinpilz, dieser blaut jedoch nicht auf Druck. Im jungen Zustand ist er von dem stark bitteren Gallenröhrling kaum zu unterscheiden. Hier muss man also den Geschmackstest machen: Einfach mit der Zunge probieren ob er bitter ist.

 

  • Flaschenstäubling

Der Flaschenstäublig, auch Flaschenbovist ist ein hervorragender Speisepilz. Er muss beim Durchschneiden noch weiß sein. Ältere Pilze hinterlassen beim Zerdrücken eine Staubwolke in denen die Sporen enthalten sind (Foto rechts).

 

  • Anis-Champignons

Der Anischampignon hat einen leichten Anisgeruch und ist auch essbar. Bei den Champignons gibt es nur einen giftigen, den Karbol-Champignon, welcher jedoch nach Phenol (Krankenhaus) riecht.

 

 

Dies war nur ein kurzer Überblick über einen Teil der Pilze, die wir kennengelernt haben. Bitte verlasst euch nicht ausschließlich auf (meine) Erklärungen und Fotos , sondern zieht beim Bestimmen immer einen Pilz-Sachverständigen zu Rate.

Das Haus der Natur bietet im Herbst jeden Samstag Pilzberatungen an. Weitere Infos findet ihr unter http://mycology.lu/

Und hier noch schnell die Rezepte:

Bevor ihr die Pilze verwenden könnt, solltet ihr sie mit einem Pinsel putzen. Für diesen Zweck gibt es zum Beispiel Pilzmesser mit integriertem Pinsel. Pilze solltet ihr nicht waschen, da sie das Wasser aufsaugen und nachher wässerig schmecken. Dann solltet ihr die Pilze längs teilen und schauen ob keine Maden im Pilz sind. Befallene Stellen sollten großzügig entfernt werden. Manchmal ist der Pilz jedoch so stark befallen, dass man ihn nicht mehr essen kann (Foto links).

  • Nudeln mit Pilz-Sahnesoße

 

Die Nudeln kochen. In einer Pfanne Zwiebeln und Speck anbraten. Die Pilze hinzugeben und mitbraten. Danach Sahne hinzugeben und mit Gewürzen abschmecken. Pilze sollen immer 15-20 Minuten ziehen damit sie besser verträglich sind.

 

 

  • Steinpilzbutter

 

In einer Pfanne Zwiebeln mit etwas Öl anbraten. Die Steinpilze hinzugeben. Gewürze (Salz, Pfeffer, Kräuter) hinzugeben und etwa 15 Minuten schmoren lassen. Die Steinpilze zu der weichen Butter geben und gut vermischen. Die Butter wieder kühlen und anschließend mit Brot servieren.

 

Falls ihr euch noch näher mit Pilzen beschäftigen wollt, kann ich euch folgende Bücher empfehlen:

Lüder, Rita: Grundkurs Pilzbestimmung (Quelle und Meyer Verlag)

Bon, Marcel: Pareys Buch der Pilze (Kosmos Verlag)

Und allen, die die Pilze nachher noch verarbeiten wollen, sei es sie zu essen oder auch aus ihnen Farbe oder Tinte zu machen, kann ich dieses wunderschöne Werk empfehlen:

Lüder, Rita und Frank: Pilze zum Genießen: Das Familien-Pilzbuch für Küche, Kreativität und Kinder (Kreativpinsel)

Bananenkuchen mit Haselnusskrokant

Normalerweise versuche ich in all meinen Rezepten auf diesem Blog saisonale und regionale Produkte in den Vordergrund zu setzen. Dennoch will ich euch diesen Kuchen, der bei mir heute unter dem Motto „Resteverwertung“ zustande gekommen ist, nicht vorenthalten. Dieses Thema spielt in meiner Küche nämlich auch eine große Rolle und so versuche ich möglichst wenig Nahrungsmittel wegzuwerfen. Bei Bananen kommt es mir immer wieder vor, dass sie schwarz werden, bevor ich sie aufgegessen habe und ich esse nun mal am liebsten grüne Bananen. Dunkele Bananen werden dann meist in einem Milkshake verarbeitet. Seit heute habe ich jedoch eine weitere tolle Möglichkeit gefunden, überreife Bananen schmackhaft weiterzuverarbeiten.  Anstelle des Haselnusskrokants kann man auch einfache gehackte Nüsse nehmen. Auch beim Mehl kann man nur Vollkorn- oder Weißkornmehl oder so wie ich halb Vollkorn- halb Weißkornmehl nehmen.

