Zweierlei gefüllte Eier

Heute gibt es ein schnelles Rezept zur Ostereier-Verwertung. Unter dem Namen „Russische Eier“ waren gefüllte Eier zu Omas Zeiten schon sehr beliebt. Das Original besteht meistens aus einer Füllung aus Eigelb, Mayonnaise und Senf. Oft werden die Eier dann mit Kaviar garniert.

Bei mir gibt es heute zwei etwas andere Varianten:

einmal mit einer Füllung aus Eigelb und Ziegenfrischkäse garniert mit Pancetta-Chips

und einmal mit einer Füllung aus Eigelb, Frischkäse und Wasabi garniert mit Lachs und Wasabi-Erbsen

Den Ziegenfrischkäse habe ich von der Biokäserei Baltes. Erhältlich ist er u.a. bei Cactus.

Viel Spaß beim Nachmachen und frohe Ostertage!

Eier gefüllt mit Ziegenfrischkäse und Pancetta-Chips

Zutaten:

  • 6 hartgekochte Eier
  • 3 Scheiben Pancetta
  • 2 EL Sauerrahm
  • 3 EL Ziegenfrischkäse
  • 50 ml Sahne
  • 1 EL frischen Schnittlauch fein gehackt
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Den Ofen auf 200° vorheizen. Wenn der Ofen heiß ist, die Pancetta-Scheiben 2 Minuten von beiden Seiten backen.
  2. Die Eier schälen und der Länge nach halbieren. Das Eigelb rausnehmen und in eine Schüssel geben.
  3. Sauerrahm, Ziegenfrischkäse und Sahne zum Eigelb geben und mit einer Gabel gut vermischen. Schnittlauch hinzugeben, salzen und pfeffern und nochmals vermengen.
  4. Das Gemisch in einen Spritzbeutel geben und die Eierhälften damit füllen.
  5. Mit Pancetta-Chips garnieren.

Eier gefüllt mit Wasabi-Frischkäse und Räucherlachs

Zutaten:

  • 6 hartgekochte Eier
  • 2 Scheiben geräucherten Lachs
  • 1 EL Sauerrahm
  • 3 EL Frischkäse
  • 50 ml Sahne
  • 1/2 – 1 TL Wasabi-Paste
  • 2 EL Wasabi-Erbsen
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Die Eier schälen und der Länge nach halbieren. Das Eigelb rausnehmen und in eine Schüssel geben.
  2. Sauerrahm, Frischkäse, Sahne und Wasabi-Paste zum Eigelb geben und mit einer Gabel gut vermischen. Salzen und pfeffern und nochmals vermengen.
  3. Das Gemisch in einen Spritzbeutel geben und die Eierhälften damit füllen.
  4. Den Lachs in lange Streifen schneiden, aufrollen und auf die Eierhälften legen.
  5. Die Wasabi-Erbsen in einem Mörser zerstoßen und die Eier damit garnieren.

Kulinarisch unterwegs auf der Springbreak 2018

Letztes Wochenende fand in den Hallen der Luxexpo die Springbreak 2018 statt. Die Messe, die einst als „Fréijoersfoire“ (Frühlingsmesse) bekannt war, hat seit letztem Jahr nicht nur einen neuen Namen, sondern auch ein leicht verändertes Konzept.

Für jeden Foodblogger und Kochbegeisterten ist die Messe dieses Jahr jedoch ein besonderes Erlebnis gewesen. Neben den üblichen interessanten Messeangeboten von Produzenten und Händlern von Wein und andern lokalen sowie internationalen Lebensmitteln, ist vor allem das Angebot an Workshops in der Springkichten hervorzuheben. So wurden,  verteilt auf die 5 Tage, in der Springkitchen nicht weniger als 24 Workshops mit vielen bekannten Köchen zu unterschiedlichen Themen angeboten. Im Urban Food Village wurden die neusten Streetfoodtrends aus den Küchen der Welt angeboten. Mein persönliches Highlight der Messe war jedoch die Kochshow vom Sternekoch Frank Rosin, der am ersten Messetag gleich zwei sehr sympathische Auftritte hatte. Frank Rosin unterhielt sein Publikum mit zahlreichen Anekdoten und teilte auch einige Küchentipps und -tricks mit den begeisterten Zuschauern. Ganz nebenbei präparierte er auch noch herrliche Dumplings, welche vom Publikum gekostet werden konnten. Er antwortete geduldig auf alle Fragen und hatte nach der Show auch noch sehr viel Zeit für Selfies und Autogramme.

