Challenge: 36 Tage – 100 Kalender – 500 Euro Spenden

Heute am 22. November beginnt meine Spenden-Challenge. Mein Ziel ist es, bis zum 31. Dezember 2018, 100 mypickedfood-Kalender zu verkaufen. Der gesamte Erlös von 500 Euro (5 Euro pro Kalender) soll dann im Januar 2019 an Wäertvollt Liewen a.s.b.l. gespendet werden.

Wie kann man seinen Kalender bestellen?

Wer den Kalender bestellen möchte, sollte eine Mail an jeia@mypickedfood.lu machen.

Der Verkaufspreis pro Kalender beträgt 10 Euro. Für 2 Euro zusätzlich kann der Kalender auch verschickt werden.

Warum gerade Wäertvollt Liewen a.s.b.l.?

Im Jahre 2008 hat mein Vater den Kampf gegen ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) leider verloren.

Es handelt sich dabei um eine eine neurodegenerative Krankheit, die sich in einer Schwächung, gefolgt von einer Lähmung der Arm- und Beinmuskulatur sowie der Atem-, Sprech- und Schluckmuskeln äußert. Vielleich ist euch der Ice-Bucket-Challenge, bei dem es darum ging sich einen Eimer mit eiskaltem Wasser über den Kopf zu schütten, ein Begriff. Dieser machte auf die Krankheit aufmerksam und sammelte Spenden für die Forschung.

Die Jahre von der Diagnose bis zum Tod meines Vaters waren für unsere ganze Familie eine schwere Zeit, in der wir glücklicherweise einige Personen kennengelernt haben, die uns unterstützt haben. So haben wir auch Nathalie (die jetzige Präsidentin vun Wäertvollt Liewen a.s.b.l.) und ihren Mann Jean-Marc kennengelernt. Nathalie, die selbst an ALS erkrankt ist, und ihr Mann waren damals schon sehr bemüht an ALS erkrankten Personen und deren Familien Unterstützung anzubieten.

Im Jahre 2012 wurde dann Wäertvollt Liewen a.s.b.l. gegründet. Neben der Unterstützung insbesondere im Zusammenhang mit persönlicher Assistenz und häuslicher Intensivpflege, wollen sie vor allem am Aufbau eines nationalen Referenz- und Kompetenznetzwerks für Patienten mitwirken, die an einer Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) oder einer ähnlichen Pathologie erkrankt sind. Die Vereinigung « Wäertvollt Liewen » e.V. dient als Bindeglied zwischen Personen, die an ALS oder einer ähnlichen Pathologie erkrankt sind, und den Autoritäten im sozialen, medizinischen und assoziativen Bereich. (c.f. www.waertvollt-liewen.lu/)

Schaut euch unbedingt auf ihrer Webseite um. Es gibt unteranderem einen tollen Film über die Krankheit ALS. Ausserdem könnt ihr auch Nathalies Kochbuch Wäertvollt Iessen über die Internetseite bestellen.

Kartoffel-Kürbis-Gratin

Passend zum Herbst, stelle ich euch heute ein sehr einfaches und schnell gemachtes Gericht mit Kartoffeln und Kürbis vor.

Das Gratin kann mit Salat als vegetarische Hauptspeise serviert werden. Natürlich eignet sich das Gratin auch als Beilage für Fleisch- oder Fischgerichte.

Den Käse könnt ihr je nach Geschmack variieren. Wer es kräftiger mag, kann zum Beispiel zu einem Bergkäse greifen. Auch Schafskäse oder Gorgonzola passen perfekt zum Gericht.

Wer möchte kann auch Speck hinzugeben.

Zutaten:

  • 600 g Kartoffeln
  • 400 g Hokkaido-Kürbis
  • 400 ml Sahne (oder 200 ml Sahne und 200 ml Milch)
  • 100 g Käse
  • 1 EL Thymian (ca. 3 Zweige)
  • 2 Knoblauchzehen
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • Butter zum Einfetten

Die Angaben reichen für mindestens 3 Personen als Hauptspeise und 5 Personen als Beilage.

