Kochkurs bei Terra – Teil 1

Gestern habe ich an einem großartigen Kochkurs zum Thema „Sommer“ bei Terra teilgenommen. Terra ist eine Kooperative, welche nach dem Modell der CSA (Community Supported Agriculture) – (dt. gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft) funktioniert. So bekomme ich als Mitglied von Terra jede Woche meinen Gemüsekorb.  Außerdem bietet Terra gelegentlich Workshops für Privatpersonen an und hat auch ein pädagogisches Programm für Schulklassen ausgearbeitet. Weitere Infos findet ihr auf: http://www.terra-coop.lu/

Nun aber mehr zum Kochkurs, der von Chefkoch Stephane Meyer von Brennesselcooking Cuisine Sauvage geleitet wurde. Mit rund 15 anderen Teilnehmern habe ich einen tollen Nachmittag mit anschließender Verköstigung erleben dürfen. Neben den Rezepten, die wir ausprobieren konnten, haben wir eine Menge über alles Mögliche erfahren können – welche Sorten von Vanille es gibt, woher der Blumenkohl an seine unterschiedlichen Farben kommt und vieles mehr.

Einige Infos werde ich in den kommenden Wochen und Monaten hoffentlich auf meinem Blog mit euch teilen können. Im Folgenden möchte ich euch erst mal den ersten Teil des Menüs vorstellen. Der zweite Teil folgt kommende Woche

Aperitif

Als Aperitif gab es eine Sekt-Wein-Bowle mit Blütenblättern von der Kornblume und Margeritenblüten. Der Zuckerrand ist auch schnell gemacht. Einfach ein Glas (nur den Rand) kopfüber in eine Schüssel mit Eiweiß (oder Zitronensaft) tunken, anschließend in eine zweite Schüssel mit Zucker eintauchen. Eine tolle Idee für kommende Sommerfeste.

Zucchiniblüten in Tempurateig

Falls ihr Zucchiniblüten pflückt, nehmt männliche Blüten. Sie sind leicht zu erkennen und haben im Gegensatz zu den weiblichen Blüten keinen Fruchtansatz, sondern nur einen dünnen Stängel. Pflückt allerdings nicht gleich alles ab, sonst lassen die weiblichen Blüten sich nicht mehr bestäuben.

Für den Tempurateig benötigt ihr:

  • 100 g Mehl
  • 50 g Kartoffelstärke
  • 5 g Backpulver
  • 1 Eigelb
  • +/- 25 cl kaltes Wasser
  • Salz

Vermischt die Hälfte des Wassers mit allen anderen Zutaten. Gebt gegebenenfalls weiteres Wasser hinzu. Der Teig sollte dickflüssig sein und das Gemüse soll man gut eintauchen können. Nach etwa einer Stunde Ruhezeit können die Blütenblätter in den Teig getaucht werden und im heißen Öl (180 °C) gebacken werden. Anschließend auf einem Küchenpapier abtropfen lassen.

Carpaccio von violettem Blumenkohl

Das Carpaccio wurde mit Himbeeren und Parmesan serviert. Es wurde zudem mit Olivenöl und Rosenessig beträufelt, dann gesalzen und gepfeffert. Rosenessig kann man übrigens sehr einfach selbst machen. Ihr braucht nur eine Handvoll knallrote Rosenblütenblätter in etwa 250 ml Apfelessig mindestens 2 Wochen ziehen lassen.

Zucchinischeibchen mit thaitianischer Vanille

Zunächst wurden die Zucchinis längs gehobelt. Dann wurden japanische Rüben in Scheiben gehobelt und beides in Vanilleöl und Limettensaft mariniert. Angerichtet wurde später alles mit Chrysanthemenblüten und -blättern.

Das Vanilleöl lässt sich leicht selbst machen. Dazu müsst ihr eine Vanilleschote längs aufschneiden und 2 Wochen in einem geschmacksneutralen Öl (z.B. Sonnenblumenöl) ziehen lassen.