Nun meine Eindrücke von den 3 Workshops, an denen ich teilgenommen habe.

Am ersten Tag zauberte der Koch Ernesto Prosperi aus dem Restaurant Baron in Osweiler herzhafte Antipasti. Obwohl ich eigentlich dachte, dass wir als Teilnehmer selbst kochen könnten, war es dennoch eine großartige Erfahrung. Ernesto hatte sehr viele nützliche Tipps und konnte uns viele Anregungen geben. Mit Witz und Charme erklärte er alle Arbeitsschritte sehr genau und gab dem Publikum alle Kreationen zu kosten.

Hier findet ihr die zubereiteten Antipasti mit einigen Erklärungen:

Thunfisch-Tatar

Für das Tatar den Thunfisch würfeln. Zwiebeln, etwas Knoblauch, Kapern, Olivenöl, Balsamicoessig, Zitronensaft, weißen Pfeffer und Salz hinzugeben und vermischen.

 

gebratener Tintenfisch

Zuerst den Tintenfisch kochen. Damit er die perfekte Konsistenz bekommt, sollte man wie folgt vorgehen: Den ganzen Tintenfisch in kaltes, gesalzenes Wasser geben. 1 Minute aufkochen lassen, dann wieder vom Herd nehmen und im Wasser abkühlen lassen.

Für die Antipasti den gekochten Tintenfisch putzen und in Stücke schneiden. In Olivenöl von beiden Seiten braten. Mit Knoblauch, Salz und Chili würzen.

Thunfischtoast mit Sauerrahm und Kaviar

Der Toast ist superschnell gemacht und hat uns alle begeistert. Einfach frisches Thunfischfilet in dünne Scheiben schneiden, auf ein getoastetes Brot geben, mit Sauerrahm oder Schmand und anschließend mit Kaviar bestreichen.

Gemüseantipasti

Gemüse (z.B. Paprika, Zucchini, Pilze) schneiden und einzeln in Olivenöl bissfest braten. Erst am Ende der Bratzeit mit Salz, Chili, Rosmarin und Knoblauchpulver würzen und vermischen.

 

Rinderfilet-Tatar

Ernesto schneidet sein Tatar immer von Hand. So bleibt die Struktur des Fleisches erhalten und das Fleisch bleibt saftiger. Es war tatsächlich sehr lecker. Olivenöl, Balsamicoessig, Zitronensaft, Rosmarin, Salz und Pfeffer runden das Gericht ab.

Wer möchte kann auch noch Kapern und Zwiebeln hinzugeben, wobei dies absolut nicht nötig ist und den Fleischgeschmack eventuell zu viel überdeckt.

Cremige Polenta mit Salsiccia

Die meisten kennen vor allem die gebratenen Polentataler. Die cremige Polenta ist jedoch zumindest genau so gut, wenn nicht besser, vor allem wenn man sie mit Parmesan verfeinert. Damit die Polenta besonders cremig wird sollte man sie mit 15% Sahne kochen. Die Sahne sollte keine höhere Fettstufe haben, da ansonsten das Fett nach oben aufsteigt. Wenn die Polenta weich ist, wird sie mit Butter und viel geriebenem Parmesan verfeinert und mit Salz abgeschmeckt.