Zubereitung:

  1. Den Ofen auf 180° Umluft vorheizen.
  2. Die Kartoffeln schälen und in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Den Kürbis waschen und entkernen. Hokkaido-Kürbis muss nicht geschält werden und in dünne Stifte (ca. 0,5-1 cm x 3cm) schneiden.
  3. Eine ofenfeste Form mit Butter einfetten.
  4. Die Kartoffelscheiben in der Form fächerförmig verteilen. Dann die Kürbisstifte darauf verteilen. Ich hatte eine kleinere Form, so dass ich das Ganze noch einmal wiederholt habe. Je nach Form bekommt ihr 1 oder 2 Lagen. Jede Lage Kräftig salzen und pfeffern. Die letze Lage zusätzlich mit Thymian bestreuen.
  5. Den Knoblauch fein hacken.
  6. Sahne, Knoblauch und Muskat miteinander vermischen und über das Gemüse verteilen.
  7. Mit dem Käse betreuen.
  8. Im vorgeheizten Ofen etwa 50 Minuten backen.

RTL – Reportage: Obst haltbar machen

Ende Oktober hat das luxemburgische RTL eine Reportage zum Thema „Obst haltbarmachen“ ausgestrahlt. Auch mypickedfood war mit 3 Rezepten dabei.

Die ganze Reportage findet ihr hier (meine Rezepte gibts ab Minute 1:30)

Vorgestellt wurden 3 verschiedene Möglichkeiten Obst haltbar zu machen.

1. Das Trocknen

Sowohl im Ofen, als auch an der Luft oder in einem speziellen Dörrapparat lässt sich Obst für den Winter haltbar machen.

Hier kommt ihr zum Rezept: ¨Äpfel und Birnen im Ofen trocknen

2. Das Einkochen

Am besten funktioniert das Einkochen mit einem Einkochautomaten. Aber auch in einem normalen Topf oder im Ofen lassen sich unterschiedliche Obstsorten perfekt einkochen.

Hier kommt ihr zum Rezept: „Eingekochete Birnen in Rotwein

3. Das Heiß-Einfüllen

Diese Methode eignent sich nur für Speisen mit einem hohen Zucker oder Essiganteil.

Wichtig ist es hierbei sehr sauber zu arbeiten und die Masse kochend heiß in die noch heißen Gläser zu geben. Die Gläser können entweder 15 Minuten im kochenden Wasser oder im Ofen bei 120° keimfrei gemacht werden. Die Deckel sollten nur im kochenden Wasser keimfrei gemacht werden.

Hier kommt ihr zum Rezept: „Zwetschgen-Ketchup

Eingekochte Birnen in Rotwein

Dieses Rezept ist im Rahmen einer Reportage von RTL Lëtzebuerg zum Thema „Obst haltbar machen“  entstanden.

Durch richtiges Einkochen, können die Birnen sich mehrere Monate halten und sind so zum Beispiel für Weihnachten ein schönes Geschenk. Ich habe die Birnen im Backofen eingekocht. Natürlich könnt ihr sie auch 30 Minuten bei 90° im Topf oder Einkochautomat einkochen.

Die Birnen passen perfekt zu Wildgerichten, können aber auch als Nachtisch mit einer Kugel Vanilleeis angerichtet werden. Dazu kann man den Wein noch etwas einkochen und reduzieren.Zutaten:

  • 2 Birnen
  • 400 ml Rotwein (z.B. Pinot Noir)
  • 2 – 4 EL Zucker (je nach Geschmack)
  • 1 Gewürznelke
  • 1 Zimtstange

Die Zutaten reichen für 2 Gläser (+/-350 ml).

Probiert am besten im Voraus aus wie viele Birnen ihr in ein Glas bekommt und wie viel Flüssigkeit ihr braucht und wandelt dann das Rezept entsprechend um. 1 Zimtstange reicht für bis zu 750 ml.