Dies war nur der erste Teil des phantastischen Kurses. Kommende Woche geht es weiter mit einer kalten Fenchelsuppe mit Matcha-Tee und kandierten Zitronen, jungen Kartoffeln mit Eidotter und dem für mich spannendsten Rezept überhaupt; im Salzmantel gebackener Knollensellerie.

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Erdbeerlimes

Erdbeerlimes kenne ich aus meiner Studentenzeit in Köln; damals gab es in den verschiedenen Discos immer Erdbeerlime-Shots für 1 Euro. Jetzt habe ich zum ersten Mal selbst Erdbeerlimes gemacht und ich muss sagen, es schmeckt noch besser als ich es in Erinnerung hatte. Wobei es damals ja auch keinen selbstgemachten, sondern industriellen Erdbeerlimes gab.

Probiert dieses Rezept unbedingt aus, ihr werdet es nicht bereuen, es ist soooooo lecker.

Passt nur auf, dass ihr nicht zu viel auf einmal trinkt, nicht dass ihr es dennoch bereuen musst:)

Bei mir hat sich der Erdbeerlimes 2 Wochen im Kühlschrank gehalten, wie lange er sonst gehalten hätte kann ich nicht sagen, da er dann weg war;) Eine Flasche habe ich noch eingefroren, das hat auch super funktioniert, passt nur auf, dass ihr sie nicht bis oben hin voll macht, sondern nur 3/4 füllt.

Erdbeerlimes lässt sich auch super verschenken, zum Beispiel am kommenden Sonntag für Muttertag in Luxemburg.

Zutaten:

  • 1 kg Erdbeeren
  • 350 g Zucker
  • 350 ml Wasser
  • 100 ml Limettensaft
  • 500 ml Wodka

Zubereitung:

  1. Den Zucker im Wasser aufkochen und den Sirup danach abkühlen lassen.
  2. Die Erdbeeren waschen und putzen, dann pürieren.
  3. Sirup, Erdbeerpüree, Wodka und Limettensaft zusammen verrühren.
  4. In saubere (abgekochte) Flaschen füllen und im Kühlschrank aufbewahren.
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Rhabarberkuchen im Glas

Endlich habe ich meinen ersten Kuchen im Glas gebacken. Ich habe diese nette Geschenkidee schon mehrmals gesehen, aber mich bisher noch nicht rangetraut. Da wir jetzt mehrmals eingeladen waren, dachte ich mit dem Rhabarber, der im Garten wie wild wächst, diese originelle Geschenkidee nun endlich zu verwirklichen. Leider kann ich euch noch nicht sagen, wie lange der Kuchen wirklich haltbar ist. Im Netz findet man Angaben zwischen 2 Wochen und mehreren Monaten. Falls ihr ihn so lange aufbewahren wollt, müsst ihr unbedingt sehr sorgfältig arbeiten und die Deckel im kochenden Wasser sterilisieren.

Zutaten:

  • 750 g Rhabarber
  • 4 EL Zucker
  • 375 g weiche Butter
  • 300 g Zucker
  • 6 Eier
  • 375 g Mehl
  • 2/3 Päckchen Backpulver
  • 200 ml Milch
  • Mark von einer Vanilleschote
  • 125 g Mandeln (gehobelt, gehackt oder Stifte)
  • ca. 100 g weiche Butter zum einfetten
  • 8 EL Semmelbrösel

die Angaben reichen für 8 Gläser mit 440 ml Fassungsvermögen

Zubereitung:

  1. Den Rhabarber putzen und in kleine Stücke schneiden. Dann 4 EL Zucker hinzugeben und mindestens 30 Minuten ziehen lassen. Danach durch ein Sieb abschütten. (Den abgeseihten Sirup kann man gut mit Wasser als Schorle mischen).
  2. Den Ofen auf 180° Umluft vorheizen.
  3. Alle Zutaten für den Teig (Butter, Zucker, Eier,  Vanillemark, Mehl, Backpulver, Milch) miteinander verrühren. Dann die Mandeln und den Rhabarber unterrühren.
  4. Die Gläser mit Butter fetten. Dann in jedes Glas einen Esslöffel Semmelbrösel geben und die Gläser verschließen. Solange schütteln bis die Gläser mit Semmelbrösel ausgekleidet sind.
  5. Die Gläser wieder öffnen und eventuell den Rand etwas abputzen (dieser sollte oben und vor allem außen frei von Butter sein, damit der Deckel danach richtig hält).
  6. Die Gläser zu 2/3 mit Teig füllen und im Ofen bei 180° etwa 35 Minuten backen.
  7. Während des Backens, die Deckel in kochendem Wasser auskochen, um sie zu sterilisieren.
  8. Wenn der Kuchen fertig ist, sofort die noch heißen Deckel vorsichtig auf die heißen Gläser drehen. Den Kuchen kurz auf den Kopf stellen und dann abkühlen lassen.
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Zweierlei Frühlingspestos

Diese beiden Pestos konnten die Kunden gestern im Rahmen des „Summer Feeling Festival“ in der City Concorde selbst herstellen. Die Aktion kam sowohl bei den Erwachsenen als auch bei den Kindern gut an und es hat Spaß gemacht den Leuten zu zeigen, wie schnell man selbst ein leckeres Pesto ohne jegliche Zusatzstoffe herstellen kann.

Um ein Pesto herzustellen braucht man nur Kräuter, Nüsse/Kerne und Öl. Ich habe mich für Petersilie und Rucola entschieden, da diese jetzt Saison haben. Hinzu kommt bei der zweiten Variante noch etwas Minze für den Geschmack. Als Öl nehme ich meistens ein geschmacksneutrales, wie hier z.B. Rapsöl, da ich finde, dass Olivenöl den Geschmack der Kräuter zu sehr überdeckt. Wer möchte kann auch noch Parmesankäse und/oder Knoblauch hinzufügen.

Fürs Pesto könnt ihr alle Zutaten in einem Mixer oder mit einem Pürierstab pürieren und anschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken. In meinem Workshop von gestern haben wir jedoch ohne Mixer gearbeitet, sondern die Nüsse mit dem Mörser zerkleinert und die Kräuter in einem Pappbecher ganz einfach mit einer Schere zerkleinert. Das Resultat wurde super und der Geschmack ist bei dieser Variante mit den etwas gröberen Nüssen und Kräutern fast noch besser.

Das Pesto kann man sehr unterschiedlich verwenden; z.B. auf Pasta aber auch bei Fleisch oder Fisch und zum Würzen von Salaten. Auch ganz einfach auf frischem Brot schmeckt es hervorragend. Mit Öl bedeckt hält es sich etwa eine Woche im Kühlschrank. Denkt daran sehr sauber zu arbeiten, falls ihr es solange aufbewahren wollt.

Variante 1: Petersilien-Pesto mit Walnüssen

  • 30 g Petersilie
  • 20 g Walnüsse
  • 40 ml Öl (ev. auch mehr, je nach gewünschter Konsistenz)
  • Salz, Pfeffer

Variante 2: Rucola-Minze-Petersilien-Pesto mit Kürbiskernen

  • 20 g Rucola
  • 10 g Minze
  • 10 g Petersilie
  • 20 g Kürbiskerne
  • 40 ml Öl
  • Salz, Pfeffer, Zitrone

die Angaben reichen für mind. 2 Personen

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Limoncello

Auch wenn es draußen leider nicht danach aussieht, beginnt heute der Frühling. Um euch die Wartezeit auf das hoffentlich baldige schöne Wetter und die Tage beim Grill zu verkürzen, gibt es heute ein Rezept für selbstgemachten Limoncello. Beim Limoncello wird die Schale von Zitronen in 96% Alkohol eingelegt und das Ganze wird etwa 14 Tage ziehen gelassen. Danach wird es mit aufgekochtem Zuckerwasser vermischt und kann dann gekühlt serviert werden. Wer weiß, in 14 Tagen haben wir vielleicht auch das passende Wetter;)