Das Rezept für die selbstgemachte Salsiccia hat Ernesto uns leider nicht verraten😊

Mein zweiter Workshop wurde von Sandrine Pingeon geleitet. Dieser war im Gegensatz zum ersten, ein wortwörtlicher „Workshop“. Hier wurde selbst Hand angepackt und jeder Teilnehmer konnte sich einen eigenen kleinen Kräutergarten pflanzen. Sandrine erklärte uns die verschiedenen Kräuter und stellte ihren Betrieb „Les paniers de Sandrine“ vor. Auf 4 ha baut Sandrine zusammen mit 9 Arbeitern zahlreiche Obst- und Gemüsesorten an, unter anderem alleine 30 verschiedene Tomaten- und 20 unterschiedliche Karottensorten. Aktuell beschäftigt sie sich zunehmend mit dem Thema Aquaponik, einer geschlossenen Kreislaufanlage zur Fischproduktion und Gemüse- und Kräuterzucht.

Wer die angeblich besten Tomaten der Welt einmal probieren will, kann “„Les paniers de Sandrine“ dienstags oder freitags zwischen 15.00 und 19.00 in Munsbach besuchen und dort seine Einkäufe tätigen. Zudem hat man die Möglichkeit einen Gemüsekorb zu abonnieren. Alles Infos findet ihr hier http://www.lespaniersdesandrine.lu/

Leider besuchte ich am Samstag schon meinen letzten Workshop. Der Koch Carlo Sauber gab uns eine Einführung in das Thema „Fermentation“. Durch Fermentierung, können zahlreiche Gemüsesortern wie zum Beispiel Kohl, Karotten, Rüben…haltbar gemacht werden. Zudem sind fermentiere Lebensmittel auch sehr gesund. Dabei ist das Fermentieren gar nicht schwer, man muss lediglich aufpassen, dass das eingelegte Gemüse komplett mit Salzwasser bedeckt ist, damit es nicht schimmelt.

Durch die Einführung habe ich auf jeden Fall Lust bekommen so einiges in meiner Küche auszuprobieren und hoffe, dass ich euch demnächst mehr davon auf meinem Blog erzählen kann. Bis dahin, könnt ihr euch über 2 ausgewählte Blogs weiter zum Thema informieren:

https://nicrunicuit.com/ (ein auf Fermentation spezialisierter Blog auf Französisch)                                        https://www.wildefermente.de/ (ein toller Blog mit passender Facebook-Austauschgruppe https://www.facebook.com/groups/wildefermente/)

Limoncello

Auch wenn es draußen leider nicht danach aussieht, beginnt heute der Frühling. Um euch die Wartezeit auf das hoffentlich baldige schöne Wetter und die Tage beim Grill zu verkürzen, gibt es heute ein Rezept für selbstgemachten Limoncello. Beim Limoncello wird die Schale von Zitronen in 96% Alkohol eingelegt und das Ganze wird etwa 14 Tage ziehen gelassen. Danach wird es mit aufgekochtem Zuckerwasser vermischt und kann dann gekühlt serviert werden. Wer weiß, in 14 Tagen haben wir vielleicht auch das passende Wetter;)

Das Original wird aus Zitronen von Sorrent und der Amalfiküste (Italien) gemacht. Ich habe meine Zitronen aus Portugal und dies hat auch super funktioniert. Es sollen vor allem große Zitronen mit einer dicken Schale sein, welche viele ätherische Öle enthalten. Die Zitronen habe ich übrigens über ein tolles Projekt bezogen: Poluxgal Dabei handelt es sich um eine Kooperative, welche biologische Lebensmittel für Mitglieder in Luxemburg produziert. Passt beim Kauf der Zitronen bitte unbedingt auf, dass sie nicht gespritzt sind.

Beim Zubereiten bleiben viele Zitronen übrig. Wie ihr diese sowie die Schalen weiterverwenden könnt, findet ihr unten.

