Rhabarber-Tarte mit Mandelcreme

Rhabarber ist immer eins der ersten Gemüse, die aus meinem Garten geerntet werden können. Ja, ihr habt richtig gelesen, Rhabarber wird botanisch dem Gemüse zugeordnet, auch wenn man ihn in Kuchen, Marmeladen und anderen Rezepten meist wie Obst verwendet. Er gehört zu den Knöterichgewächsen und wird genau wie auch der Spargel oder Stangensellerie als Stängelgemüse bezeichnet, da man in erster Linie den Stängel/Stiel der Pflanze isst.

Heute habe ich zum ersten Mal Vollrohrzucker für ein Rezept genutzt. Daher auch die schöne braune Farbe der Tarte. Bei Vollrohrzucker handelt es sich um einen unraffinierten Zucker, der aus dem Saft des Zuckerrohrs gewonnen wird. Dieser wird zu Sirup eingekocht und nach dem Abkühlen gemahlen. Er gibt dem Gericht einen leichten Karamellgeschmack. Natürlich könnt ihr auch weißen Zucker oder Rohrohrzucker nehmen.

Zutaten für den Teig:

  • 200 g Mehl
  • 75 g Zucker
  • 75 g Butter
  • 1 Ei
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 oder 1 Päckchen Vanillezucker (je nach Geschmack)

Zutaten für den Belag:

  • 500 g Rhabarber
  • 3 EL Zucker
  • 100 g Butter
  • 100 g Vollrohrzucker
  • 120 g gemahlene Mandeln
  • 2 Eier
  • 2 EL Mehl
  • Butter für die Form

Zubereitung:

  1. Den Rhabarber putzen und kleinwürfeln. Dann mit 3 EL Zucker 1 Stunde lang ziehen lassen und danach durch ein Sieb abschütten. (Den abgeseihten Sirup kann man gut mit Wasser als Schorle mischen).
  2. Den Ofen auf 180° Umluft vorheizen.
  3. Alle Zutaten für den Teig vermischen und kneten. Den Teig anschließend ausrollen und in einer gebutterten Form auslegen. Den Rand mit den Fingern festdrücken. Mit einer Gabel Löcher in den Teig stechen.
  4. 75 g Vollrohrzucker, die gemahlenen Mandeln, die Butter, die Eier und das Mehl miteinander vermengen. Dann den Rhabarber hinzugeben.
  5. Den Teig mit dem Rhabarbergemisch belegen und bei 180° 25 Minuten backen.
  6. Dann die Tarte mit dem restlichen Rohrzucker (25 g) bestreuen und weitere 10 Minuten backen.
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Zweierlei Frühlingspestos

Diese beiden Pestos konnten die Kunden gestern im Rahmen des „Summer Feeling Festival“ in der City Concorde selbst herstellen. Die Aktion kam sowohl bei den Erwachsenen als auch bei den Kindern gut an und es hat Spaß gemacht den Leuten zu zeigen, wie schnell man selbst ein leckeres Pesto ohne jegliche Zusatzstoffe herstellen kann.

Um ein Pesto herzustellen braucht man nur Kräuter, Nüsse/Kerne und Öl. Ich habe mich für Petersilie und Rucola entschieden, da diese jetzt Saison haben. Hinzu kommt bei der zweiten Variante noch etwas Minze für den Geschmack. Als Öl nehme ich meistens ein geschmacksneutrales, wie hier z.B. Rapsöl, da ich finde, dass Olivenöl den Geschmack der Kräuter zu sehr überdeckt. Wer möchte kann auch noch Parmesankäse und/oder Knoblauch hinzufügen.

Fürs Pesto könnt ihr alle Zutaten in einem Mixer oder mit einem Pürierstab pürieren und anschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken. In meinem Workshop von gestern haben wir jedoch ohne Mixer gearbeitet, sondern die Nüsse mit dem Mörser zerkleinert und die Kräuter in einem Pappbecher ganz einfach mit einer Schere zerkleinert. Das Resultat wurde super und der Geschmack ist bei dieser Variante mit den etwas gröberen Nüssen und Kräutern fast noch besser.