Das Original wird aus Zitronen von Sorrent und der Amalfiküste (Italien) gemacht. Ich habe meine Zitronen aus Portugal und dies hat auch super funktioniert. Es sollen vor allem große Zitronen mit einer dicken Schale sein, welche viele ätherische Öle enthalten. Die Zitronen habe ich übrigens über ein tolles Projekt bezogen: Poluxgal Dabei handelt es sich um eine Kooperative, welche biologische Lebensmittel für Mitglieder in Luxemburg produziert. Passt beim Kauf der Zitronen bitte unbedingt auf, dass sie nicht gespritzt sind.

Beim Zubereiten bleiben viele Zitronen übrig. Wie ihr diese sowie die Schalen weiterverwenden könnt, findet ihr unten.

Zutaten:

  • 1 l Alkohol (96%)
  • 10 Zitronen
  • 1,5 l Wasser
  • 500-700 g Zucker

Die Angaben ergeben einen recht starken, nicht zu süßen Limoncello. Wer es süßer mag, sollte mindestens 700 g Zucker nehmen. Weniger stark bekommt man ihn mit mehr Wasser.

Zubereitung:

  1. Die Zitronen waschen und mit einem Sparschäler sehr dünn schälen. Die weiße Innenhaut sollte entfernt werden, da das Getränk sonst bitter wird.                                                             Weiter unten findet ihr Verwendungsmöglichkeiten für die restlichen Zitronen.
  2. Die Zitronenschalen mindestens 14 Tage zusammen mit dem Alkohol in einem verschließbaren Glasgefäß an einem kühlen und dunklen Ort ziehen lassen. Gelegentlich leicht schütteln.                     
  3. Nach 2 Wochen den Alkohol durch ein feines Sieb gießen.
  4.  Das Wasser mit dem Zucker aufkochen, bis der Zucker aufgelöst ist.
  5. Nachdem das Zuckerwasser abgekühlt ist, wird es mit dem Alkohl gemischt werden.
  6. Den Limoncello in Flaschen füllen und gekühlt servieren. Er lässt sich super im Gefrierschrank aufbewahren.

Tipps zur Resteverwertung:

Die Zitronen könnt ihr auspressen und in einem Eiswürfelbehälter einfrieren. So hat man bei Bedarf immer Zitronensaft.

Man kann sie auch in Scheiben schneiden, auf ein Backblech legen und dann einfrieren. Später kann man sie in Tüten oder in Gefrierbehälter umfüllen und wieder einfrieren. Sie können nun zum Kühlen und Aromatisieren von Getränken benutzt werden.

Die Zitronenschalen habe ich nach dem Abseihen auf einem mit Backpapier belegten Backblech ausgebreitet und 2 Tage an der Luft getrocknet. Sie können in den Tee oder auch in andere Getränke (wie z.B. Gin Tonic) gegeben werden. Bitte beachtet dass sie noch Alkohol enthalten!

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Hagebutten-Ketchup

Mit diesem Rezept nehme ich an meinem ersten Blogevent überhaupt teil. Da ich am Blogevent von Kleines Kuliversum zum Thema „Eingemachtes im Herbst“ teilnehmen wollte, habe ich zuerst mal geschaut was es im Garten noch so gibt. Nach langem Hin und Her habe ich mich dann zu Hagebutten-Ketchup entschieden. Ein leicht pikanter Ketchup, der zu Fleisch und Pommes und auch super zu Süßkartoffelchips (Rezept Süsskartoffelchips) passt.

Hagebutten findet man von September bis November an den Sträuchern der Hundsrosen und diversen anderen Rosenarten.  Sie enthalten besonders viel Vitamin C und stärken damit unser Immunsystem für die kalte Jahreszeit.