Zutaten:

  • 1 l Alkohol (96%)
  • 10 Zitronen
  • 1,5 l Wasser
  • 500-700 g Zucker

Die Angaben ergeben einen recht starken, nicht zu süßen Limoncello. Wer es süßer mag, sollte mindestens 700 g Zucker nehmen. Weniger stark bekommt man ihn mit mehr Wasser.

Zubereitung:

  1. Die Zitronen waschen und mit einem Sparschäler sehr dünn schälen. Die weiße Innenhaut sollte entfernt werden, da das Getränk sonst bitter wird.                                                             Weiter unten findet ihr Verwendungsmöglichkeiten für die restlichen Zitronen.
  2. Die Zitronenschalen mindestens 14 Tage zusammen mit dem Alkohol in einem verschließbaren Glasgefäß an einem kühlen und dunklen Ort ziehen lassen. Gelegentlich leicht schütteln.                     
  3. Nach 2 Wochen den Alkohol durch ein feines Sieb gießen.
  4.  Das Wasser mit dem Zucker aufkochen, bis der Zucker aufgelöst ist.
  5. Nachdem das Zuckerwasser abgekühlt ist, wird es mit dem Alkohl gemischt werden.
  6. Den Limoncello in Flaschen füllen und gekühlt servieren. Er lässt sich super im Gefrierschrank aufbewahren.

Tipps zur Resteverwertung:

Die Zitronen könnt ihr auspressen und in einem Eiswürfelbehälter einfrieren. So hat man bei Bedarf immer Zitronensaft.

Man kann sie auch in Scheiben schneiden, auf ein Backblech legen und dann einfrieren. Später kann man sie in Tüten oder in Gefrierbehälter umfüllen und wieder einfrieren. Sie können nun zum Kühlen und Aromatisieren von Getränken benutzt werden.

Die Zitronenschalen habe ich nach dem Abseihen auf einem mit Backpapier belegten Backblech ausgebreitet und 2 Tage an der Luft getrocknet. Sie können in den Tee oder auch in andere Getränke (wie z.B. Gin Tonic) gegeben werden. Bitte beachtet dass sie noch Alkohol enthalten!

Nudeln mit Fenchel und Sardinen

Heute habe ich mein zweites Gericht aus der Serie „Bewusst fischen“ gekocht.

Eigentlich bin ich kein großer Freund von Sardinen, aber ich muss sagen, dass ich sehr begeistert von dem Resultat war. Nudeln mit Fenchel und Sardinen ist übrigens ein beliebtes sizilianisches Gericht, wobei beim Original „Pasta con Sarde“ u.a. noch Sardellen, Tomatenmark und Sultaninen hinzukommen, Hier findet ihr meine Version, welche deutlich weniger zeitaufwändig ist, aber dennoch hervorragend schmeckt.

Zutaten:

  • 250 g Nudeln
  • 1 Dose Sardinen in Öl
  • 1 kleine Fenchelknolle (ca. 350 g)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL Zitronensaft
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Die Angaben reichen für 2 Personen.

Zubereitung:

  1. Die Nudeln nach Packungsangaben in Salzwasser bissfest kochen.
  2. Währenddessen den Fenchel waschen, halbieren und den Strunk entfernen. Das Fenchelgrün aufheben und den restlichen Fenchel in Streifen schneiden.
  3. Den Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden.
  4. Die Sardinen halbieren und eventuell die Gräten entfernen. Anschließend in kleine Stücke schneiden.
  5. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen. (Ihr könnt auch das Öl der Sardinen nehmen)
  6. Die Fenchelstreifen leicht salzen und pfeffern und 10 Minuten braten. Zum Schluss den Knoblauch, den Zitronensaft und die Sardinenstücke hinzugeben und kurz mitanbraten.
  7. Die Nudeln abgießen und in die Pfanne zu dem Fenchel und den Sardinen geben.
  8. Mit Fenchelgrün servieren.