Zubereitung:

  1. Den Zucker in einem Topf karamellisieren.
  2. Sobald dieser mit „sprudeln“ anfängt, mit dem Wein ablöschen.
  3. Gewürznelke und Zimtstange hinzufügen und alles 10 Minuten auf mittlerer Flamme köcheln lassen.
  4. Danach die Gewürze rausnehmen.
  5. Die Birnen schälen und halbieren. Mit einem Melonenausstecher das Kerngehäuse entfernen.
  6. Die Birnen in ausgespülte Gläser legen.
  7. Heißes Wasser in eine große Backofenform füllen. Die Gläser mit den Birnen in die Form stellen und mit dem warmen Rotwein übergießen. Dabei etwa 2-3 cm Rand freilassen.
  8. Alles bei 160° Umluft in den Ofen stellen. Sobald es mit blubbern anfängt,  die Temperatur auf 110° zurücksetzen und 30 Minuten einkochen.
  9. Danach rausnehmen und bei Raumtemperatur abkühlen lassen.
  10. Kühl und dunkel lagern.

Zwetschgen-Ketchup

Dass man Ketchup nicht nur mit Tomaten machen kann, habe ich schon letztes Jahr gezeigt. Damals waren es Hagebutten. Dieses Jahr habe ich Zwetschgen zu einem Ketchup verarbeitet, der sich u.a. hervorragend zu Fleisch und Käse macht.

Dieses Rezept ist im Rahmen einer Reportage von RTL Lëtzebuerg zum Thema „Obst haltbar machen“  entstanden.

Zutaten:

  • 500 g Zwetschgen entsteint
  • 2 Schalotten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 50 g brauner Zucker
  • 100 ml Apfelessig
  • 1 TL Senfkörner
  • 3  Wacholderbeeren
  • 1 Zimtstange
  • 1/2 TL Salz
  • 1/2 TL Pfeffer
  • Chili nach Geschmack
  • Öl zum Anbraten

Die Angaben ergeben etwa 500 ml pürierten Ketchup bzw. 350 ml durch den Sieb gestrichen.

Zubereitung:

  1.  Die Zwetschgen waschen und entkernen. Ihr braucht 500 g entkernte Zwetschgen.
  2. Schalotten und Knoblauch schälen und würfeln.
  3. In einem Topf die Schalotten in Öl kurz anbraten. Danach den Knoblauch hinzugeben.
  4. Dann die Zwetschgen, den Essig, den Zucker und die Gewürze hinzufügen. Damit ihr vor dem pürieren die Gewürze besser rausbekommt, könnt ihr die Senfkörner und die Wacholderbeeren in eine Gewürzkugel oder einen Teebeutel geben.
  5. Alles bei geschlossenem Deckel ca. 40 Minuten langsam köcheln lassen. Dann die Gewürze (Senfkörner, Wacholder und Zimtstange) herausnehmen und die Masse pürieren. Wer einen etwas feineren Ketchup haben möchte, kann den Ketchup zusätzlich noch durch einen Sieb streichen.
  6. Danach abschmecken und noch einmal köcheln lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
  7. Den heißen Ketchup in noch heiße, ausgekochte Gläser geben und sofort verschließen.

Tipp:

Damit der Ketchup sich möglichst lange hält (einige Monate) solltet ihr sehr sauber arbeiten. Die Gläser und Deckel sollten 10 Minuten in kochendem Wasser baden. Der Ketchup sollte kochend heiß bis zum Rand in die heißen Gläser gefüllt werden.

Falls ihr den Ketchup noch länger haltbar machen wollt könnt ihr ihn auch richtig einkochen (30 Minuten bei 90°). Dabei ca. 2 cm Rand frei lassen beim einfüllen.

Getrocknete Äpfel und Birnen

Getrocknete Äpfel und Birnen sind ein super Snack für die ganze Familie und  sind ganz einfach zu machen. Dieses Rezept ist im Rahmen einer Reportage auf RTL Lëtzebuerg zum Thema „Obst haltbar machen“ entstanden.