Hagebutten findet man oft in Tee, man kann sie jedoch auch zu Marmelade oder wie eben hier zu einem Ketchup verarbeiten. In den meisten Rezepten werden sie entkernt, dies war mir aber zu viel Arbeit, so dass ich nach einigem Stöbern im Internet herausgefunden habe, dass man sie auch mit den Kernen kochen und dann durch ein Sieb streichen kann. Dennoch ist auch diese Vorgehensweise etwas zeitaufwändig, da man die Masse zweimal durch das Sieb streichen muss, um möglichst viel Hagebuttenmus zu bekommen. Das Resultat lässt sich aber durchaus sehen und man erspart sich das mühsame Entkernen.

Die Kerne und das Fruchtfleisch, welche nach dem Passieren übrig bleiben könnt ihr für Tee trocknen (entweder im Ofen bei 50 Grad Umluft mit leicht geöffneter Tür oder einfach an der Luft). Damit sie nicht verschimmeln sollten sie regelmäßig gewendet werden.

Zutaten:

  • 500 g Hagebutten
  • 2 Schalotten
  • 1 rote Chili (wer es weniger scharf mag kann auch nur 1/2 nehmen)
  • 100 g brauner Zucker
  • 50 ml Apfelessig
  • 1/2 Teelöffel Garam Masala oder Kardamom
  • Öl
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

  1. Die Hagebutten waschen und an den Enden Blüten- und Stängelansatz abschneiden. Danach nochmals waschen.
  2. Die Hagebutten in einen großen Topf geben und mit Wasser bedecken. Etwa eine halbe Stunde bei geschlossenem Deckel köcheln lassen. Anschließend ohne Deckel noch 5 Minuten köcheln lassen, damit etwas Wasser verdampft.
  3. Die Hagebutten zerstampfen und durch ein Sieb streichen.
  4. Die im Sieb zurückgebliebene Masse nochmals mit Wasser bedecken und 5 Minuten bei offenem Deckel köcheln.
  5. Nochmals durch ein Sieb streichen. Ihr solltet jetzt etwa 1 Liter Hagebuttenmus haben, falls nicht könnt ihr den Vorgang (aufkochen und durch den Sieb streichen) nochmal wiederholen.
  6. Die Schalotten würfeln und die Chili kleinschneiden.
  7. Schalotten und Chili mit etwas Öl in einem Top dünsten.
  8. Wenn die Schalotten glasig sind, Zucker hinzugeben und kurz rühren.
  9. Hagebuttenmus und Apfelessig hinzugeben.
  10. Mit Garam Masala, Salz und Pfeffer abschmecken.
  11. Köcheln lassen bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist (etwa 5 Minuten).
  12. Die Masse sofort in noch heiße abgekochte Gläser füllen. Diese verschließen und kurz auf den Kopf stellen.
  13. Kühl und dunkel lagern.
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Traubengelee

Dieses Jahr hatte unsere Rebe besonders viele Trauben So konnte ich, auch wenn viele von den Vögeln weggenascht wurden, bevor ich sie ernten konnte, dennoch dieses tolle Traubengelee zaubern. Es schmeckt hervorragend auf Brot und passt auch gut zu Käse oder anderen herzhaften Gerichten. Ich habe das Traubengelee ganz einfach nur mit Gelierzucker gemacht. Wer mag kann auch z.B. etwas Amaretto, Organensaft… hinzugeben. Auch Zitronensäure kann man noch hinzufügen.

Zutaten:

  • 1 kg Trauben
  • 500 g Gelier-Zucker 2:1

Zubereitung:

  1. Die Trauben waschen und von den Stielen abzupfen.
  2. In einem großen Topf die Trauben unter gelegentlichem Rühren köcheln lassen,  bis sie platzen (etwa 10-15 Minuten).
  3. Die Trauben durch einen Sieb streichen oder durch die Flotte Lotte drehen.
  4. Den Saft nun wieder in den Topf geben und mit dem Gelierzucker zu Gelee kochen.
  5. Damit ihr sicher seid, dass die Masse geliert, könnt ihr einen Löffel des Gelees für 2 Minuten in den Kühlschrank legen, und so die Konsistenz testen.
  6. Das Gelee in noch heiße sterilisierte (abgekochte) Schraubdeckelgläser füllen. Diese kurz auf den Kopf stellen und nachher an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahren.
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Eingelegte Salatgurken

Nicht nur Einlegegurken, sondern auch ganz normale Salatgurken lassen sich hervorragend einlegen und können nach knapp einem Monat Durchziehen hervorragend zu Hamburger, Salaten, Fondue und noch vielem mehr gegessen werden.