Süßkartoffel Toast mit Thunfisch asiatischer Art

Im Rahmen der Kampagne „Bewosst?“ habe ich diesen Monat vom Supermarkt Cactus ein Testpaktet zum Thema „Bewusst fischen“ bekommen.

Wer sich bereits ein bisschen mit dem Thema nachhaltige Fischerei beschäftigt hat, weiß wie wichtig diese ist um einer Überfischung der Meere entgegenzuwirken. Ich selbst beschäftige mich schon etwas länger mit diesem Thema und versuche vorwiegend Fisch aus nachhaltiger Fischerei zu kaufen. Auch wenn Labels wie der MSC-Siegel teilweise umstritten sind, weil die Standarts zu schwach sind, ist es jedoch ein Weg in die richtige Richtung. So ist es meiner Meinung nach wichtig, sich bestmöglich mit dem Thema Nachhaltigkeit und Herkunft aller Lebensmittel auseinanderzusetzen, ohne aber die Lust am Essen zu verlieren. Gut, dass auch große Supermärkte diesen Weg teilweise unterstützen!

Und nun zum ersten Rezept! Mal sehen ob ich diese Woche noch ein zweites mit den Sardinen schaffe. Eine Idee habe ich schon…

Zutaten:

  • 1 Dose Thunfisch
  • 1/2 dicke Süßkartoffel
  • 1 Handvoll Cashewkerne
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 cm Ingwer
  • 2 cm Zitronengras
  • 1 EL Sojasoße
  • 1 EL Sesamöl
  • 1 TL Limettensaft
  • Pfeffer (und Salz)

Die Angaben reichen für 3-4 Toasts.

Zubereitung:

  1. Die Cashewkerne kurz in einer Pfanne rösten, danach grob hacken.
  2. Die Frühlingszwiebeln in dünne Ringe schneiden.
  3. Ingwer und Zitronengras feinhacken.
  4.  Frühlingszwiebeln, Ingwer und Zitronengras mit der Sojasoße in einer Pfanne kurz dünsten.
  5. Den Thunfisch mit einer Gabel zerkleinern und mit dem Sojagemisch vermengen.
  6. Öl und Limettensaft hinzugeben.
  7. Mit Pfeffer (und Salz) abschmecken.
  8. Die Süßkartoffeln waschen und längs in Scheiben von etwa 1 cm schneiden. Dann zwei bis dreimal auf höchster Stufe toasten.
  9. Zum Anrichten den präparierten Thunfisch auf die Toasts geben und mit gehackten Cashewkernen bestreuen.

Cactus Kachatelier by Miele

Gestern habe ich zusammen mit einigen anderen Bloggern einen tollen Abend im „Cactus Kachatelier by Miele“ verbringen dürfen. Unter der Leitung eines professionellen Kochs wurde ein herrliches 3-Gängemenü gezaubert.

Los ging es mit knusprigen Rollen gefüllt mit Mangold und „Beaufort“ Käse.

Als Hauptspeise gab es Entenfilet aus dem Dampfgarer „sous-vide“ gegart auf cremigem Polenta mit getrockneten Tomaten.

Abgerundet wurde das Menü mit einem Ananas-Carpaccio auf Blätterteig und Limetten-Espuma.

Der Abend hat richtig Spaß gemacht und ich habe einige neue Ideen für zukünftige Rezepte bekommen. Falls auch ihr einmal an einem Kochkurs teilnehmen wollt, findet ihr hier die nächsten Veranstaltungen. Denkt daran euch zügig anzumelden, da die Kurse meist schnell ausgebucht sind.

Vielen Dank an Cactus und und Miele für den wundervollen kulinarischen Abend.