Das Pesto kann man sehr unterschiedlich verwenden; z.B. auf Pasta aber auch bei Fleisch oder Fisch und zum Würzen von Salaten. Auch ganz einfach auf frischem Brot schmeckt es hervorragend. Mit Öl bedeckt hält es sich etwa eine Woche im Kühlschrank. Denkt daran sehr sauber zu arbeiten, falls ihr es solange aufbewahren wollt.

Variante 1: Petersilien-Pesto mit Walnüssen

  • 30 g Petersilie
  • 20 g Walnüsse
  • 40 ml Öl (ev. auch mehr, je nach gewünschter Konsistenz)
  • Salz, Pfeffer

Variante 2: Rucola-Minze-Petersilien-Pesto mit Kürbiskernen

  • 20 g Rucola
  • 10 g Minze
  • 10 g Petersilie
  • 20 g Kürbiskerne
  • 40 ml Öl
  • Salz, Pfeffer, Zitrone

die Angaben reichen für mind. 2 Personen

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Energy Balls

Im Rahmen des „Summer Feeling Festival“ in der City Concorde habe ich gestern einen Workshop zum Thema Energy Balls angeboten. Diese kleinen Snacks sind im Nu zubereitet und liefern schnell langanhaltende Energie und wichtige Nährstoffe. Nicht nur für Sportler, sondern für jeden der zwischendurch mal schnell etwas naschen will, sind sie eine super Alternative zu Süßigkeiten und andern Snacks, die oft nur kurzweilig Energie liefern. Sie sind vegan, komplett natürlich und kommen so ohne jegliche Zusatzstoffe aus. Das praktische ist, dass Energy Balls sich einige Tage im Kühlschrank halten . So kannst du dir leicht einen kleinen Vorrat anlegen. Energy Balls liefern viel Energie, haben aber auch viele Kalorien, so dass du maximal 2 bis 3 pro Tag davon essen solltest.

Im Netz gibt es unzählige Rezepte und am besten probiert ihr aus, welches eure Lieblingsmischung ist. Als Basis nutze ich immer Datteln, die ich dann mit Nüssen/Kernen (Cashewnüsse, Walnüsse, Sonnenblumenkerne…) püriere. Ihr könnt aber auch noch anderes Trockenobst (Feigen, Aprikosen..) hinzufügen. Zum Schluss könnt ihr die Kugeln auch noch in Kokosraspeln oder Sesam wälzen. Auch Gewürze wie Chili, Zimt oder Kardamon geben einen hervorragenden Geschmack. Wer es etwas schokoladiger mag, kann auch etwas Kakao hinzufügen.

Am besten macht ihr alles mit einem Hochleistungsmixer. Falls ihr jedoch keinen besitzt, könnt ihr auch Dattelpaste kaufen und die Nüsse/Kerne mit einem Mörser zerstoßen.

Zutaten:

  • 200 gr Datteln (oder Datteln gemischt mit anderen Trockenfrüchten)
  • 100 gr Nüsse/Kerne
  • ggf. Samen oder Raspeln zur Ummantelung

Die Angaben reichen für etwa 10-15 Kugeln (je nachdem wie groß ihr sie haben wollt).

Zubereitung:

  1. Die Datteln mit den Nüssen/Kernen in einem Hochleistungsmixer pürieren. Die Masse sollte klebrig aber formbar sein. Falls sie zu hart ist könnt ihr noch Datteln hinzufügen. Falls der Mixer die Masse nicht schaffen sollte, könnt ihr etwas Wasser hinzufügen.
  2. Kleine Kugeln formen.
  3. In Samen oder Raspeln wälzen.

Für meine Lieblingskugeln benutze ich 200g Datteln, 100g Walnüsse und 2 EL Kakao und wälze sie in Kokosraspeln.