Ich habe hier eine etwas asiatischere Variante ausprobiert mit Chili und Zitronengras. Wer möchte kann auch noch Ingwer hinzugeben. Bei den Gewürzen könnt ihr gerne rumexperimentieren. Falls ihr euch für eine klassischere Form entscheidet, könnt ihr anstatt von Chili und Zitronengras 2 TL Senfkörner und 4-5 Gewürznelken nehmen. Ansonsten sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt, wichtig ist nur das Verhältnis Wasser zu Essig 2:1. Beim Essig könnt ihr sowohl Weißweinessig als auch einen Obstessig (z.B. Apfelessig) nehmen.

Zutaten:

  • 2 Salatgurken
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 rote Thai-Chilischote
  • 1 Stück Zitronengras
  • 1 EL Salz
  • 2 TL geschroteter Pfeffer (schwarz)
  • 1 EL Rohrzucker
  • 500 ml Weißweinessig oder Obstessig
  • 1 l Wasser und Salzwasser zum Blanchieren

Zubereitung:

  1. Die Gläser im Ofen oder im Wasserbad sterilisieren.
  2. Die Gurken in feine Scheiben hobeln.
  3. Knoblauch, Frühlingszwiebeln, Chilischote und Zitronengras in kleine Würfel bzw. Ringe schneiden.
  4. Die Gurken in kochendem Salzwasser 2 Minuten blanchieren.
  5. 1 Liter Wasser mit allen Gewürzen (Knoblauch, Frühlingszwiebeln, Chili, Zitronengras, Salz, Pfeffer, Zucker) zum Kochen bringen. Anschließend den Essig hinzugeben und abschmecken.
  6. Die Gurken in die noch heißen Gläser verteilen.
  7. Den kochenden Sud randvoll in die Gläser füllen, so dass die Gurken bedeckt sind.
  8. Die Gläser schließen und kurz auf den Kopf stellen. Danach wieder umdrehen und auskühlen lassen.
  9. Die Gurken etwa 1 Monat ziehen lassen und dunkel lagern. Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren.
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Ostereier färben mit Naturfarben

In knapp einer Woche ist Ostern und zu diesem Fest gehören nun mal auch die buntgefärbten Ostereier. Dieses Jahr habe ich erstmals versucht Eier mit natürlichen Farben aus Gemüse und anderen Pflanzen zu färben. Nach einigen Fehlversuchen hat es auch schließlich gut geklappt. Das Problem war, dass ich anfangs nur braune Eier hatte, diese aber vor allem die grüne und gelbe Farben kaum angenommen haben und lediglich etwas dunkler wurden.

Meinen ersten Versuch startete ich mit braunen Eiern und verschiedenen Farbsuden (Giersch aus Mutters Garten, Karotten, Rotkohl und  Löwenzahnblüten). Der Giersch und die Löwenzahnblüten färbten die braunen Eier jedoch kaum, auch die weißen Eier hatten nachher keine schöne Färbung. Der Rotkohl gab sowohl auf den weißen als auch auf den braunen Eiern eine schöne blaue Farbe. Zum Karottensud habe ich noch etwas Kurkuma gegeben, so dass sich dieser Sud auch gut zum Färben eignet.

Schließlich habe ich noch einen Sud aus Rote Beete und einen weiteren aus Spinat gemacht. Rote Beete ist auf beiden Eiersorten super schön geworden. Spinat eignet sich nur für weiße Eier.

Als Dekoration habe ich 4 verschiedene Techniken benutzt.