Das Obst waschen. Mit einem Apfelentkerner oder einem Messer die Kerngehäuse aus den Äpfeln entfernen. Die Äpfel in 3-5 cm dicke Ringe schneiden. Die Birnen können im Ganzen längs in 3-5 cm dicke Scheiben geschnitten werden.

Wer möchte kann das Obst noch mit Zimt bestreuen.

Das Obst auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Die Äpfel können mit Stöcken im Ofen aufgehängt werden.

Im Ofen bei 80° Umluft etwa 5 Stunden trocken. Dabei die Backofentür einen Spalt geöffnet lassen damit die Feuchtigkeit entweichen kann.

Heißer Apfel-Cider

Langsam aber sicher näheren wir uns kühleren Temperaturen. Daher gibt es heute ein Rezept für kalte Herbst- und Winterabende beim Kamin.

Ich habe für meinen heißen Cider einen luxemburgischen Cider namens „Barebourg“ benutzt. Dieser Cider von Carlo Wampach aus Berburg wird exklusiv über die Cactus-Supermärkte vertrieben.

Viel Spaß beim Genießen!

Zutaten:

  • 500 ml Cider
  • 100 ml Saft (Orangen- oder Apfelsaft)
  • 1 Zimtstange
  • 2 Gewürznelken
  • 2 Anissterne
  • 2 Orangenscheiben
  • 1 EL braunen Zucker
  • (Schuss: z.B. Cointreau)

Zubereitung:

Alle Zutaten bis auf den Schuss in einen Topf geben und auf kleiner Flamme etwa 10 Minuten köcheln lassen. Wer es etwas süßer haben möchte kann noch mehr Zucker hinzugeben. Den Schuss hinzugeben und servieren.

Pasta mit Krause Glucke

Vor einigen Tagen hat mein Mann (https://www.facebook.com/wildnis.lu) im Wald eine Krause Glucke gefunden. Es handelt sich hierbei um einen besonders leckeren Speisepilz, der wie ein grobporiger Badeschwamm aussieht. Auch noch Fette Henne genannt, wird der Pilz bis zu 50 cm groß und mehrere Kilo schwer. Am besten schmecken jedoch kleinere Exemplare von  500 bis 1000 g. Die Krause Glucke ist ein Parasit und wächst ausschließlich unter Nadelbäumen (meist Kiefern) oder an deren Baumstümpfen. Sie befällt ihre Wurzeln und ruft eine Braunfäule hervor.

Die Krause Glucke erinnert an Morscheln und schmeckt leicht nussig. An vielen Stellen steht, dass man sie nur mit einem Pinsel säubern soll. Man kann sie jedoch auch schnell mit Wasser waschen und dann in der Salatschleuder trocknen. Nach folgendem Rezept könnt ihr auch eine ganze Reihe anderer Pilze zubereiten.

Wir haben die Pilze in einer finischen Grillpfanne auf offenem Feuer gemacht. Natürlich könnt ihr sie auch auf einer ganz normalen Pfanne auf dem Herd machen.

Auch wenn die Krause Glucke kaum verwechslt werden kann, denkt bitte daran:

Im Wald findet man nicht nur essbare Pilze, sondern ein großer Teil der Pilze ist ungenießbar oder sogar giftig. Daher sollte man Pilze vor dem Essen einem Pilz-Sachverständigen zeigen und niemals etwas essen von dem man sich nicht 100% sicher ist.