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Rote-Linsen-Fladen mit Radieschen-Dip und Radieschengrün-Pesto

Endlich Frühling! Heute zeige ich euch ein schnelles Rezept für glutenfreies Fingerfood passend zur Saison. Die Idee zum Rote-Linsen-Fladen habe ich durch mein Testpaket von Cactus bekommen. Im Rahmen der Kampagne Bewoost! gab es dieses Mal unter anderem rote Linsen und Kurkuma der Bio-Marke Alnatura. Viel mehr, außer Wasser, braucht man auch nicht für diese glutenfreie Fladenalternative. Wer möchte kann jedoch Knoblauch und andere Kräuter/Gewürze hinzugeben. Dazu gibt es einen Radieschen-Dip, den ihr je nach Geschmack mit Frischkäse und/oder Crème Fraîche zubereiten könnt und ein Radieschengrün-Pesto, passend zum Thema Resteverwertung. Viel Spaß beim Nachmachen und einen großartigen Frühling!

Rote-Linsen-Fladen

Zutaten:

  • 200 g rote Linsen (getrocknet)
  • Wasser zum Einweichen
  • 100 ml Wasser
  • 1-2 TL Kurkuma
  • Salz und Pfeffer
  • (ev. Knoblauch oder andere Kräuter)
  • Olivenöl (oder anderes hitzebeständiges Öl)

Zubereitung:

  1. Die Linsen in einem Sieb waschen und mindestens 6 Stunden lang in Wasser einweichen.
  2. Die Linsen danach abtropfen und nochmal kurz abwaschen.
  3. Den Ofen auf 180° Umluft erhitzen.
  4. Die Linsen zusammen mit 100 ml Wasser pürieren.
  5. Mit Kurkuma, Salz und Pfeffer (und ev. anderen Gewürzen) abschmecken.
  6. Ein Backblech mit Backpapier belegen und dies mit Öl bestreichen.
  7. Die Linsenpaste auf das Backblech geben und mit einem Spatel verteilen. Der Fladen soll das Blech bis auf 5 cm Rand ausfüllen und ungefähr 0,5 bis 1 cm hoch sein.
  8. Anschließend den Fladen mit Öl bepinseln und ungefähr 15 bis 20 Minuten backen.

Radieschen-Dip

Zutaten:

  • 250 g Crème Fraîche (alternativ 125 g Crème Frâiche oder Magerquark mit 125 g Frischkäse)
  • 6 Radieschen
  • 2 EL Schnittlauch klein geschnitten
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Das Radieschengrün entfernen (aufbewahren für das Pesto) und die Radieschen waschen.
  2. Die Radieschen fein würfeln.
  3. Den Schnittlach mit der Crème Fraîche vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Radieschen erst kurz vor dem Servieren hinzugeben, damit der Dip nicht zu viel Wasser zieht.

Radieschengrün-Pesto

Zutaten:

  • junges Radieschengrün von 2 Bund Radieschen
  • Olivenöl oder Rapsöl (etwa die Hälfte des Gewichtes des geputzten Radieschengrüns)
  • 2 EL Nüsse und/oder Kerne (z.B. Mandeln, Cashew, Sonnenblumenkerne, Pienienkerne…)
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  1. Die Nüsse/Kerne in einer Pfanne kurz anrösten.
  2. Die Nüsse/Kerne grob pürieren.
  3. Die dicken Stängel vom Radieschengrün entfernen.
  4. Das Radieschengrün waschen, abtropfen lassen, mit einem Tuch trocknen und abwiegen.
  5. Den Knoblach schälen und vierteln.
  6. Das Radieschengrün, das Öl und den Knoblauch zusammen mit den Nüssen/Kernen bis zur gewünschten Konsistenz pürieren. Es kann gerne noch gröber sein. Eventuell etwas Öl hinzugeben, falls die Masse zu trocken ist.
  7. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Im Kühlschrank hält sich das Pesto einige Tage. Dazu soll man es am besten in saubere, verschließbare Gläser füllen und komplett mit Öl bedecken.

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Zweierlei gefüllte Eier

Heute gibt es ein schnelles Rezept zur Ostereier-Verwertung. Unter dem Namen „Russische Eier“ waren gefüllte Eier zu Omas Zeiten schon sehr beliebt. Das Original besteht meistens aus einer Füllung aus Eigelb, Mayonnaise und Senf. Oft werden die Eier dann mit Kaviar garniert.