Fueskichelcher – Karnevalsgebäck

Alaaf! Heute zeige ich euch mal wieder ein typisch luxemburgisches Traditionsrezept. Letztes Wochenende habe ich zwei verschiedene Sorten „Fueskichelcher“ ausprobiert. Beide Rezepte habe ich in der Rezeptesammlung meiner Oma gefunden. Zuerst habe ich die sogenannten „Nonnefäscht – Nonnenfürze“ ausprobiert. Danach gab es noch Teigknoten, „Verwuerelter“ genannt, was so viel wie „Verdrehte“ heißt. Die Nonnenfürze werden mit frischer Hefe gemacht und schmecken besonders luftig. Die Knoten haben eine festere Konsistenz und sind mit Backpulver gemacht. Ich kann mich bisher noch nicht so richtig entscheiden, welche besser sein sollen. Beide schmecken sehr lecker, aber völlig unterschiedlich und gehören hier in Luxemburg auf jeden Fall zur Karnevalszeit hinzu.

Nonnefäscht

Zutaten:

  • 500 g Mehl
  • 5 Eier (getrennt)
  • 250 ml lauwarme Milch
  • 120 – 160 g Zucker (je nach Geschmack, ich bevorzuge 160 g)
  • 2 Würfel frische Hefe
  • 2 EL Speiseöl (geschmacksneutral)
  • Prise Salz
  • Puderzucker zum Bestreuen
  • Frittierfett

Zubereitung:

  1. Die Hefe zusammen mit einem Esslöffel Zucker in der Hälfte der Milch (125 ml) verrühren. Dann zugedeckt an einen warmen Ort (neben die Heizung/Ofen) stellen.
  2. Mehl, Eigelb, Zucker, Öl, Salz und den Rest Milch zu einem glatten Teig verrühren.
  3. Eiweiß zu Schnee schlagen.
  4. Nachdem die Hefe etwa 15 Minuten geruht hat, kann man sie zum Teig geben.
  5. Zum Schluss noch vorsichtig den Eiweißschnee unterheben.
  6. Den Teig an einem warmen Ort hochgehen lassen, bis er Blasen wirft (etwa 1 Stunde).
  7. Danach das Frittierfett in der Fritteuse oder in einem Topf erwärmen. Das Fett soll etwa 170°-180° heiß sein. Um zu wissen ob das Fett heiß genug ist, kann man einen Schaschlikspieß oder einen Holzlöffelstiel ins Fett stecken. Das Fett ist heiß, wenn sich kleine Blasen bilden.
  8. Den Teig mit einem Esslöffel portionsweise ins Fett tauchen. Die Kugeln goldbraun backen (ggf. drehen), herausnehmen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen.
  9. Noch lauwarm mit Puderzucker bestreuen.

Verwuerelter

Zutaten:

  • 500 g Mehl
  • 3 Eier
  • 125 ml Sahne
  • 125 g Butter
  • 125 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 3/4 Päckchen Backpulver
  • Puderzucker zum Bestreuen
  • Frittierfett

Zubereitung:

  1. Die Eier mit dem Zucker schaumig rühren.
  2. Sahne und weiche Butter hinzufügen.
  3. Mehl, Backpulver und Vanillezucker hinzugeben und zu einem glatten Teig kneten. Der Teig sollte nicht zu fest, aber auch nicht zu klebrig sein. Man muss ihn ohne Kleben gut ausrollen können.
  4. Den Teig dann etwa 1 cm dick ausrollen und Steifen von 12 x 1,5 cm schneiden. Diese dann leicht rollen und zu einem Knoten verschlingen.
  5. Das Fett auf 170°-180° erhitzen und die Knoten goldbraun backen.
  6. Die Knoten herausnehmen und auf Küchenkrepp abkühlen lassen.
  7. Noch lauwarm mit Puderzucker bestreuen.

Rooibos Chai Latte

Vor knapp einem Jahr habe ich in Deutschland meinen ersten Chai Latte probiert. Seitdem hat mich das Chai Latte- Fieber gepackt und ich habe sowohl in Cafés als auch zuhause schon einige Sorten ausprobiert. Heute habe ich erstmals versucht den Tee ohne Fertigteemischung herzustellen.