Zutaten:

  • 150 g brauner Zucker
  • 150 g Weißkornmehl
  • 150 g Vollkornmehl
  • 125 g Jogurt
  • 125 g weiche Butter
  • 2 Eier
  • 3 kleine überreife Bananen
  • 75 g Haselnusskrokant
  • 2/3 Päckchen Backpulver

Zubereitung:

  1. Den Ofen auf 180° Umluft vorheizen.
  2. Die Eier aufschlagen und zusammen mit dem Zucker mit einem Mixer verrühren.
  3. Butter unterrühren und das Mehl mit dem Backpulver hinzugeben.
  4. Anschließend den Jogurt unterrühren.
  5. Die Bananen schälen und mit einger Gabel zerdrücken.
  6. Die Bananen und den Haselnusskrokant zur Masse geben und alles nochmal gut vermischen.
  7. Eine Kuchenform mit Butter einfetten und die Masse einfüllen.
  8. Etwa 50 Minuten im Ofen backen.

Spitzkohl-Hackfleischpfanne

Im Moment habe ich leider kaum noch Gemüse im eigenen Garten, versuche aber trotzdem vor allem Gemüse und Obst der Saison zu kaufen. So habe ich letztens ein Gericht mit Spitzkohl ausprobiert. Es hat super geschmeckt und sogar Gemüsemuffel können vollkommen auf ihre Kosten kommen. Schmeckt hervorragend zu Nudeln oder auch Kartoffeln. Wer möchte kann auch noch alles im Ofen mit Käse überbacken.

Spitzkohl-HackfleischpfanneZutaten

  • 500 g Hackfleisch gemischt
  • 1 kleiner Spitzkohl
  • 1 Zwiebel
  • Salz, Pfeffer, Paprika (und andere Gewürze)
  • Öl

Ergibt etwa 4 Portionen (mit Beilage: Nudeln oder Kartoffeln).

Zubereitung

  1. Öl in einer Pfanne heiß werden lassen und das Hackfleisch hinzugeben.
  2. Den Spitzkohl und die Zwiebel klein schneiden.
  3. Wenn das Hackfleisch nicht mehr rosa ist den Spitzkohl und die Zwiebeln kurz mit anbraten.
  4. Würzen und bei kleiner Hitze etwa 10 bis 15 Minuten garen.

Hagebutten-Ketchup

Mit diesem Rezept nehme ich an meinem ersten Blogevent überhaupt teil. Da ich am Blogevent von Kleines Kuliversum zum Thema „Eingemachtes im Herbst“ teilnehmen wollte, habe ich zuerst mal geschaut was es im Garten noch so gibt. Nach langem Hin und Her habe ich mich dann zu Hagebutten-Ketchup entschieden. Ein leicht pikanter Ketchup, der zu Fleisch und Pommes und auch super zu Süßkartoffelchips (Rezept Süsskartoffelchips) passt.

Hagebutten findet man von September bis November an den Sträuchern der Hundsrosen und diversen anderen Rosenarten.  Sie enthalten besonders viel Vitamin C und stärken damit unser Immunsystem für die kalte Jahreszeit.

Hagebutten findet man oft in Tee, man kann sie jedoch auch zu Marmelade oder wie eben hier zu einem Ketchup verarbeiten. In den meisten Rezepten werden sie entkernt, dies war mir aber zu viel Arbeit, so dass ich nach einigem Stöbern im Internet herausgefunden habe, dass man sie auch mit den Kernen kochen und dann durch ein Sieb streichen kann. Dennoch ist auch diese Vorgehensweise etwas zeitaufwändig, da man die Masse zweimal durch das Sieb streichen muss, um möglichst viel Hagebuttenmus zu bekommen. Das Resultat lässt sich aber durchaus sehen und man erspart sich das mühsame Entkernen.

Die Kerne und das Fruchtfleisch, welche nach dem Passieren übrig bleiben könnt ihr für Tee trocknen (entweder im Ofen bei 50 Grad Umluft mit leicht geöffneter Tür oder einfach an der Luft). Damit sie nicht verschimmeln sollten sie regelmäßig gewendet werden.

Zutaten:

  • 500 g Hagebutten
  • 2 Schalotten
  • 1 rote Chili (wer es weniger scharf mag kann auch nur 1/2 nehmen)
  • 100 g brauner Zucker
  • 50 ml Apfelessig
  • 1/2 Teelöffel Garam Masala oder Kardamom
  • Öl
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