Falls ihr euch bei eurem Pilzesammeln nicht sicher seid könnt ihr die Pilze bis zum 27.10 jeden Samstag von 18:00 bis 19:30 im Haus von der Natur (Kockelscheuer) bestimmen lassen.

https://www.snl.lu/events/permanences-mycologiques-3/

Haltet euch bitte auch an folgende Regeln:

http://mycology.lu/recolte/10-conseils-de-recolte-et-de-consommation/

Zutaten:

  • 500 g Nudeln
  • 500 g Krause Glucke
  • 120 g Speck, Vegetarier können ihn einfach weg lassen
  • 1 Schalotte
  • 200 ml Sahne
  • 125 ml Wein
  • 1 Handvoll Petersilie
  • Butter
  • Salz, Pfeffer

Die Angaben reichen für 3-4 Portionen als Hauptspeise.

Zubereitung:

  1. Die Nudeln nach Packungsanleitung kochen.
  2. Die Krause Glocke in Röschen zerlegen und mit einem Pinsel säubern, ev. waschen und in der Salatschleuder trocknen.
  3. Die Schalotte fein würfeln. Petersilie hacken.
  4. Butter in einer Pfanne schmelzen.
  5. Schalotten und Speck kurz anbraten und die Krause Glucke hinzugeben.
  6. Nach 5 Minuten mit Sahne und Wein ablöschen.
  7. Weitere 10 Minuten ziehen lassen.
  8. Die Petersilie hinzugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  9. Mit Nudeln servieren.

Mirabellen-Zwetschgen Tarte

Dieses Jahr gibt es wieder eine Unmenge an Mirabellen und Zwetschgen. Zwei Früchte die wunderbar harmonieren, zum Beispiel in diesem Rezept. Die Proportionen könnt ihr gerne variieren, ihr braucht nur insgesamt etwa 900 g Obst.

Zutaten für den Teig:

  • 300 g Mehl
  • 200 g Butter (in Würfel geschnitten)
  • 100 (Rohr)Zucker
  • eine Prise Salz

Zutaten für den Belag:

  • 550 g Mirabellen
  • 350 g Zwetschten
  • 80 g (Rohr)Zucker
  • 200 ml Sahne
  • 2 Eier
  • 60 g Mandelstifte

Zubereitung:

  • Den Ofen auf 180° Umluft vorheizen.
  • Das Obst waschen, entkernen und vierteln.
  • Alle Zutaten für den Teig miteinander vermischen. Den Teig mit der Hand in die Form drücken. (Falls ihr den Teig lieber ausrollen wollt, solltet ihr ihn mindestens 30 Minuten kalt stellen).
  • Sahne, Zucker und Eier miteinander verrühren.
  • Die kleingeschnittenen Mirabellen und Zwetschgen auf dem Teig verteilen und mit der Zucker-Sahne-Eier-Mischung begießen.
  • Die Mandeln darauf verteilen und bei 180° etwa 40 Minuten backen.

Die Tarte schmeckt besonders gut, wenn sie frisch aus dem Ofen kommt und mit Vanille-Eis serviert wird.

Unterwegs in Schottland – Teil 1

Seit knapp zwei Wochen sind wir nun zurück von unserer knapp zweiwöchigen Schottlandtour mit unserem neuen VW- California. Nun ist es an der Zeit euch einige Tipps für kommende Schottlandurlaube mitzugeben und meine besten Schottland-Food-Erinnerungen mit euch zu teilen. Auch wenn Schottland kulinarisch gesehen nicht zu meinen Lieblingszielen zählt. Das Essen ist oft sehr fettig, es gibt viel „Fish and Chips“ und „Burger“ und man ist froh, wenn man endlich etwas anderes gefunden hat. Schottland ist jedoch auf jeden Fall eine Reise wert, die Landschaften sind atemberaubend und es gibt eine Menge zu sehen.