Bei mir gibt es heute zwei etwas andere Varianten:

einmal mit einer Füllung aus Eigelb und Ziegenfrischkäse garniert mit Pancetta-Chips

und einmal mit einer Füllung aus Eigelb, Frischkäse und Wasabi garniert mit Lachs und Wasabi-Erbsen

Den Ziegenfrischkäse habe ich von der Biokäserei Baltes. Erhältlich ist er u.a. bei Cactus.

Viel Spaß beim Nachmachen und frohe Ostertage!

Eier gefüllt mit Ziegenfrischkäse und Pancetta-Chips

Zutaten:

  • 6 hartgekochte Eier
  • 3 Scheiben Pancetta
  • 2 EL Sauerrahm
  • 3 EL Ziegenfrischkäse
  • 50 ml Sahne
  • 1 EL frischen Schnittlauch fein gehackt
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Den Ofen auf 200° vorheizen. Wenn der Ofen heiß ist, die Pancetta-Scheiben 2 Minuten von beiden Seiten backen.
  2. Die Eier schälen und der Länge nach halbieren. Das Eigelb rausnehmen und in eine Schüssel geben.
  3. Sauerrahm, Ziegenfrischkäse und Sahne zum Eigelb geben und mit einer Gabel gut vermischen. Schnittlauch hinzugeben, salzen und pfeffern und nochmals vermengen.
  4. Das Gemisch in einen Spritzbeutel geben und die Eierhälften damit füllen.
  5. Mit Pancetta-Chips garnieren.

Eier gefüllt mit Wasabi-Frischkäse und Räucherlachs

Zutaten:

  • 6 hartgekochte Eier
  • 2 Scheiben geräucherten Lachs
  • 1 EL Sauerrahm
  • 3 EL Frischkäse
  • 50 ml Sahne
  • 1/2 – 1 TL Wasabi-Paste
  • 2 EL Wasabi-Erbsen
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Die Eier schälen und der Länge nach halbieren. Das Eigelb rausnehmen und in eine Schüssel geben.
  2. Sauerrahm, Frischkäse, Sahne und Wasabi-Paste zum Eigelb geben und mit einer Gabel gut vermischen. Salzen und pfeffern und nochmals vermengen.
  3. Das Gemisch in einen Spritzbeutel geben und die Eierhälften damit füllen.
  4. Den Lachs in lange Streifen schneiden, aufrollen und auf die Eierhälften legen.
  5. Die Wasabi-Erbsen in einem Mörser zerstoßen und die Eier damit garnieren.
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Limoncello

Auch wenn es draußen leider nicht danach aussieht, beginnt heute der Frühling. Um euch die Wartezeit auf das hoffentlich baldige schöne Wetter und die Tage beim Grill zu verkürzen, gibt es heute ein Rezept für selbstgemachten Limoncello. Beim Limoncello wird die Schale von Zitronen in 96% Alkohol eingelegt und das Ganze wird etwa 14 Tage ziehen gelassen. Danach wird es mit aufgekochtem Zuckerwasser vermischt und kann dann gekühlt serviert werden. Wer weiß, in 14 Tagen haben wir vielleicht auch das passende Wetter;)

Das Original wird aus Zitronen von Sorrent und der Amalfiküste (Italien) gemacht. Ich habe meine Zitronen aus Portugal und dies hat auch super funktioniert. Es sollen vor allem große Zitronen mit einer dicken Schale sein, welche viele ätherische Öle enthalten. Die Zitronen habe ich übrigens über ein tolles Projekt bezogen: Poluxgal Dabei handelt es sich um eine Kooperative, welche biologische Lebensmittel für Mitglieder in Luxemburg produziert. Passt beim Kauf der Zitronen bitte unbedingt auf, dass sie nicht gespritzt sind.

Beim Zubereiten bleiben viele Zitronen übrig. Wie ihr diese sowie die Schalen weiterverwenden könnt, findet ihr unten.

Zutaten:

  • 1 l Alkohol (96%)
  • 10 Zitronen
  • 1,5 l Wasser
  • 500-700 g Zucker

Die Angaben ergeben einen recht starken, nicht zu süßen Limoncello. Wer es süßer mag, sollte mindestens 700 g Zucker nehmen. Weniger stark bekommt man ihn mit mehr Wasser.