Zum einen habe ich auf die Eier vor dem Eintauchen in die Farbe Streifen aus Masking Tape (Washi Tape) geklebt, die nach dem Trocknen entfernt wurden (oben links).

Zum anderen habe ich Gummiband um die Eier gemacht, das auch nach dem Trocknen entfernt wurde (oben rechts).

Auf das Ei unten links wurde vor dem Eintauchen in die Farbe ein Blatt auf das Ei gelegt. Das Ei wurde dann in ein Stück Strumpfhose gelegt, welches auf beiden Seiten fest verknotet wurde, so dass das Blatt fest am Ei haften blieb.

Auf dem Ei unten rechts wurden nach dem Färben Punkte gemalt. Dazu habe ich Ohrstäbchen mit Zitronensaft getränkt. Der Zitronensaft ätzt die Farbe weg, so dass man mit dieser Technik beliebige Muster auf die Eier malen kann.

Hier nochmal alle Schritte im Detail.

  1. Eier 10 Minuten hart kochen. Damit die Eier nicht platzen, am besten Eier mit Raum-Temperatur benutzen und sie dann gleich in lauwarmes Wasser geben. Sobald das Wasser mit Kochen anfängt 10 Minuten rechnen. Dem Wasser 2 EL Essig hinzufügen, dann nehmen die Eier die Farbe nachher besser an.
  2. Nach dem Kochen die Eier unter kaltem Wasser abschrecken.
  3. Die Sude werden mit unterschiedlichen Gemüsen, Pflanzen oder anderen natürlichen Zutaten gemacht. Die Pflanzenteile werden in Wasser eingekocht und der Sud anschließend durch einen Sieb gefiltert wird.
  4. Hier die Zutaten welche ich benutzt habe und welche ich weiterempfehlen kann. Natürlich gibt es noch ganz viele andere natürliche Zutaten mit denen ihr färben könnt (Tee, Gemüse, Zwiebelschalen,…).
    für 1 L Wasser:
    rot-braun: 250 g Rote Beete kleingeschnitten, 40 Minuten einkochen
    blau: 250 g Rotkohl kleingeschnitten, 40 Minuten einkochen
    gelb-orange: 250 g Karotten kleingeschnitten, 2 EL Kurkuma, 40 Minuten einkochen
    grün: 250 g Spinat, 40 Minuten einkochen
  5. Die abgekühlten Eier mindestens 30 Mintuten in den abgekühlten Sud geben. Für intensivere Farben kann man sie auch über Nacht ziehen lassen.
  6. Damit die Farben nachher kräftiger und leuchtender werden, die getrockneten Eier mit etwas Speiseöl einreiben.

Und nun viel Spaß beim Eiertitschen (lux. „Eeërtécken), einem Brauch, den es unter anderem in Luxemburg gibt, bei dem es darum geht, das Ei seines Mitspielers mit seinem eigenen Ei durch Zusammenstoßen zu zerbrechen.

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Bärlauchsalz

Endlich gibt es wieder Bärlauch. Nachdem ich euch letztes Jahr bereits meine Rezepte für Bärlauchpesto und Bärlauchsuppe vorgestellt habe, habe ich dieses Jahr versucht Bärlauchsalz zu machen. Dies geht sehr einfach und ist ein herrvoragendes Geschenk zum Mitnehmen. Zum Beispiel auf kommende Grillpartys.

Zutaten:

  • 500 g Salz
  • 70 g Bärlauch

Zubereitung:

  1. Bärlauch waschen und trocken tupfen oder schleudern.
  2. Bärlauch pürieren und mit dem Salz vermischen.
  3. Etwa 12 Stunden ziehen lassen und anschliessend auf einem mit Papier belegtem Backblech verteilen.
  4. Entweder +- 10  Stunden an der Luft (am besten draußen im Schatten) oder im Backofen bei 50-60° mit offener Tür einige Stunden trocknen.
  5. Das Salz durch einen Sieb streichen und in Gläser füllen.
  6. Damit die grüne Farbe erhalten bleibt sollte das Salz möglichst dunkel aufbewahrt werden.
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