Der Chai Latte kommt aus Indien und ist seit einigen Jahren auch bei uns ein beliebtes Getränk. Es gibt unterschiedliche Rezepte, doch die Hauptzutaten, Tee, meistens Schwarztee, Milch, Gewürze und Honig, variieren meist lediglich in ihren Mengen. Da ich jedoch Schwarztee nicht gut vertrage,  habe ich mich für eine Variante mit Rotbusch (Rooibos) entschieden. Was die Milch angeht, kann man sowohl Kuhmilch als auch alternative Varianten, wie zum Beispiel Sojamilch nehmen. Zu den traditionellen Gewürzen gehören: Anis, Kardamom, Nelken, Ingwer und Zimt. Ich habe zudem etwas Pfeffer hinzugetan. Oft wird auch noch Fenchelsamen mitgekocht.

Zutaten:

  • 800 ml Wasser
  • 400 ml Milch
  • 4 grüne Kardamomkapseln
  • 4 Gewürznelken
  • 1 Sternanis
  • 5 schwarze Pfefferkörner
  • 1 Zimtstange
  • 2 Scheiben Ingwer
  • 2 EL oder 3 Beutel Tee
  • (Milchschaum und gemahlener Zimt als Deko)

Die Zutaten ergeben je nach Größe 3-4 Tassen.

Zubereitung:

  1. Alle Gewürze bis auf den Zimt und den Ingwer in einem Mörser grob zerstoßen.
  2. Die Gewürze aus dem Mörser und den Zimt in einer Pfanne leicht anrösten, damit sich der Geschmack besser entfalten kann.
  3. Alle Gewürze und den Ingwer in dem Wasser und der Milch kurz aufkochen lassen.
  4. Den Tee hinzugeben und weitere 15 Minuten köcheln lassen. (Falls ihr Schwarztee nimmt, gibt diesen erst nach 10 Minuten hinzu. Wenn er zu lange zieht, wird er bitter.)
  5. Mit Honig abschmecken.
  6. Den Tee abseihen.
  7. In einer Tasse servieren und mit Milchschaum und gemahlenem Zimt dekorieren.

Kürbis-Kartoffel-Gnocchi mit Grünkohl-Pesto

Dies ist das perfekte Gericht für kalte Winterabende. Passend zur Jahreszeit gibt es zu den Gnocchi ein leckeres Grühnkohl-Pesto. Auch wenn ihr kein Fan von Grünkohl seid, kann ich euch dieses Pesto wärmstens empfehlen. Man bemerkt kaum den Kohlgeschmack und es schmeckt super lecker zu allen Pastasorten oder Gnocchi.

Alle Angaben reichen für 4 Personen als Hauptspeise.

Kürbis-Kartoffel-Gnocchi

Zutaten:

  • 400 g Kürbisfleisch (Hokkaido oder Muskatkürbis)
  • 400 g Kartoffeln (mehlig kochend)
  • 275 g Mehl
  • 2 Eigelb
  • Salz
  • Muskat

Zubereitung:

  1. Den Kürbis in grobe Scheiben schneiden und mitsamt Schale bei 180° Umluft im Ofen 30 Minuten backen. Danach die Schale entfernen und das Kürbisfleisch mit dem Mixer pürieren.
  2. Die Kartoffeln kochen bis sie weich sind. Danach schälen und durch eine Kartoffelpresse drücken.
  3. Kürbis und Kartoffeln abkühlen lassen. Anschließend Mehl, Eigelb, Muskat und Salz hinzugeben und alles gut vermischen. Ihr solltet einen glatten Teig bekommen, der nicht mehr allzu sehr kleben sollte. Gegebenenfalls noch etwas Mehl hinzunehmen.
  4. Den Teig auf einer bemehlten Fläche zu etwa 2 cm dicken Rollen formen. Dann 1,5 cm große Gnocchistücke abschneiden.
  5. Die Gnocchi für ca. 5 Minuten in kochendes Salzwasser geben. Wenn sie an der Oberfläche schwimmen, kann man sie mit einem Schaumlöffel rausnehmen.
  6. Vor dem Servieren kann man sie, wenn man möchte, noch einmal schnell in einer heißen, gebutterten Pfanne schwenken.