  1. Die Hagebutten waschen und an den Enden Blüten- und Stängelansatz abschneiden. Danach nochmals waschen.
  2. Die Hagebutten in einen großen Topf geben und mit Wasser bedecken. Etwa eine halbe Stunde bei geschlossenem Deckel köcheln lassen. Anschließend ohne Deckel noch 5 Minuten köcheln lassen, damit etwas Wasser verdampft.
  3. Die Hagebutten zerstampfen und durch ein Sieb streichen.
  4. Die im Sieb zurückgebliebene Masse nochmals mit Wasser bedecken und 5 Minuten bei offenem Deckel köcheln.
  5. Nochmals durch ein Sieb streichen. Ihr solltet jetzt etwa 1 Liter Hagebuttenmus haben, falls nicht könnt ihr den Vorgang (aufkochen und durch den Sieb streichen) nochmal wiederholen.
  6. Die Schalotten würfeln und die Chili kleinschneiden.
  7. Schalotten und Chili mit etwas Öl in einem Top dünsten.
  8. Wenn die Schalotten glasig sind, Zucker hinzugeben und kurz rühren.
  9. Hagebuttenmus und Apfelessig hinzugeben.
  10. Mit Garam Masala, Salz und Pfeffer abschmecken.
  11. Köcheln lassen bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist (etwa 5 Minuten).
  12. Die Masse sofort in noch heiße abgekochte Gläser füllen. Diese verschließen und kurz auf den Kopf stellen.
  13. Kühl und dunkel lagern.

Traubengelee

Dieses Jahr hatte unsere Rebe besonders viele Trauben So konnte ich, auch wenn viele von den Vögeln weggenascht wurden, bevor ich sie ernten konnte, dennoch dieses tolle Traubengelee zaubern. Es schmeckt hervorragend auf Brot und passt auch gut zu Käse oder anderen herzhaften Gerichten. Ich habe das Traubengelee ganz einfach nur mit Gelierzucker gemacht. Wer mag kann auch z.B. etwas Amaretto, Organensaft… hinzugeben. Auch Zitronensäure kann man noch hinzufügen.

Zutaten:

  • 1 kg Trauben
  • 500 g Gelier-Zucker 2:1

Zubereitung:

  1. Die Trauben waschen und von den Stielen abzupfen.
  2. In einem großen Topf die Trauben unter gelegentlichem Rühren köcheln lassen,  bis sie platzen (etwa 10-15 Minuten).
  3. Die Trauben durch einen Sieb streichen oder durch die Flotte Lotte drehen.
  4. Den Saft nun wieder in den Topf geben und mit dem Gelierzucker zu Gelee kochen.
  5. Damit ihr sicher seid, dass die Masse geliert, könnt ihr einen Löffel des Gelees für 2 Minuten in den Kühlschrank legen, und so die Konsistenz testen.
  6. Das Gelee in noch heiße sterilisierte (abgekochte) Schraubdeckelgläser füllen. Diese kurz auf den Kopf stellen und nachher an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahren.

Mirabellen-Pflaumen-Tartelettes mit Ricotta

Es ist wieder Pflaumenzeit und leider neigt sich der Sommer auch dem Ende zu. Diese Tartelettes können jedoch auch triste Regentage versüßen.

Meist versuche ich Rezepte mit Obst und Gemüse aus meinem Garten zu kreieren, aber leider haben wir keine Obstbäume (außer einem Apfelbaum, der dieses Jahr nur einen Apfel trägt:)). Das meiste andere Obst und Gemüse, kommt diese Saison von Terra (www.terra-coop.lu), so auch die Mirabellen und Pflaumen. Ihr könnt die Tartelettes mit oder ohne Ricotta machen, ganz nach eurem Geschmack. Auch andere Früchte, z.B. Nektarinen, Pfirsiche… eignen sich auch hervorragend für das Rezept.

Zutaten:

  • 350 g Pflaumen (8 Stück)
  • 200 Mirabellen (16 Stück)
  • 150 g Zucker und Zucker zum Bestreuen
  • 120 g Butter (weich)
  • 120 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 3 Eier
  • 250 g Ricotta

Die Angaben reichen für 8 Tartelettes (Durchmesser 8cm) oder eine Springform (26 cm).

Zubereitung:

  1. Dem Ofen auf 180° Umluft vorheizen.
  2. Die Butter und 150 g Zucker schaumig schlagen. 2 Eier, Mehl, Backpulver und Salz hinzugeben und alles mischen.
  3. Ein Ei zum Ricotta geben und sorgfältig mischen.
  4. Das Obst entkernen. Die Mirabellen vierteln und die Pflaumen achteln.
  5. Die Formen einfetten oder Silikonformen benutzen. Den Teig auf die Formen verteilen. Dann den Teig mit der Ricotta-Ei-Masse bestreichen.
  6. Die Tartelettes mit dem Obst belegen. Ich habe jeweils 1 Pflaume und 2 Mirabellen pro Tartelette genommen.
  7. Das Obst mit Zucker bestreuen.
  8. Im vorgeheizten Ofen etwa 45 Minuten backen.