 

  • Haggis zum Frühstück

Haggis ist eine der Hauptspezialitäten aus Schottland. Es handelt sich dabei um einen Schafsmagen der mit kleingeschnittenem Herz, Leber, Lunge und Nierenfett vom Schaf, sowie mit Zwiebeln und Hafermehl gefüllt wird. Ich muss zugeben das hört sich alles nicht sehr lecker an und das Rezept ist laut dem schottischen Kochbuchautor Paul Harris „nichts für schwache Nerven“, aber dennoch sollte man sich ran trauen. Der Geschmack erinnert einen an eine grobe Leberwurst, wobei der Hafer für eine krümelige Konsistenz sorgt. Haggis wird meist als Ganzes erst am Tisch aufgeschnitten und zusammen mit Steckrüben und Kartoffeln (Neeps and Tatties) serviert. Leider habe ich auf meiner Reise dieses Gericht nie als Hauptspeise probiert, sondern nur in einem Bed & Breakfast zum schottischen Frühstück und ich muss sagen, dass es sogar ziemlich lecker war.

Schottisches Frühstück gibt es in vielen Bed & Breakfasts, am besten hat es uns im Abertay Guest House in Dundee geschmeckt.

 

  • Das beste Eis in St. Andrews

Das beste Eis haben wir zufälligerweise in St. Andrews, dem Mekka des Golfsports, gefunden. Als wir in der Stadt an der Ostküste ankamen, haben wir einen Eisladen mit einer Menschenschlange von knapp 10 Metern vor dem Laden gesehen. Hier muss es wohl das beste Eis der Region geben. Nach dem Besuch der St. Andrews Cathedral und einem kleinen Spaziergang durch die Stadt ging es zurück zu Jeannettas Gelateria.

Die Schlange war mittlerweile nicht kürzer geworden und so stellten wir uns geduldig an, was sich aufgrund der Unmengen an Wespen als wahre Mutprobe erwies. Das ganze Warten lohnte sich jedoch. In dem seit 4 Generationen betriebenen Eiscafé gibt es wohl wirklich das beste Eis der Region. Aber nicht nur deshalb ist St. Andrews auf jeden Fall einen Besuch wert.

 

  • The House of Bruar – Feinkosttempel

Das House of Bruar ist ein Shoppingparadies, in dem es neben Kleidung, Deko und Haushaltsartikeln auch einen Feinkostladen gibt, der das Herz eines jeden Foodies schneller schlagen lässt.

Hier findet man in einem tollen Ambiente von Spirituosen über Süssigkeiten bis zu Herzhaftem alles was Schottland zu bieten hat. Zudem gibt es noch ein Restaurant, welches wir leider nicht ausprobierten. Die „Fish and Chips“ die es vor dem Kaufhaus gab sind jedoch nicht zu empfehlen.

 

  • Die besten Cocktails in Inverness

Inverness, die Hauptstadt der Highlands, ist sehr touristisch, aber dennoch sollte man hier einen Abstecher einplanen und einen Spaziergang entlang des Flusses und bis zum Schloss machen. Im Zentrum der Stadt gibt es zudem zahlreiche Shoppingmöglichkeiten und Restaurants. Da wir mit dem Hund unterwegs waren landeten wir im Scotch&Rye , einem der wenigen Restaurants, die in Inverness Hunde erlauben. Es gab sehr leckere Burger, u.a. einen tollen vegetarischen Hallumi Burger und aussergewöhnliche Cocktails. Hier habe ich zum ersten Mal einen Cotton Candy (Zuckerwatte) Cocktail probiert. Die Zuckerwatte wird dabei in einem Glas serviert und der Cocktail anschließend darüber gegossen. Die Zuckerwatte schmilzt dabei, was für einen tollen Effekt sorgt.

Probiert doch mal solche Cocktails zu Hause aus. Einfach den Zucker aus dem Grundrezept durch Zuckerwatte ersetzen und ein bisschen rumexperimentieren. Garantiert der Knaller auf jeder Party. Zuckerwatte bekommt ihr im Moment übrigens haufenweise auf der „Schueberfouer“.

Für alle Geocaching-Fans: Hier haben wir auch den besten Cache unserer Schottlandreise gemacht. Ness Bridge

Dies war der erste Teil meiner Foodie-Erlebnisse. Im zweiten Teil gibt es u.a. Austern, Whisky und schottischen Karmellkuchen.