Zubereitung:

  1. Die Zitronen waschen und mit einem Sparschäler sehr dünn schälen. Die weiße Innenhaut sollte entfernt werden, da das Getränk sonst bitter wird.                                                             Weiter unten findet ihr Verwendungsmöglichkeiten für die restlichen Zitronen.
  2. Die Zitronenschalen mindestens 14 Tage zusammen mit dem Alkohol in einem verschließbaren Glasgefäß an einem kühlen und dunklen Ort ziehen lassen. Gelegentlich leicht schütteln.                     
  3. Nach 2 Wochen den Alkohol durch ein feines Sieb gießen.
  4.  Das Wasser mit dem Zucker aufkochen, bis der Zucker aufgelöst ist.
  5. Nachdem das Zuckerwasser abgekühlt ist, wird es mit dem Alkohl gemischt werden.
  6. Den Limoncello in Flaschen füllen und gekühlt servieren. Er lässt sich super im Gefrierschrank aufbewahren.

Tipps zur Resteverwertung:

Die Zitronen könnt ihr auspressen und in einem Eiswürfelbehälter einfrieren. So hat man bei Bedarf immer Zitronensaft.

Man kann sie auch in Scheiben schneiden, auf ein Backblech legen und dann einfrieren. Später kann man sie in Tüten oder in Gefrierbehälter umfüllen und wieder einfrieren. Sie können nun zum Kühlen und Aromatisieren von Getränken benutzt werden.

Die Zitronenschalen habe ich nach dem Abseihen auf einem mit Backpapier belegten Backblech ausgebreitet und 2 Tage an der Luft getrocknet. Sie können in den Tee oder auch in andere Getränke (wie z.B. Gin Tonic) gegeben werden. Bitte beachtet dass sie noch Alkohol enthalten!

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Nudeln mit Fenchel und Sardinen

Heute habe ich mein zweites Gericht aus der Serie „Bewusst fischen“ gekocht.

Eigentlich bin ich kein großer Freund von Sardinen, aber ich muss sagen, dass ich sehr begeistert von dem Resultat war. Nudeln mit Fenchel und Sardinen ist übrigens ein beliebtes sizilianisches Gericht, wobei beim Original „Pasta con Sarde“ u.a. noch Sardellen, Tomatenmark und Sultaninen hinzukommen, Hier findet ihr meine Version, welche deutlich weniger zeitaufwändig ist, aber dennoch hervorragend schmeckt.

Zutaten:

  • 250 g Nudeln
  • 1 Dose Sardinen in Öl
  • 1 kleine Fenchelknolle (ca. 350 g)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL Zitronensaft
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Die Angaben reichen für 2 Personen.

Zubereitung:

  1. Die Nudeln nach Packungsangaben in Salzwasser bissfest kochen.
  2. Währenddessen den Fenchel waschen, halbieren und den Strunk entfernen. Das Fenchelgrün aufheben und den restlichen Fenchel in Streifen schneiden.
  3. Den Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden.
  4. Die Sardinen halbieren und eventuell die Gräten entfernen. Anschließend in kleine Stücke schneiden.
  5. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen. (Ihr könnt auch das Öl der Sardinen nehmen)
  6. Die Fenchelstreifen leicht salzen und pfeffern und 10 Minuten braten. Zum Schluss den Knoblauch, den Zitronensaft und die Sardinenstücke hinzugeben und kurz mitanbraten.
  7. Die Nudeln abgießen und in die Pfanne zu dem Fenchel und den Sardinen geben.
  8. Mit Fenchelgrün servieren.
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Süßkartoffel Toast mit Thunfisch asiatischer Art

Im Rahmen der Kampagne „Bewosst?“ habe ich diesen Monat vom Supermarkt Cactus ein Testpaktet zum Thema „Bewusst fischen“ bekommen.