Grünkohl-Pesto

Zutaten:

  • 60 g Grünkohl geputzt (ohne Strunk)
  • 100 ml Olivenöl
  • 25 g Parmesan
  • 20 g Cashewkerne (ihr könnt auch Kürbiskerne oder Walnüsse nehmen)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Zitronensaft
  • 2 TL geriebene Zitronenschale
  • Salz und Pfeffer
  1. Den Grünkohl waschen und den harten Stunk entfernen.
  2. Den Knoblauch schälen und grob schneiden.
  3. Den Parmesan grob schneiden.
  4. Alle Zutaten in einen Becher geben und pürieren.
  5. Mit Salz und pfeffer abschmecken.

Die gebratenen Gnocchi mit dem Pesto mischen und beim Anrichten noch etwas frischen Parmesan über das Gericht reiben.

Kürbis-Hummus mit Fladenbrot

Endlich bin ich dazu gekommen meinen Hokkaido zu verarbeiten. Und ich kann euch sagen, es riecht gerade köstlich in meiner Küche nach geröstetem Kürbis mit Knoblauch und Rosmarin. Dies sind die Ausgangszutaten meines Kürbispürees, welcher mit Kichererbsen zu einem leckeren Kürbis-Hummus gemixt wurden. Passend dazu habe ich ein Fladenbrot gebacken.

Damit ich den Hummus im Kürbis servieren kann, habe ich den Kürbis ausgehöhlt. Das ist beim Hokkaido ein ziemlicher Kraftaufwand. Mit einem Kugelausstecher für Melonen habe ich es aber schlussendlich geschafft.

Bei solch leckerem Herbstgemüse ist der Herbst gar nicht so schlimm, wenn man mal vom Wetter draußen absieht. Euch viel Spaß beim Nachkochen und Schlemmern:)

Kürbis-Hummus

Zutaten:

  • 500 g Kürbisfleisch vom Hokkaidokürbis
  • 240 g gekochte Kichererbsen (entwerder aus dem Glas oder selbst eingewässert und gekockt)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 Zweige Rosmarin
  • 2 EL Olivenöl
  • etwas Thymian
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1.  Den Ofen auf 180° vorheizen.
  2. Den Knoblauch schälen und in Scheiben schneiden.
  3. Das Kürbisfleisch, den Knoblauch, die Rosmarinzweige und den Thymian in eine ofenfeste Form geben und mit 2 EL Olivenöl beträufelen. Alles für knapp 30 Minuten in dem Ofen rösten. Nach 15 Minuten eventuell umrühren.
  4. Danach aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.
  5. Wenn das Kürbisfleisch abgekühlt ist, die Rosmarinzweige entfernen und alles zusammen mit den Kichererbsen pürieren. Den gerösteten Rosmarin fein hacken und hinzugeben.
  6. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und eventuell Öl oder auch Wasser hinzugeben um die gewünschte Konsistenz zu erhalten.

Fladenbrot

  • 500 g Mehl
  • 320 ml lauwarmes Wasser
  • 2 EL Olivenöl
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 2 TL Salz
  • 1/2 TL Zucker
  • 1 Eigelb
  • Sesam
  1. Die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen. Zucker und Salz hinzugeben.
  2. Mehl und Öl hinzugeben und alles zu einem glatten Teig kneten.
  3. Den Teig zugedeckt mindestens eine halbe Stunde an einem warmen Ort aufgehen lassen.
  4. Den Teig in eine ovale Form bringen und auf ein mit Backpabier ausgelegtes Blech legen.
  5. Das Brot mit Eigelb bestreichen und mit Sesam bestreuen.
  6. Im vorgeheizten Ofen bei 200° knapp 20 Minuten backen.