Wer sich bereits ein bisschen mit dem Thema nachhaltige Fischerei beschäftigt hat, weiß wie wichtig diese ist um einer Überfischung der Meere entgegenzuwirken. Ich selbst beschäftige mich schon etwas länger mit diesem Thema und versuche vorwiegend Fisch aus nachhaltiger Fischerei zu kaufen. Auch wenn Labels wie der MSC-Siegel teilweise umstritten sind, weil die Standarts zu schwach sind, ist es jedoch ein Weg in die richtige Richtung. So ist es meiner Meinung nach wichtig, sich bestmöglich mit dem Thema Nachhaltigkeit und Herkunft aller Lebensmittel auseinanderzusetzen, ohne aber die Lust am Essen zu verlieren. Gut, dass auch große Supermärkte diesen Weg teilweise unterstützen!

Und nun zum ersten Rezept! Mal sehen ob ich diese Woche noch ein zweites mit den Sardinen schaffe. Eine Idee habe ich schon…

Zutaten:

  • 1 Dose Thunfisch
  • 1/2 dicke Süßkartoffel
  • 1 Handvoll Cashewkerne
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 cm Ingwer
  • 2 cm Zitronengras
  • 1 EL Sojasoße
  • 1 EL Sesamöl
  • 1 TL Limettensaft
  • Pfeffer (und Salz)

Die Angaben reichen für 3-4 Toasts.

Zubereitung:

  1. Die Cashewkerne kurz in einer Pfanne rösten, danach grob hacken.
  2. Die Frühlingszwiebeln in dünne Ringe schneiden.
  3. Ingwer und Zitronengras feinhacken.
  4.  Frühlingszwiebeln, Ingwer und Zitronengras mit der Sojasoße in einer Pfanne kurz dünsten.
  5. Den Thunfisch mit einer Gabel zerkleinern und mit dem Sojagemisch vermengen.
  6. Öl und Limettensaft hinzugeben.
  7. Mit Pfeffer (und Salz) abschmecken.
  8. Die Süßkartoffeln waschen und längs in Scheiben von etwa 1 cm schneiden. Dann zwei bis dreimal auf höchster Stufe toasten.
  9. Zum Anrichten den präparierten Thunfisch auf die Toasts geben und mit gehackten Cashewkernen bestreuen.
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Fueskichelcher – Karnevalsgebäck

Alaaf! Heute zeige ich euch mal wieder ein typisch luxemburgisches Traditionsrezept. Letztes Wochenende habe ich zwei verschiedene Sorten „Fueskichelcher“ ausprobiert. Beide Rezepte habe ich in der Rezeptesammlung meiner Oma gefunden. Zuerst habe ich die sogenannten „Nonnefäscht – Nonnenfürze“ ausprobiert. Danach gab es noch Teigknoten, „Verwuerelter“ genannt, was so viel wie „Verdrehte“ heißt. Die Nonnenfürze werden mit frischer Hefe gemacht und schmecken besonders luftig. Die Knoten haben eine festere Konsistenz und sind mit Backpulver gemacht. Ich kann mich bisher noch nicht so richtig entscheiden, welche besser sein sollen. Beide schmecken sehr lecker, aber völlig unterschiedlich und gehören hier in Luxemburg auf jeden Fall zur Karnevalszeit hinzu.

Nonnefäscht

Zutaten:

  • 500 g Mehl
  • 5 Eier (getrennt)
  • 250 ml lauwarme Milch
  • 120 – 160 g Zucker (je nach Geschmack, ich bevorzuge 160 g)
  • 2 Würfel frische Hefe
  • 2 EL Speiseöl (geschmacksneutral)
  • Prise Salz
  • Puderzucker zum Bestreuen
  • Frittierfett

Zubereitung:

  1. Die Hefe zusammen mit einem Esslöffel Zucker in der Hälfte der Milch (125 ml) verrühren. Dann zugedeckt an einen warmen Ort (neben die Heizung/Ofen) stellen.
  2. Mehl, Eigelb, Zucker, Öl, Salz und den Rest Milch zu einem glatten Teig verrühren.
  3. Eiweiß zu Schnee schlagen.
  4. Nachdem die Hefe etwa 15 Minuten geruht hat, kann man sie zum Teig geben.
  5. Zum Schluss noch vorsichtig den Eiweißschnee unterheben.
  6. Den Teig an einem warmen Ort hochgehen lassen, bis er Blasen wirft (etwa 1 Stunde).
  7. Danach das Frittierfett in der Fritteuse oder in einem Topf erwärmen. Das Fett soll etwa 170°-180° heiß sein. Um zu wissen ob das Fett heiß genug ist, kann man einen Schaschlikspieß oder einen Holzlöffelstiel ins Fett stecken. Das Fett ist heiß, wenn sich kleine Blasen bilden.
  8. Den Teig mit einem Esslöffel portionsweise ins Fett tauchen. Die Kugeln goldbraun backen (ggf. drehen), herausnehmen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen.
  9. Noch lauwarm mit Puderzucker bestreuen.

Verwuerelter

Zutaten:

  • 500 g Mehl
  • 3 Eier
  • 125 ml Sahne
  • 125 g Butter
  • 125 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 3/4 Päckchen Backpulver
  • Puderzucker zum Bestreuen
  • Frittierfett

Zubereitung:

  1. Die Eier mit dem Zucker schaumig rühren.
  2. Sahne und weiche Butter hinzufügen.
  3. Mehl, Backpulver und Vanillezucker hinzugeben und zu einem glatten Teig kneten. Der Teig sollte nicht zu fest, aber auch nicht zu klebrig sein. Man muss ihn ohne Kleben gut ausrollen können.
  4. Den Teig dann etwa 1 cm dick ausrollen und Steifen von 12 x 1,5 cm schneiden. Diese dann leicht rollen und zu einem Knoten verschlingen.
  5. Das Fett auf 170°-180° erhitzen und die Knoten goldbraun backen.
  6. Die Knoten herausnehmen und auf Küchenkrepp abkühlen lassen.
  7. Noch lauwarm mit Puderzucker bestreuen.
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Rooibos Chai Latte

Vor knapp einem Jahr habe ich in Deutschland meinen ersten Chai Latte probiert. Seitdem hat mich das Chai Latte- Fieber gepackt und ich habe sowohl in Cafés als auch zuhause schon einige Sorten ausprobiert. Heute habe ich erstmals versucht den Tee ohne Fertigteemischung herzustellen.

Der Chai Latte kommt aus Indien und ist seit einigen Jahren auch bei uns ein beliebtes Getränk. Es gibt unterschiedliche Rezepte, doch die Hauptzutaten, Tee, meistens Schwarztee, Milch, Gewürze und Honig, variieren meist lediglich in ihren Mengen. Da ich jedoch Schwarztee nicht gut vertrage,  habe ich mich für eine Variante mit Rotbusch (Rooibos) entschieden. Was die Milch angeht, kann man sowohl Kuhmilch als auch alternative Varianten, wie zum Beispiel Sojamilch nehmen. Zu den traditionellen Gewürzen gehören: Anis, Kardamom, Nelken, Ingwer und Zimt. Ich habe zudem etwas Pfeffer hinzugetan. Oft wird auch noch Fenchelsamen mitgekocht.

Zutaten:

  • 800 ml Wasser
  • 400 ml Milch
  • 4 grüne Kardamomkapseln
  • 4 Gewürznelken
  • 1 Sternanis
  • 5 schwarze Pfefferkörner
  • 1 Zimtstange
  • 2 Scheiben Ingwer
  • 2 EL oder 3 Beutel Tee
  • (Milchschaum und gemahlener Zimt als Deko)

Die Zutaten ergeben je nach Größe 3-4 Tassen.

Zubereitung:

  1. Alle Gewürze bis auf den Zimt und den Ingwer in einem Mörser grob zerstoßen.
  2. Die Gewürze aus dem Mörser und den Zimt in einer Pfanne leicht anrösten, damit sich der Geschmack besser entfalten kann.
  3. Alle Gewürze und den Ingwer in dem Wasser und der Milch kurz aufkochen lassen.
  4. Den Tee hinzugeben und weitere 15 Minuten köcheln lassen. (Falls ihr Schwarztee nimmt, gibt diesen erst nach 10 Minuten hinzu. Wenn er zu lange zieht, wird er bitter.)
  5. Mit Honig abschmecken.
  6. Den Tee abseihen.
  7. In einer Tasse servieren und mit Milchschaum und gemahlenem Zimt dekorieren.
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